Centro de Portugal: Zeugnisse der Vergangenheit und sanfte Wege in die Zukunft

Castelo Rodrigo gehört zu den vielen beeindruckenden Zeugnissen einer langen Geschichte in Centro de Portugal. (Fotos Pura Communications)
Castelo Rodrigo gehört zu den vielen beeindruckenden Zeugnissen einer langen Geschichte in Centro de Portugal. (Fotos Pura Communications)

Massentourismus ist in dieser Region des Centro de Portugal unbekannt: An der Rückseite der Serra da Estrela findet der Besucher noch jede Menge unberührter Natur, verträumte Dörfer und einen angenehm entspannten Lebensrhythmus – perfekt für Wanderer und Biker, die so langsam die Reize der Gegend zwischen dem höchsten Gebirge des portugiesischen Festlandes und der Grenze zu Spanien entdecken.

Überaus faszinierend sind die berühmten Felsgravuren im Côa-Tal.
Überaus faszinierend sind die berühmten Felsgravuren im Côa-Tal.

Einer der wichtigsten Gründe, ins Centro de Portugal zu kommen, sind die faszinierenden Felsgravuren im Côa-Tal. Deren Alter wird auf teilweise über 25.000 Jahre geschätzt. Die in das Schiefergestein geritzten bildlichen und grafischen Darstellungen sind seit 1988 Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie zeigen Auerochsen, Pferde, Hirsche, Steinböcke, aber auch Ziegen und Fische auf einer Länge von über 17 Kilometern. Es ist eine Galerie unter freiem Himmel mit Zeichnungen aus dem Paläolithikum, wie man sie bislang nur in geschützten Grotten und Höhlen vorgefunden hatte. Wer zu wenig Zeit für einen Besuch der Original-Fundstätten hat, kann sich in einem didaktisch hervorragend gestalteten archäologischen Museum informieren.

Wunderbar wanderbar ist auch das Beira Alta.
Wunderbar wanderbar ist auch das Beira Alta.

Historischen Dörfern neues Leben eingehaucht

Trotz der prähistorischen Funde hatte die Gegend lange mit der Abwanderung vieler Menschen zu kämpfen. Die Jungen fanden keine Arbeit und zogen daher in die Ballungszentren. Das hat sich inzwischen geändert. Durch das Tourismusprogramm der „Historischen Dörfer“ wurden beispielsweise Almeida und Castelo Rodrigo, Belmonte und Castelo Novo zu neuem Leben erweckt. Alte Häuser und trutzige Burgen wurden hier behutsam modernisiert und für eine sanfte Form des Tourismus geöffnet.

Die Region rund um das Côa-Tal ist auch Teil der Initiative „Rewilding Europe“, die sich u.a. der Wiederansiedlung von vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten und die Wiederherstellung ihrer Lebensräume in schwach besiedelten Regionen zum Ziel gesetzt hat.

Eine der schönsten Arten, diese spannende Gegend besser kennenzulernen, ist eine Tour auf der „Grande Rota do Vale do Côa“. Der für Wanderer, Radfahrer und Reiter bestens geeignete Weg verläuft auf einer Strecke von 200 Kilometern von der Quelle des Côa bis zu seiner Mündung in den Douro. Dabei werden zahlreiche Kultur- und Naturdenkmäler passiert. Weitere Informationen unter www.centerofportugal.com.

{google_map}Portugal, Côa-Tal{/google_map}

Mortimer

Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.