Auf den Spuren von Kommissar Dupin durch den Meeres-Naturpark Iroise in der Bretagne

Ein spektakuläres Stück Bretagne: der Leuchtturm Ar-Men. (Foto Nicolas)
Ein spektakuläres Stück Bretagne: der Leuchtturm Ar-Men. (Foto Nicolas)

Kommissar Dupins Ermittlungen in seinem fünften Fall „Bretonische Flut“ führen ihn diesmal in Frankreichs ersten nationalen Meeres-Naturpark ganz im Westen der Bretagne – in den Parc d‘Iroise. Wie schon Jean-Luc Bannalecs ersten vier Dupin-Krimis lädt auch „Bretonische Flut“ dazu ein, Lieblingsorte und Schauplätze der Romane in der Bretagne zu entdecken.

Vor der Westküste der Bretagne, zwischen der Insel Ouessant im Norden und der Insel Sein im Süden, treffen Ärmelkanal und Atlantik aufeinander. Hier, wo gleich 13 Leuchttürme mitten im Ozean den Schiffen ihren sicheren Weg zwischen Strömungen, Felsen und einsamen Inseln weisen, begegnen Dupin zweifelhafte Fischer und engagierte Delfinforscher.

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Im Parc d’Iroise tummeln sich zahlreiche Delfine. (Foto Emamanuel Berthier)

Denn ein Viertel aller Meeressäugetiere an der französischen Küste, insbesondere Robben und Delfine, sowie fast alle Fischarten des Atlantiks und Ärmelkanals sind im Parc d’Iroise zu Hause. Mit 300 verschiedenen Algenarten ist er außerdem das größte „Algenfeld“ Europas.

Ziel des Naturparks ist es, die wirtschaftliche Nutzung der „Mer d’Iroise“ (dt. Irisches Meer) und den Schutz ihrer Flora und Fauna bestmöglich in Einklang zu bringen. Neben Algen- und Fischfang spielt auch die Entwicklung des Tourismus für beides eine große Rolle.

Mit den Zodiac durch den Parc d’Iroise

Nicht nur während der Sonnenuntergänge gibt sich die Bretagne überaus malerisch.
Nicht nur während der Sonnenuntergänge gibt sich die Bretagne überaus malerisch.

Das Ehepaar Christel und Lucky Peron bietet mit ihren beiden Zodiacs Ausflüge zur 200-Einwohner-Insel Molène an, die in Dupins Ermittlungen ebenfalls eine Rolle spielt und auch Teil des Naturparks ist. Wie auch in „Bretonische Flut“ erklärt, arbeiten die beiden eng mit den Forschern des Parc d’Iroise zusammen, da sie fast täglich im Meeres-Naturpark unterwegs sind und häufig von Delphinen begleitet werden, die Christel alle beim Kosenamen kennt. Auf kleinen Felsgruppen im Meer zeigen sich auch die Kegelrobben. Urlauber erfahren außerdem viel über die Leuchttürme –„Höllen“ und „Fegefeuer“ genannt – sowie die Flora des Naturparks.

Bei Sturm auf der Insel Ouessant

Die Insel Molène ist ein verträumtes Kleinod. (Foto Nicolas)
Die Insel Molène ist ein verträumtes Kleinod. (Foto Nicolas)

Die 32-jährige Ondine Morin liebt ihre Heimatinsel Ouessant. Als Gästeführerin erfüllt sie sich ihren Lebenstraum und zeigt Besuchern die Besonderheiten der Insel, die abgeschieden 20 Kilometer vor der bretonischen Küste der westliche Punkt Frankreichs ist. Besonders im Winter herrschen hier ab Windstärke sechs ideale Bedingungen für das sogenannte Stormwatching: Haushohe Wellen türmen sich dann auf und peitschen gegen die fünf Leuchttürme.

Mit ihren Gästen wandert Ondine Morin zu den sicheren Aussichtspunkten. Sie erklärt, wo und warum sich Stürme bilden. Und auch welche bizarren Beinamen sie tragen und wie die meterhohen Wellen entstehen. Außerdem bietet Ondine ganzjährig abendliche Touren zu den Leuchttürmen der Insel an. Aber auch Märchenspaziergänge sowie Führungen rund um das Leben auf der 800-Einwohner-Insel.

Mit dem Segelboot zur Insel Sein

Auch die Gezeiten verleihen der Bretagne ihr besonderes Gesicht.
Auch die Gezeiten verleihen der Bretagne ihr besonderes Gesicht.

Unbeeindruckt vom Rest der Welt liegt die winzige Ile de Sein im Süden des Naturparks und bewahrt sich ihren ganz eigenen Charakter. Wie Kommissar Dupin können Besucher mit der Fähre von Audierne in einer Stunde bis zur Insel Sein fahren. Oder aber – ein Tipp für seefeste Abenteurer – zusammen mit René und Agnès Savin einen ganztägigen Segeltörn aus der Überfahrt machen.

Als Kapitän auf großen Handelsschiffen hat René schon die ganze Welt gesehen. Am liebsten ist er aber zu Hause hier im Südwesten der Bretagne. Auf seinem Segelboot fährt er mit Besuchern dicht an den Steilklippen der Landspitze „Pointe du Raz“ vorbei, zeigt ihnen dann die Leuchttürme im Atlantik sowie die charmanten Eigenheiten der Ile de Sein, die er bestens kennt. Weitere Informationen unter www.bretagne-reisen.de.