Die geheimen Ecken von San Francisco: Drei weniger bekannte Viertel mit Insider-Flair

San Francisco hat weit mehr zu bieten als „nur“ die Golden gate Bridge.

San Francisco ist für seine bunten Stadtteile bekannt, die mit ihrem individuellem Charme und verschiedenen ethnischen Prägungen zum vielfältigen Stadtbild der kalifornischen Metropole beitragen. Chinatown mit seinen bunten Lampions und Pagoden, die Hippie-Hochburg Haight-Ashbury oder der als Hipster-Mekka bekannte Mission District stehen auf der To-Do-Liste der meisten San Francisco-Reisenden. Für alle, die noch tiefer in die Stadt eintauchen möchten, gibt es jedoch noch weitere Stadtviertel zu entdecken, die den meisten Touristen verborgen bleiben: Drei Alternativen für alle, die sich auch in der Ferne wie Locals fühlen möchten.

Fernost-Feeling in Japantown

Die Friedenspagode auf dem Japanese Peace Plaza. (Foto Scott Chernis)

Keine Frage, ein Besuch in Chinatown gehört zu jedem ersten Besuch in San Francisco dazu. Wer fernöstlichen Spirit jedoch mit weniger Touristen um sich herum erleben möchte, besucht das nur sechs Blocks umfassende Japantown, direkt neben dem quirligen Fillmore District gelegen. Im Herzen Japantowns liegt der Japanese Peace Plaza mit der sich aus fünf Schirmen zusammensetzenden Friedenspagode des japanischen Architekten Yoshiro Taniguchi. Sie wurde der Stadt San Francisco 1968 von den Bewohner Osakas, ihrer japanischen Schwesterstadt, geschenkt.

Chinatown steht schon lange hoch in der Gunst der Besucher.

Ein kulinarisches Highlight Japantowns ist das Ramen Yamadaya in der Buchanan Street, das zu den besten Ramen-Häusern der Stadt zählt und die würzige Nudelsuppe in verschiedenen Variationen anbietet: Die reichhaltige Tonkotsu-Brühe hat viele Fans, ein weiterer Favorit sind die Spicy Ramen. Wer lieber einen Snack für unterwegs kaufen möchte, schaut im Nijiya Market vorbei. Der direkt am Peace Plaza gelegene Supermarkt bietet eine Vielzahl japanischer Snacks to go, darunter Algensalat, Nudeln und natürlich auch Sushi. Für alle Naschkatzen ist das Belly Good Café in der Japan Center Mall der Place to be: Die bunten, als niedliche Tiergesichter arrangierten Crêpes sind nicht nur lecker, sondern machen sich auch auf Instagram besonders gut.

Ausblick von Potrero Hill auf Downtown San Francisco. (Foto Mislav Marohnic)

Die Japan Center Mall ist das Shopping-Mekka des Viertels. Hier findet sich alles von Kimonos über Bonsaibäumen zu Schwertern und Origami-Kunstwerken. Bei Daiso gibt es typisch japanisches Spielzeug, Schreibwaren, Bento-Utensilien und Leckereien. Wem das Shoppen zu anstrengend wird, der macht eine Pause im Kabuki Springs and Spa und genießt eine Massage oder entspannt in den Saunen und Dampfbädern, bevor es abends dann zum Feiern weiter geht: Im Festa in der Post Street sorgen Karaoke und Sake-Cocktails für eine gelungene Party.

Hayes Valley: Entspanntes Shopping-Paradies

Beliebter touristischer Hotspot ist die berühmte Fisherman’s Wharf.

Als absoluter Geheimtipp in Sachen Shopping hat sich Hayes Valley in den letzten Jahren etabliert. Das Viertel rund um die belebte Hayes Street ist vor allem bei Locals zum Einkaufen, Essen gehen und Flanieren sehr beliebt. Hier finden sich viele kleine Boutiquen mit coolen Designer-Labels, wie beispielsweise Cary Lane in der Laguna Street, das internationale Designermode zu Discount-Preisen anbietet und schon viele San Franciscans in einen Shopping-Rausch versetzt hat. Auf der Hayes Street liegt die Boutique von Amour Vert – das nachhaltige Modelabel produziert in Kalifornien und verwendet ausschließlich zertifizierte Bio-Materialien für seine schlichten, aber eleganten Kleider.

Die Seelöwen im Hafen sind längst zu einer lebendigen Attraktion geworden.

Wer nach dem Shoppen Hunger hat, dem werden im hippen Restaurant Souvla in der Hayes Street griechische Fleisch-Spezialitäten und Wein und zum Nachtisch ein Frozen Greek Yoghurt serviert. Als süße Alternative lockt der Reispudding im Loving Cup in der Octavia Street, mit köstlichen Toppings wie Salzkaramell oder in Rum eingelegten Rosinen. Und wer am liebsten draußen ist, besucht einen der Biergärten oder Foodtrucks an der Kreuzung Hayes und Octavia Street.

Portrero Hill, ruhiges Gastro-Mekka mit Aussicht

Auch die Fahrt mit dem Cable Car ist ein Muss.

Allein schon das Wetter macht Portrero Hill zum Lieblingsort vieler Locals: Der im Osten der Metropole liegende Stadtteil zählt zu den sonnigsten Gebieten der häufig nebelverhangenen Stadt. Umso besser lassen sich in der an den Mission District grenzenden Wohngegend die atemberaubenden Ausblicke über den Financial District und die Bucht genießen, auch wenn dazu einige steile Straßenzüge erklommen werden müssen.

Die steilen Straßen sind ein Markenzeichen der kalifornischen Supermetropole.

Mit seinen bunten, sich an den Hang schmiegenden Häusern erweckt Potrero Hill eher den Eindruck eines kleinen Ortes als eines Stadtteils, aber dennoch warten hier viele kulinarische Schätze darauf, entdeckt zu werden. Vor allem auf der 18th Street tummelt sich eine Vielzahl von Restaurants und Cafés mit internationaler Küche. Den besten Ausblick genießt man zwischen vielen Locals im Bloom’s Salon – im sonnigen Patio lässt es sich wunderbar mit einem kalten Bier auf die Stadt schauen. Wer die französische Küche liebt, bestellt im Chez Maman Zwiebelsuppe, Muscheln, Schnecken oder Crêpes.

Kulinarische Genüsse aus aller Welt

Die Skyline wird dominiert von der weithin sichtbaren Transamerica Pyramid.

Typisch amerikanisch geht es dagegen im Mac Daddy zu: Hier stehen Macaroni and Cheese-Variationen auf der Karte. Im Mochica werden peruanische Spezialitäten wie Empanadas oder Ceviche serviert, dazu gibt es Pisco Sour. Das Pera nimmt seine Gäste mit auf eine Reise ans östliche Mittelmeer: Mit Moussaka, Kebab, Baklava und Humus ist es nicht nur mittags und abends, sondern auch zum Brunch ein absoluter Geheimtipp. Zu den Brunch-Hot-Spots San Franciscos zählt auch das Plow, das Frühstück aus saisonalen und regionalen Zutaten zaubert.

Auch prachtvolle Holzhäuser sind heute noch reihenweise in San Francisco zu finden.

Für Bierliebhaber lohnt sich ein Besuch der Anchor Steam Brewing Company. Die erste und älteste Craft-Bier-Brauerei Amerikas stammt aus der Zeit des kalifornischen Goldrausches und stellt bis heute handgebraute Biere her. Touren und Verköstigungen werden täglich angeboten. Weitere Informationen unter www.sftravel.com/de.

Mortimer

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