Von 2. Januar 2017 Mehr →

Bayerischer Wald: Winterzauber abseits der Pisten

Im Bayerischen Wald zeigt sich der Winter mitunter von seiner prächtigsten Seite. (Foto Landkreis Cham)

Winterspaß ohne Brettl – auch abseits der Skipisten und Loipen bietet der Bayerische Wald viele Möglichkeiten, einen erholsamen und abwechslungsreichen Winterurlaub zu erleben. Fackelwanderungen und Pferdeschlittenfahren statt rasanter Abfahrten. Icebiking und Wildnistouren anstelle von Langlauf – von Langeweile keine Spur. Die milden und sonnigen Winter im Mittelgebirge des Bayerischen Waldes haben ihren eigenen, ganz besonderen Reiz – ergeben sich doch zahlreiche Möglichkeiten, die frischen Wintertage actionreich im Freien zu verbringen.

Winter auf zwei Rädern im Bayerischen Wald

Der Bayerische Wald ist eine Raddestination für jede Wetterlage. Wie wäre es beispielsweise mit Icebiking? Die Trendsportart erfordert eine gewisse Portion Mut und Neugierde, belohnt dafür aber mit viel Adrenalin und grenzenlosem Spaß. Wer einmal mit einem der dickbereiften Mountainbikes über Schnee und Eis gejagt ist, der wird garantiert zum Wiederholungstäter. Die entsprechende Ausrüstung kann direkt vor Ort in Frauenau geliehen werden – wertvolle Tipps für Anfänger und Infos zu den schönsten Strecken inklusive.

Auch Gipfelstürmer kommen beim Winterwandern wie hier am Osser Gipfelkreuz voll auf ihre Kosten. (Foto Rudi Simeth)

Doch auch auf trockenem Untergrund lässt sich die Winterstimmung in der Bergwelt des Bayerischen Waldes vom Mountainbike aus entdecken und erfahren. Die hügelige Waldlandschaft rund um Furth im Wald, im Hohenbogenwinkel und im Waldmünchner Urlaubsland lockt mit 700 Kilometern traumhafter Strecken entlang der bayerisch-böhmischen Grenze. Ein weiterer Hotspot für Mountainbiker ist die Region Arberland. Über 40 GPS-erfasste und zertifizierte Touren auf 1.300 Kilometern lassen Radsportherzen höherschlagen. Sankt Englmar, das älteste Mountainbike-Zentrum Deutschlands, bietet ein 300 Kilometer umfassendes Netz an Berg-Radwegen. Wer etwas mehr Sicherheit oder Insiderwissen der Einheimischen sucht, der sollte mit einem der erfahrenen Guides auf Tour gehen.

Winteraktivitäten wie im Märchen

Der Winter im Bayerischen Wald kann zugleich aufregend-wild und wohlig-sanft sein. Welche Seite die Gäste auch bevorzugen, bei zahlreichen Aktivitäten lassen sich je nach Laune verschiedene Facetten kennen lernen. Wer das Winterwandern einmal für sich entdeckt hat, der wird schnell von der Ruhe und der Schönheit der scheinbar schlafenden Winterwelt in den Bann gezogen. Raureifbedeckte Astgespinste, die von der tiefstehenden Sonne gekitzelt werden, die kalte Luft, die in kleinen Wölkchen aufsteigt und die knirschenden Schritte auf dem gefrorenen Boden fügen sich zu einem harmonischen Bild. Gerade im Naturpark Oberer Bayerischer Wald sind geräumte Wanderwege von leicht bis anspruchsvoll und in unterschiedlichen Weglängen zu finden.

Im Nationalpark Bayerisccher Wald tummeln sich stattliche Rothirsche. (Foto G. Dengler)

„Von der Wildnis lernen, Wildtiere entdecken, Wildnis erkunden“ lautet das Motto des Nationalparks Bayerischer Wald. Wer Abenteuer und einen Hauch von Wildnisromantik sucht, der wird auf einer der Ranger-geführten Touren mit Sicherheit fündig. Unter fachkundiger Anleitung lässt sich der Winterwald von bislang unbekannter Seite entdecken. Besonders reizvoll und nebenbei ein Highlight für Kinder, ist ein Besuch des Tierfreigeländes. Hier erfahren die Besucher, wie Wölfe, Luchse und Bären den Winter verbringen.

Romantische Abend- und Fackelwanderungen

Während im Frühjahr und Sommer stimmungsvolle Sonnenaufgangswanderungen vor allem Frühaufsteher raus aus den Federn und rauf auf den Gipfel locken, sind es im Herbst und Winter romantische Abend- und Fackelwanderungen, die für unvergessliche Urlaubserlebnisse sorgen. Dabei darf eine gemütliche Einkehr mit fröhlicher Musikeinlage und herzhaften regionalen Schmankerln auf keinen Fall fehlen.

Traumhaftes Winterpanorama. (Foto Landkreis Freyung-Grafenau)

Wer den Winter von seiner zarten Seite erleben will, der begibt sich am besten mit seinen Lieben auf eine romantische Pferdeschlittenfahrt. Während die muskelbepackten Körper der anmutigen Tiere in der kalten Luft dampfen, sitzt es sich in kuschelige Decken warm eingepackt auf den gut gepolsterten Bänken der Schlitten hervorragend. Zeit zum Träumen, wenn die angezuckerte Winterlandschaft langsam vorbeigleitet, nur untermalt von dem Wiehern der Pferde und dem sanften Geräusch der Kufen im Schnee. In der Bärenstadt Grafenau steigt man bei Schneemangel einfach auf eine Kutsche um.

 Entspannung auf höchstem Niveau

„Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es“, wusste bereits der Dichter Gottfried Keller. Von besagter Unruhe ist im Bayerischen Wald allerdings nichts zu spüren. Bekannt als eine der führenden Wellness-Destinationen in Deutschland, steht die Region für unverfälschten Naturgenuss und Entspannungsurlaub der Spitzenklasse. Immer mehr Gäste wissen diese kostbaren Momente jedes Jahr zu schätzen und suchen Erholung im größten Waldgebiet Mitteleuropas. Weite Bekanntheit erlangt haben die Sole-Glasgrotten, Sprudelwannen, Salzstollen und Saunen der etwa 60 Vier- und Fünf-Sterne-Hotels.

Erholungs- und Wellness-Jünger kommen im Bayerischen Wald voll auf oihre Kosten. (Foto Andreas Hub)

Der Winter im Bayerischen Wald ist so abwechslungsreich wie die Natur selbst. Die Herzlichkeit der Einheimischen, der Mut, Neues zu wagen und die Schönheit der Landschaft machen die Region zu einer Urlaubsdestination der Extraklasse. Dabei könnte man fast vergessen, dass man hier bei guter Schneelage auch Skifahren kann. Aber das ist ja beinahe schon Schnee von gestern. Weitere Informationen unter www.ostbayern-tourismus.de und unter www.bayerischer-wald.de.

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