Von 1. November 2011 Mehr →

Weinseliges aus Nova Scotia

Nova Scotia ist in Genießerkreisen vor allem für den fangfrischen Hummer bekannt, den man das ganze Jahr über serviert bekommt. Auf kulinarischer Seite spielt aber auch der Weinanbau in der Region eine immer wichtigere Rolle. Denn das maritime Klima und der nährstoffreiche Boden einiger Gegenden bieten hervorragende Bedingungen für den Weinanbau – mancherorts werden sogar Parallelen zur Champagne in Frankreich gezogen. Da verwundert es nicht, dass es in Nova Scotia bislang 15 Weingüter gibt, viele konnten bei nationalen Wettbewerben bereits Auszeichnungen erlangen. Am beliebtesten sind die Weiß- und Eisweine, besonderes Aufsehen erregte zuletzt aber der Sekt namens Benjamin Bridge Brut Reserve des gleichnamigen Weingutes.

Vor zehn Jahren gründete Gerry McConnel das Weingut Benjamin Bridge im Gaspereau Valley und in 2004 wurden die ersten Flaschen des hauseigenen Sektes eingelagert. Um eine Qualität zu erreichen, die dem Vorbild des Champagners entsprechen soll, muss der Sekt mehrere Jahre lagern, so dass die ersten Flaschen Ende 2010 in lokale Restaurants und in den Handel gingen – mit großem Erfolg. Ein Redakteur der Zeitung „The Globe and Mail“ bescheinigt dem Benjamin Bridge Brut Reserve, einer der besten Weine Kanadas zu sein. Will man eine der begehrten Flaschen kaufen, muss man allerdings nach Nova Scotia reisen, denn vorerst ist der Sekt nur dort erhältlich. Jedoch wurde die Produktion in 2010 auf 10.000 Flaschen aufgestockt. Dieser Jahrgang reift nun in den Kellergewölben des Winzers und kann in fünf Jahren hoffentlich die Begeisterung über seine Vorgänger wieder aufleben lassen.  Weitere Informationen unter www.winesofnovascotia.ca.

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