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Streifzug durch Ungarns Hauptstadt Budapest

Budapest, CopyrightKarsten-Thilo RaabIn Ungarns Hauptstadt Budapest ziehen nicht von ungefähr prachtvolle Jugendstil-Villen und –Paläste mit ihren reich verzierten Fassaden und Hauseingängen Kultur-Touristen in ihren Bann. Die traditionelle Jugendstil-Tour durch die Donau-Metropole endet in einem Jugendstil-Café an der Andrássy-Straße, der Prachtstraße der Hauptstadt. Nicht weit davon entfernt befinden sich das Opernhaus, das Ballettinstitut und die neu renovierte Musikakademie. Flanieren Urlauber die Andrássy-Straße entlang, gelangen sie zum neu eröffneten Goldmuseum – einer privaten Sammlung von Kunstgegenständen aus Gold, die vorwiegend aus Südostasien stammen. Nicht weit entfernt steht das Haus des Terrors, das an die Herrschaft der Pfeilkreuzler und an den Sozialismus in Ungarn erinnert.

Wer sich für den Sozialismus interessiert und einen Rückblick hinter den „Eisernen Vorhang“ werfen möchte, sollte den Memento Park besuchen. Dort sind die Denkmäler ausgestellt, die in den Jahren des Sozialismus die öffentlichen Plätze Budapests schmückten. Diese Retrotour wird speziell dann zum Erlebnis, wenn man sie in einem Trabi unternimmt.

Budapest, CopyrightKarsten-Thilo RaabDer „ungarische Champs–Élysées“ endet auf dem Heldenplatz, wo sich auch das bedeutende Museum der Bildenden Künste befindet. Bis einschließlich Februar 2013 gastiert dort eine Ausstellung des französischen Malers Cézanne. Weitere Highlights im Museum der Bildenden Künste ist die Ausstellung „Von Caravaggio bis Canaletto – zwei Jahrhunderte italienische Kunst“, die zwischen 25. Oktober 2013 und 16. Februar 2014 zu sehen ist. Ab dem 28. Oktober 2014 ist die Ausstellung „Rembrandt und das holländische Goldene Zeitalter“ geplant, die bis zum 15. Februar 2015 geöffnet sein wird.

Nach so viel Kunst taucht man am besten wieder in das heutige Ungarn ein, indem man die älteste U-Bahn des europäischen Kontinents nutzt, um zum Vörösmarty Platz zu fahren. Dort steht das Szamos Gourmet-Haus, das gleichzeitig Konditorei, Café und Schokoladenmanufaktur ist. Neben einer klassischen Auswahl französischer und aus der k. u. k.-Küche stammender Süßigkeiten gibt es hier den zweitgrößten Schokoladenbaum der Welt sowie ein lebensgroßes Marzipanmädchen aus 70 Kilogramm Marzipan zu bewundern.

Budapest, CopyrightKarsten-Thilo RaabWer Ungarn von seiner kulinarischen Seite kennen lernen möchte, der sollte außerdem das „Erste Strudelhaus von Pest“ aufsuchen. Dort wird Strudel nach altem Originalrezept hergestellt. Besucher können unterschiedliche Strudel-Variationen kosten, die Geheimnisse der Herstellung erfahren und bei der Strudelziehung selbst mitmachen. Ein Kurzfilm auf Deutsch gibt außerdem umfassende Informationen zu Budapest.

Budapester Lokale erhalten immer öfter internationale Auszeichnung für ihre hervorragende Küche. Zuletzt zeichnete „The Daily Meal“ zwei Restaurants der ungarischen Hauptstadt – das Csalogány  26 (Träger der Kochmütze vom Gault Millau Österreich) und das Onyx (ein Michelin Stern) – aus.

Auf der anderen Seite der Donau, in Buda befindet sich eines der imposantesten Zeugnisse der ungarischen Vergangenheit, das historische Burgviertel mit dem majestätischen Burgschloss, das zum Unesco Welterbe zählt. Wer Budapest im Sommer besucht, sollte sich Zeit nehmen für einen erfrischenden Zwischenstopp im Fröccs-Hof, wo gekühlte Weinschorle – sogenannter Fröccs (Gespritzter), ein Lieblingsgetränk der Ungar – in unterschiedlichen Mischungen ausgeschenkt wird. Näheres unter www.ungarn-tourismus.de.

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