
Wer glaubt, das Garda Trentino bereits vollständig zu kennen, erlebt in dieser Saison eine überraschende Wendung. Abseits der bekannten Klassiker öffnen sich im Hinterland neu aufbereitete Routen, stille Naturrefugien und geschichtsträchtige Pfade, die eine ungewohnt entschleunigte Perspektive auf die Region ermöglichen. Besonders für Gravel-Neulinge, die Wert auf Ruhe und landschaftliche Harmonie legen, erweist sich das Val di Gresta als idealer Ausgangspunkt. Die Santa Barbara Gravel Tour erschließt das gesamte Tal zwischen Monte Stivo und Monte Biaena und führt von Mori aus über weitgehend verkehrsarme Schotter- und Nebenstraßen bis hinauf zum Passo Santa Barbara. Mit moderaten Steigungen entlang landwirtschaftlicher Wege und einem insgesamt leichten bis mittleren Anspruch bietet die Runde beste Voraussetzungen für genussorientierte Fahrerinnen und Fahrer.
Monte dei Pini: Historie trifft Panorama

Zwischen bekannten Highlights wie dem Ponale- oder Tremalzo-Weg verbirgt sich zudem ein echter Geheimtipp: der Monte dei Pini Trail. Die Rundtour startet in Pieve di Ledro und verbindet eindrucksvolle Aussichtspunkte über den See mit historischen Relikten aus dem Ersten Weltkrieg. Der Einstieg erfolgt über breite Wege in Richtung Monte dei Pini, bevor die Route in alte Militärpfade übergeht. Technisch bewegt sich die Strecke im mittleren Bereich und kombiniert flüssige Singletrails mit wurzeligen und felsigen Abschnitten, die Konzentration verlangen.
Neu definierter Flow am Lago di Tenno

Deutlich fordernder präsentiert sich die neu restaurierte Variante Rancion im Gebiet von Tenno. Die Garda Rangers haben den historischen Pfad umfassend überarbeitet und ihm eine klare Linienführung verliehen, ohne den ursprünglichen Charakter zu verfälschen. Herausgekommen ist eine harmonische Mischung aus naturbelassenem Terrain und modernem Flow, die die Variante Rancion zu einem der spannendsten neuen Abschnitte der Saison macht. Der Einstieg liegt oberhalb des Lago di Tenno, von wo aus sich der Trail durch Waldpassagen und Verbindungswege bis nach Ville del Monte schlängelt. Der technische Anspruch reicht von mittel bis anspruchsvoll und richtet sich an alle, die Abwechslung und dynamischen Fahrspaß suchen.
Gold-Level für ein einzigartiges Trailnetz

Garda Trentino setzt zudem ein internationales Ausrufezeichen: Als erste Destination weltweit wurde die Region mit dem Gold-Level des International Trail Rating System (ITRS) ausgezeichnet. Das Bewertungssystem analysiert Mountainbike-Strecken anhand objektiver Kriterien wie technischer Schwierigkeit, Charakteristik, Exposition und Wildnisfaktor und unterstützt Destinationen bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Trailnetze. Seit der Einführung im Jahr 2022 wurden im Garda Trentino rund 1.500 Kilometer MTB-Routen klassifiziert – ein Meilenstein für alle, die Wert auf transparente und verlässliche Trailbewertungen legen. Weitere Informationen unter www.gardatrentino.it/radwelt.

Mortimer
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