Großes Pistenvergnügen im Kaunertal

Kaunertal
Der Gletscher im Kaunertal steht für echtes Freeride-Vergnügen, es locken 36 Kilometer Variantenabfahrten. – Foto:  TVB Tiroler Oberland/Daniel Zangerl

Schon im Herbst wird auf dem Kaunertaler Gletscher in Tirol traditionell der Winter begrüßt. Breite Gletscherpisten auf Naturschnee warten auf die Skifahrer. Insgesamt gibt es 55 Pistenkilometer abzufahren, dreimal geht es rauf auf über 3.000 Meter – und das schneesicher von Oktober bis Mai. Auch Anstehen an den Liften braucht keiner, dank der modernen Falgin-, Karles- und der Weißseejochbahn. Dazu ist das Skigebiet zu 100 Prozent barrierefrei.

Wedeln auf dem Gletscher und der steilsten Piste

Im Skigebiet des Kaunertaler Gletscher gibt es die steilste Piste Österreichs. Die Black Ibex ist mit 87,85 Prozent Gefälle steiler als die Mausefalle auf der legendären Streif in Kitzbühel (85 Prozent). Die Black Ibex ist etwas für echte Draufgänger. Insgesamt erwarten die Skifahrer  36 Kilometer Variantenabfahrten und 138 Hektar Pistenfläche. Die längste Abfahrt geht mit einer Länge von fünf Kilometern bei einem Höhenunterschied von 963 Metern vom Falginjoch (3.113 Meter) bis zur Ochsenalm (2.150 Meter).

Ressourcenschonender Skibetrieb

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Traumhafter Blick vom Gletscher ins Kaunertal und auf den Gepatschstausee. – Foto: TVB Tiroler Oberland/Severin Wegener

Im letzten Dezember wurde die neue Weißseejochbahn am Kaunertaler Gletscher in Betrieb genommen. Die neue Bahn führt von der Mittelstation der Ochsenalmbahn (2.494 Meter) auf das Weißseejoch (3.044 Meter). Sie wurde mit einem energieeffizienten Direktantrieb ausgerüstet, zudem verfügt das Stationsgebäude, wie auch das der Karlesjochbahn, über eine neue Photovoltaik-Anlage. So werden 40 Prozent des Energiebedarfs für den Betrieb der Bergbahnen abgedeckt. Überhaupt stammt der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Bei der windstabilen Falginjochbahn wird zudem die Bremsenergie als Strom zurückgewonnen, die Abwärme der Anlage zum Heizen genutzt. Eine Kabine bietet Platz für 100 Personen, die Fahrzeit bis auf 3.113 Meter dauert nur rund drei Minuten.

100 Prozent barrierefreies Skigebiet

Egal ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Monoski – im Kaunertal ist vom Tal bis hinauf auf 3.113 Meter Höhe alles barrierefrei zu erreichen. Durch den Bau der neuen Gondelbahnen ist der Gletscher jetzt zu 100 Prozent barrierefrei und alle Gäste können ohne Einschränkungen drei Mal auf über 3000 Meter die Kaunertaler Bergwelt an der italienischen Staatsgrenze erleben. Alle Liftanlagen sowie das Restaurant sind für alle Besucher problemlos zugänglich, zur Falginjochbahn haben Monoskifahrer einen eigenen Zugang bekommen. Auch für Langläufer stehen zwei barrierefreie Kilometer zur Verfügung.

Freeriden auf feinstem Pulverschnee

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Beste Bedingungen für Langläufer: Die Naturpark- und Gletscherregion Kaunertal wurde als „Tiroler Langlaufspezialist“ ausgezeichnet. – Foto: TVB Tiroler Oberland/Martin Lugger

Hoch hinaus durch feinsten Pulverschnee. Der Kaunertaler Gletscher zählt zu den besten Freeride-Locations der Alpen. Frisch verschneite Powderhänge, strahlender Sonnenschein und noch unverspurte Abfahrten machen das Freeriden zum echten Erlebnis. 36 Kilometer Variantenabfahrten bei sieben Routen warten darauf, entdeckt zu werden. Unvergesslich ist auch die Gletscher-Safari: Mit einem Freeride-Guide stehen mindestens 4.000 Höhenmeter an Powderruns und eine Abfahrt im freien Skiraum vom Weißseejoch nach Südtirol auf dem Programm.

Skitourenpark auf dem Winterberg Fendels

Die Stille des Winters und die unberührte Schneelandschaft genießen, dafür sind die wunderschönen Skitouren auf dem Winterberg Fendels am besten geeignet. Seit Dezember 2020 gibt es den Skitourenpark mit drei Routen und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Der Skitourenpark befindet sich unweit der Bergbahnen. Jeweils eine eigene Aufstiegsroute – auf die Fendler Alm, auf die Sattelklause und zum Ochsenkopf – stehen für Skitour-Anfänger, geübte Tourengeher und Tour-Profis zur Auswahl. Auch Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten, denn Skitouren haben viele Vorteile: Beim Aufstieg genießt man die Ruhe und Schönheit der verschneiten Bergwelt Tirols. Man atmet die frische Bergluft ein und kann beim Gehen sein eigenes Tempo bestimmen.

Langlaufen, Rodeln und Winterwandern

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Antrieb mit Sonnenkraft: Das Stationsgebäude der Karlesjochbahn verfügt über eine neue Photovoltaik-Anlage. – Foto: TVB Tiroler Oberland/Severin Wegener

Auch wer keine Abfahrts-Action sucht, ist im Kaunertal bestens aufgehoben. Langläufer können sich auf ein feines Loipennetzt freuen, mit 25 Kilometern für die „Klassiker“ und 18,5 Kilometern für die Skater. Auf der Kaunertal-Loipe, die durch das ganze Tal verläuft, kann man quasi direkt vor der Hoteltür einsteigen. Absolut lohnenswert sind auch die Winter- und Schneeschuhwanderungen auf bestens geräumten Wegen. Vor allem im Naturpark Kaunertal und am Winterberg Fendels gibt es viele, meist auch barrierefreie Wanderwege. Zu den Highlights gehören die Wanderung zu den Aussichtsplattformen Adlerblick und Fendels sowie die Harberundwaderung. Auf Rodel-Fans warten Rodelbahnen im gesamten Tal. Ein absolutes Muss sind die Naturrodelbahn der Bergbahnen Fendels – stolze 4,5 Kilometer lang – und die familienfreundliche, zwei Kilometer lange Bahn in Feichten zu den Ögghöfen. Schlitten-Leihen ist an mehreren Orten möglich. Weitere Informationen unter www.kaunertal.com.

Mortimer

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