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Von 10. Januar 2015 Mehr →

Faszinierende Weltreise auf dem 8. Längengrad

Die Antarktis liegt im Klimahaus in bremerhaven nur wenige Schritte vom entfernt. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Die Antarktis liegt im Klimahaus in bremerhaven nur wenige Schritte von Kamerun entfernt. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Neun Orte, fünf Kontinente – eine Reise um die Welt kann im Klimahaus schon mal einen ganzen Tag dauern. Da Bremerhaven auf dem 8. Längengrad liegt, wird auch die Weltumrundung auf diesem Längengrad unternommen. Alles beginnt im noch recht gemäßigtem Klima der Schweiz. Im Kanton Uri erlebt man Hochgebirgsklima, kann Kühe melken und zum Gipfelkreuz aufsteigen, bevor es in einer Art Seilbahn nach Sardinien geht.

Diese italienische Insel erleben die Besucher aus der Perspektive eines Käfers. Riesige Grashalme türmen sich rechts und links auf, eine Coladose entpuppt sich als begehbare Windmaschine. Je nach Windstärke flattern die weißen Bettlaken wilder um die Besucher herum.

Auch ein Hauch von Südsee lässt sich im Bremerhavener Klimahaus erleben. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Auch ein Hauch von Südsee lässt sich im Bremerhavener Klimahaus erleben. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Weiter geht es nach Niger, wo die Weltreisenden ob des trockenen, warmen Klimas unweigerlich ins Schwitzen geraten. Staubig ist die Luft, die Wüste lässt unweigerlich über Dürren nachsinnen. In Kamerun gilt es dann, mittels einer wackeligen Hängebrücke ein Gewässer zu überqueren, das der Flusslandschaft des Korup Nationalparks nachempfunden ist. Und das bei dem feuchtheißem Klima des Regenwaldes.

Dass dieser die wahre Schatzkammer unseres Planeten ist und der Mensch nur einer von vielen Lebewesen zwischen feuchtem Boden, Farnen und Himmel, erfährt auf nachdrückliche Art und Weise, wer sich seinen Weg durch den Regenwald bei Nacht bahnt. Einem Irrgarten gleich geht es auf weichem Grund auf und ab, auf verschlungenen Pfaden vorbei an Pflanzen, die durchs Haar streifen. Kommt die Gänsehaut davon oder von dem Gebrüll, dass deutlich hinter der nächsten Ecke zu vernehmen ist?

Der Strahlkraft der Sterne  kann sich beim Gang durch die Klimazonen der Erde niemand entziehen. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Der Strahlkraft der Sterne kann sich beim Gang durch die Klimazonen der Erde niemand entziehen. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Wie gerufen kommt als nächstes das erfrischend in blau Tönen gehaltene Café „Südwärts“ für einen Einkehrschwung in den Blick. Frisch gestärkt können die Besucher dann aufbrechen zur Expedition durch die Antarktis. Nach so viel heißen Ländern erscheint die Aussicht auf Eis, Kälte und Schnee mehr als verlockend.

Nicht nur fremdartige Skulpturen lassen sich im Klimahaus von den kleinen Besuchern bestaunen. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Nicht nur fremdartige Skulpturen lassen sich im Klimahaus von den kleinen Besuchern bestaunen. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Aber kaum hat man den großen Eissaal betreten, pfeift auch schon der eisige Wind durch das T-Shirt und um die Nase. Ein kurzer Blick auf das Zelt der Polarforscher – eine Hand prüfend auf den echten Schnee gelegt – und nichts wie raus aus der menschenfeindlichen Kälte. Wer noch mal zurück will ohne zu frieren, der kann sich in der Polarstation mit Original Polarausrüstung wie Anzug und Handschuhen ausrüsten und erneut in die Kälte aufbrechen.

Wie viel menschenfreundlicher erscheint dann das nächste Reiseziel: Samoa! Das Klima feucht-warm, die Schluchten bis zum hohen Himmel grün überwuchert. Die Dorfszene aus typischen Wohnhäusern der Samoaner wirkt wie aus einem Kitschfilm – weißer Sand, ein Kanu, das am Ufer des türkisen Meeres liegt. Als Besucher führt der Weg direkt in die Fluten hinein – und das trockenen Fußes. Ein spannender Blick in die Unterwasserwelt macht schnell klar: Auch unter der Meeresoberfläche zeigt sich Flora und Fauna hier äußerst fotogen. Die Großaquarien bilden sicher das meist abgelichtete Fotomotiv im Klimahaus.

Das Abenetuer Dschungel wirkt ein wenig so, als gäbe es kein zurück. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Das Abenetuer Dschungel wirkt ein wenig so, als gäbe es kein zurück. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Besonders deutlich spürt die nächste Station der Reise, die abgelegene Insel Gambell zwischen Sibirien und dem amerikanischen Kontinent, die Auswirkungen des Klimawandels. Die Einwohner, die Yupik, leben seit Menschengedenken von der Wal- und Robbenjagd. Schließlich nutzen viele Tierarten die Insel als Rast- und Sammelpunkt. Klimahaus-Besucher können sich der Lebenswelt der Yupik annähern und die Dimensionen der Walknochen bestaunen.

Gegen Ende der Ausstellung heißt es, sich auf einer Hallig niederzulassen, um die rundherum das Wasser steigt. Land unter – Das winzige Fleckchen Erde ist vom Wasser eingeschlossen!

Direkt am Hafen gelegen: das faszinierende Klimahaus in Bremerhaven. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Direkt am Hafen gelegen: das faszinierende Klimahaus in Bremerhaven. (Foto Ulrike Katrin Peters)

Fazit: Ein Tag im Klimahaus ist für Erwachsene und Kinder aller Altersstufen eine lohnende Angelegenheit. Während die ganz Kleinen es genießen, im Wüstensand zu graben, erfahren die älteren Kids eine Menge über unsere Erde und nicht nur Erwachsene lernen, wie stark die Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben aller Menschen, Tiere und Pflanzen des Erdenrunds sind.

Da der „Zoo am Meer“ und mit dem Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven ein weiteres Museum der Spitzenklasse zu finden sind, sollte, wer von weiter weg anreist, gleich zwei oder mehr Tage für seinen Aufenthalt in Bremerhaven einplanen.

Informationen: Klimahaus Bremerhaven, Am Längengrad 8, 27568 Bremerhaven, www.klimahaus-bremerhaven.de.

Archiviert unter Topthema, Bremen, Deutschland