Faszination Herbstzauber in der Lüneburger Heide

Zahlreiche Rundwege führen Wanderer durch die violette Landschaft der Lüneburger Heide. (Fotos: djd)
Zahlreiche Rundwege führen Wanderer durch die violette Landschaft der Lüneburger Heide. (Fotos: djd)

Hier und da strahlt noch das sommersatte Violett der Heide, dazwischen leuchtende Wälder in Knallrot und Orange – der Herbst verwandelt die Lüneburger Heide jetzt in ein prächtiges Farbenspiel und ist die schönste Zeit für ausgedehnte Wanderungen und Radtouren.

Mehr als 30 Radwege führen durch das Naturschutzgebiet im Nordosten Niedersachsens, darunter auch mehrere Fernwege. Am besten kann man einfach losradeln und sich treiben lassen. Zum Beispiel von Mühle zu Mühle oder zu den alten Höfen in der Heide.

Idealer Ausgangspunkt ist beispielsweise das Städtchen Schneverdingen. Hier startet unter anderem die Route „Durch den Naturpark“ auf rund 35 Kilometern rund um den Wilseder Berg. Sie verbindet die Highlights der Heide miteinander, darunter den Heidegarten und das Landschaftsschutzgebiet Höpen.

Das Fahrrad abstellen und die Natur genießen - dafür sollten sich Heide-Urlauber immer wieder Zeit nehmen.
Das Fahrrad abstellen und die Natur genießen – dafür sollten sich Heide-Urlauber immer wieder Zeit nehmen.

Speziell Familien sollten einen längeren Stopp im Waldpädagogikzentrum Haus Ehrhorn einlegen und mit Förster Knut Sierk auf Entdeckungstour durch den Lebensraum Wald gehen. Am Fuße des Wilseder Berges wartet dann das Dörfchen Wilsede mit seinem Heidemuseum „Dat ole Huus“.

Auf dem letzten Abschnitt der Tour führt der Spitzbubenweg zurück nach Schneverdingen. Falls unterwegs die Beine müde werden, springt der Heide-Shuttle ein, eine kostenlose Buslinie, die auch ausreichend Platz fürs Fahrrad hat.

Dichter Nebel liegt am Morgen über dem 8.000 Jahre alten Pietzmoor und verwandelt es in eine geheimnisvolle Kulisse. Doch sobald die ersten Herbstsonnenstrahlen auf die Wasserflächen und Gräser treffen, erwacht die Natur zum Leben. Ein einmaliges Erlebnis für Wanderer, die gerne früh auf den Beinen sind.

Lebendige Wahrzeichen der Lüneburger Heide: die Heidschnucken.
Lebendige Wahrzeichen der Lüneburger Heide: die Heidschnucken.

Wissenswertes zur Entstehungsgeschichte und Artenvielfalt erklären die vielen Infotafeln am Rand des fünf Kilometer langen Moorerlebnisweges. Geführte Wanderungen finden mehrmals wöchentlich statt. Für Gruppen werden auch neben diesen festen Zeiten Rundgänge angeboten – von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Die Schneverdinger Gästeführer nehmen Besucher zudem gern mit zu einem Spaziergang durch ihre schöne Stadt mit dem prächtigen Heidegarten oder zu einem Ausflug in die Osterheide. Abends trifft man sich zum Klönschnack mit dem Heideschäfer am Schafstall, wärmt sich am Lagerfeuer und lässt das Erlebte Revue passieren. Dabei kann man in Ruhe überlegen, zu welchem Heide-Highlight der Weg am nächsten Tag führen soll.

Mit dem Pferd durch die Lüneburger Heide

Reiter finden in der Lüneburger Heide abwechslungsreiche Strecken und zahlreiche Bett & Box-Angebote.
Reiter finden in der Lüneburger Heide abwechslungsreiche Strecken und zahlreiche Bett & Box-Angebote.

Sandige Böden, ebene Flächen und die abwechslungsreiche Natur machen die Lüneburger Heide auch für Pferd und Reiter zu einem spannenden Urlaubsziel. Über 600 Kilometer bestens ausgebaute Wege wurden angelegt und auch geeignete Unterkünfte mit Bett und Box sind leicht zu finden. Neben den allgemeinen Reitwegen verlaufen speziell um Schneverdingen auch feste Touren, zum Beispiel die „Heidekronen-Route“. Weitere Informationen unter www.schneverdingen-touristik.de. (djd/pt). 

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Mortimer

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