Derry – Europas Halloween-Hochburg

Man rühre turbulente Geschichte ins Hexengebräu, füge Feenmärchen, Folklore und Legenden von Kobolden, Riesen und verrückten Zwergen hinzu – und schon hat man alles beisammen, um sich das irische Halloween-Festival in den lebhaftesten Farben auszumalen. Seine Tradition ist bis heute im ganzen Land lebendig. Uralte keltische Rituale, traditionelle Gebräuche, christlicher Glaube und nicht zuletzt der typisch irische „craic“ sind im Laufe der Zeit zu dem zusammengewachsen, was die Iren heute als Halloween feiern. Europas größtes Halloween-Fest findet unbestritten im nordirischen Derry statt. Vom 29. bis zum 31. Oktober wirft sich die halbe Stadt in die wildesten Kostüme und geht auf spukige Nachtprozessionen. Und aus der halben Welt strömen rund 40.000 Halloween-Fans durch die Straßen und Gässchen. Auch die berühmten alten Stadtmauern werden von kreischenden Hexen, boshaften Vampiren und grässlichen Gespenstern heimgesucht. Der „Banks of the Foyle Halloween Carnival“ in Derry feiert in diesem Jahr sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Auf dem Programm stehen auch klassische Musik, ein „spuktakulärer“ Festumzug und ein gewaltiges Feuerwerk in der Halloween-Nacht.

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Karsten-Thilo Raab: Irland und Nordirland – Auf den Spuren von Heiligen, Dichtern und Denkern, Morstadt Verlag, ISBN 978-3-88571-325-8