Bahamas-Feeling gegen Lockdown-Blues

Bahamas
Nicht nur die berühmten schwimmenden Schweine fühlen sich sauwohl auf den Bahamas.

Geheimagenten und Juwelenräuber, Schatzsucher und Piratenfürsten, Delfinflüsterer oder Haitaucher – dieses cineastische Personal hat eine Gemeinsamkeit: Sie alle wurden vor der Traumkulisse der Bahamas in Szene gesetzt. Gegen einen möglichen Lockdown-Blues und als Abwechslung zum Serienmarathon an langen Winterabenden empfehlen wir: Movies featuring the Islands of the Bahamas!

Die Klassiker: James Bond

Nicht nur das alte Bootshaus wurde für die Bond-Abenteuer in Szene gesetzt.

Im Dienste Ihrer Majestät führt es den berühmtesten aller Geheimagenten immer wieder in die Inselwelt der Bahamas. Auch Daniel Craig feierte seinen Einstand als James Bond in „Casino Royale“ unter anderem in der Hauptstadt der Bahamas, Nassau. Unverkennbar für die Bond Fans unter den Bahamas Besuchern: der „One & Only Ocean Club“ mit seiner eleganten Auffahrt, James Bonds Strandvilla und natürlich die Bar, in der Bonds Lieblingsdrink, der legendäre Vesper, originalgetreu wie im Film serviert wird.

Schmackhafte Legende: der aus den Bond-Filmen bekannte „Vesper“.

Der Ocean Club liegt am Cabbage Beach, einer der schönsten Strände der Bahamas und grenzt an weitere ikonische Film-Locations: das Atlantis Resort und Paradise Beach, beide bekannt aus „Feuerball“ mit Sean Connery aus dem Jahr 1965. Die bekannte Kampfszene aus Feuerball (Thunderball) wurde am Thunderball Riff in der Nähe von Rose Island gedreht. Weitere Unterwasseraufnahmen entstanden in der Inselwelt der Exumas mit ihren 360 Inseln und Cays.

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Auch die Traumstrände des Inselsaats dienten als filmische Kulisse.

Auch für „Der Spion der mich liebte“ mit Roger Moore sowie „Sag niemals nie“ mit Sean Connery bildeten die Bahamas einen Teil der prachtvollen Kulissen. Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen – oder auch einfach nur zusammenfassen mit den Worten von Q, als er von Bonds Einsatzort erfährt: „The Bahamas – lucky bloody you“!

Die Kultigen: Pirates of the Caribbean

Einst galten die Bahamas als eine Hochburg der Piraterie.

Auch die Geschichte der Piraten ist untrennbar mit jener der Bahamas verbunden. Die seichten Küstengewässer der 700 Inseln, zahlreiche Riffe und die Nähe zu den Seewegen englischer, französischer und spanischer Handelsschiffe machten den gesetzlosen Seefahrern das Leben leicht. In der Hochzeit der Piraterie, vom späten 17. bis zum 18. Jahrhundert, lebten in Nassau, der heutigen Hauptstadt des Inselstaates, rund 3.000 Piraten – so viele, wie nirgendwo anders auf der Welt.

Kleine Buchten laden nicht nur zum Baden ein, sondern dienten einst den Seeräubern als Versteck.

Kein Wunder also, dass auch Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik hier sein Unwesen treibt. Die Kampfszenen zu Beginn und am Ende auf der „Isla Cruces“ wurden auf den Bahamas gefilmt, Drehort war das kleine, abgeschiedene Archipel White Cay mit seinen blendend weißen Sandstränden, ca. 50 Kilometer per Schiff von der Hauptinsel New Providence entfernt.

Kleine Inseln und traumhafte Strände locken scharenweise Filmemacher an.

Übrigens: Hauptdarsteller Johnny Depp verwirklichte sich nach den Dreharbeiten den Traum von der eigenen Insel und erwarb „Little Halls Pond Cay“ inmitten der Exumas.

Die Gefühlvollen: Die Delfinflüsterin

Ein tierische Vergnügen ist die Begnung mit Delfinen vor Blue Lagoon Island.

Familienunterhaltung fürs Herz – auch in dieser Kategorie kann der Drehort Bahamas durchaus mithalten. In „Die Delfinflüsterin“ beispielsweise wird ein real existierendes Forschungsprojekt über die Kommunikationsform der Delphine auf Grand Bahama Island gezeigt, das in der Tauchbasis und Delfinstation UNEXSO betreut wurde. Eingebettet in eine gefühlvolle Vater-Tochter Geschichte über das Erwachsen-Werden und die heilende Wirkung einer Freundschaft zwischen Mensch und Delfin ist dieser Film perfektes Home Entertainment für die ganze Familie.

Eine Besonderheit der Bahamas sind die schwimmenden Schweine.

Ebenso wie unser zweiter Tipp in dieser Kategorie: „Wind Jammers“. Ebenfalls eine Vater-Tochter Geschichte, die damit beginnt, dass ein alleinerziehender Vater mit seiner Teenage-Tochter auf die Bahamas zieht. „It is better in the Bahamas“ versucht er sie zu überzeugen, aber ihre Liebe zur neuen Heimat erwacht erst, als sie das Segeln für sich entdeckt – und damit diese atemberaubende Wasser-Welt. Ein Film zum gemeinsamen Wegträumen aus unserem Winter-Grau.

 Gemeinsame Geheimsache: After the Sunset

An traumhaften Sonnenuntergängen mangelt es natürlich nicht.

Auch große Hollywood Stars werden gerne in der Traumkulisse der Bahamas in Szene gesetzt. Pierce Brosnan, zum Beispiel, in „After the Sunset“ wieder einmal unwiderstehlich als eleganter Meisterdieb. Nach einem letzten großen Coup setzt er sich mit seiner Partnerin, gespielt von Salma Hayek, auf den Bahamas zur Ruhe. Juwelendiebe im Ruhestand, das funktioniert immerhin sieben wunderbare Jahre. Bis ein Kreuzfahrtschiff mit dem wertvollen Napoleon Diamanten im Hafen von Nassau anlegt….

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Vor Elbow Cay dümpeln Boote malerisch im Wasser.

In „Duplicity – Gemeinsame Geheimsache“ sind Julia Roberts als Ex-CIA-Agentin und Clive Owen als Ex-MI6-Agent in die finsteren Machenschaften zweier Großkonzerne verwickelt. Es entspinnt sich eine unterhaltsame Thriller-Romanze an mondänen Drehorten, zu denen auch das Atlantis Paradise Island Resort auf den Bahamas gehört.

Die Dokumentarfilme: Die Retter der Haie

Natürliche Landmarke der Bahamas: die Kreidfelsen auf Long Island.

Frank Elstner begab sich in seiner Artenschutz-Doku auf die Spuren der Haie. Aus gutem Grund: Jedes Jahr werden weltweit etwa 100 Millionen Haie getötet, die meisten für die asiatische Haiflossensuppe. Auf den Bahamas und in Florida besucht Frank Elstner daher Menschen, die sich dem Schutz der Haie verschrieben haben und kommt den Raubfischen viel näher als er wollte. Auf seiner Reise besuchte Elstner u. a. Wissenschaftler, die die riesigen Hammerhaie erforschen. „Wir hatten wirklich großes Glück: Insgesamt haben wir fünf verschiedene Hai-Arten in der Natur gefunden und manchen sind wir wirklich hautnah gekommen!“, berichtete der Moderator. Außerdem traf er auf den Bahamas auch die berühmten schwimmenden Schweine in den Exumas, die als die glücklichsten Säue der Welt gelten.

Wisssenswertes zu den Bahamas

Traumhafte Strände und türkisblaues Wasser lassen die Bahmas zum Sehnsuchsziel avancieren. – Fotos Bahamas

Die Bahamas sind ein karibischer Inselstaat und liegen 80 Kilometer südöstlich von Florida und 100 Kilometer nördlich von Kuba. Neben dem touristischen Zentrum New Providence/Paradise Island und der Hauptstadt Nassau sind etwa 35 weitere Inseln der 700 Inseln bewohnt und 16, die sogenannten Out Islands, touristisch erschlossen. Die Out Islands tragen klangvolle Namen wie Long Island, Andros, Cat Island, Bimini, Abacos, Exumas, Inagua, Mayaguana oder Eleuthera. Sie alle sind bequem über den Flughafen Nassau oder mit dem Mailboat erreichbar. Insgesamt leben knapp 370.000 Menschen auf den Bahamas, davon 250.000 in Nassau. Landessprache ist Englisch. Es herrscht subtropisches Klima mit Temperaturen im Sommer um 28 Grad Celsius, im Winter selten unter 20 Grad. Dank des Golfstroms liegt die Wassertemperatur ganzjährig zwischen 24 und 29 Grad. Weitere Informationen unter www.bahamas.de.

Karsten-Thilo Raab

Karsten-Thilo Raab

berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.