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Ausgezeichnet Wandern in und um Pirmasens

Pirmasens

Wunderbar wanderbar ist der neu eröffnete Teufelspfad bei Pirmasens. – Foto Stadtverwaltung Pirmasens/Harald Kröher

Im westpfälzischen Pirmasens gibt es jetzt gleich dreifachen Wanderspaß der Spitzenklasse. So hat das Deutsche Wanderinstitut mit dem „Teufelspfad“ nun den dritten Premiumwanderweg zertifiziert. Ein blau-weißes Teufelssymbol führt Wanderer wie Spaziergänger und Nordic Walker auf dem pittoresken, 6,2 Kliometer langen Rundeweg entlang an Quellen, Bachläufen, Wasserfällen und Fels-formationen. Ausgangs- und Endpunkt des nach dem Naturdenkmal Teufelsfelsen benannten Wegs ist das bewirtete Naturfreundehaus Niedersimten. Bereits 2017 hatte das Deutsche Wanderinstitut „Felsenwald“ und „Hexenklamm“ als Premiumwanderweg ausgewiesen.

Wandern auf dem Teufelspfad

Eine eingehende Beschilderung erleichtert die Orientierung auf dem Teifelspfad. – Foto Stadtverwaltung Pirmasens/Sabine Reiser

Benannt nach dem Teufelsfelsen, bietet der Teufelspfad viele abwechslungsreiche Eindrücke vom wildromantischen Tal mit vier Weihern und Bachläufen über bizarre Felsformationen bis hin zu zahlreichen Quellen und Wasserfällen. Los geht es auf den 6,2 Kilometer langen Rundweg am Naturfreundehaus Niedersimten in unmittel-barer Nähe des Weihers „2“. Das Gewässer passierend, gelangt man nach wenigen Gehminuten und einem kurzen Anstieg zum Haspelfelsen. Weiter geht es auf einem Pfad entlang der Felsformation zum Hühnerfelsen. Von dort führt die Route in großem Bogen wieder hinab ins Tal. Nach dem Überqueren des Damms zwischen den Weihern „3“ und „4“ führt die Tour bergauf bis zum Parkplatz an der Kreisstraße 4. Von dort geht es teilweise entlang an Feldern auf ebener Strecke weiter. Nach einer Spitzkehre geht es bergab zum Teufelsbrunnen und dem Naturdenkmal Teufelsfelsen. Nach dem Abstieg durch die beeindruckende Felsformation trifft der Weg auf den Weiher mit seiner idyllisch gelegenen Hütte. Die Tour biegt nach rechts ab und folgt dem Bachlauf des Gersbach, vorbei am östlichen Ufer des Weihers „2“, bis zum Ausgangspunkt, dem Naturfreundehaus Niedersimten.

13,6 Kilometer durch den Felsenwald

Der Teufelspfad führt durch jerrliche Waldstücke. – Foto Stadtverwaltung Pirmasens/Harald Kröher

Auf die Wanderer wartet eine waldreiche Tour, die geprägt ist von beeindruckenden Felsformationen aus Bundsandstein, die in Jahrtausenden von der Natur modelliert sich nun wie Perlen an der Schnur am Weg reihen. Die Rundtour startet am Forsthaus Beckenhof und führt nach wenigen Gehminuten zum Felsentor; von dort geht es hinab ins Glastal mit dem Glastalbrunnen. Am Ende des Tals biegt der Weg links ab, bergauf zur Schillerwand. Auf pfadigen Wegen geht es zu den Fels-formationen Gebrochener Felsen und Luitpoldfelsen und führt weiter zur Spitzkehre vorm Gebetbuch, das nach gut 50 Metern zu erreichen ist. Anschließend geht es zum Kugelfelsen, von dem man eine gute Sicht auf den im Tal liegenden Eisweiher hat. Es folgt der Abstieg zum Eisweiher, an dessen Ufer zahlreiche Bänke zur Rast einladen. Anschließend geht es wieder bergauf zu den Naturdenkmälern Philipps-ruhe, Amboßfelsen und durch die Felsengruppe Mordloch, bis der Waldparkplatz Platte erreicht ist. Nun führt der Weg hinab zu Geißenfelsen und Kanzelfelsen. Die Route passiert den Waldparkplatz an der K36 und biegt ab in Richtung PWV-Hütte Starkenbrunnen. Nach kurzem Anstieg und vorbei am Hammelsweiher endet die Tour am Ausgangspunkt, dem Forsthaus Beckenhof.

Wanderspaß in der Hexenklamm

Naturliebhaber kommen auf den drei Premiumwanderwegen voll auf ihre Kosten. – Foto Stadtverwaltung Pirmasens/Harald Kröher

Kurz und knackig führt die Route über Höhen mit beeindruckenden Panorama-Aussichten, durch wasserreiche Kerbtäler bis zur sagenumwobenen Hexenklamm. Die Sage erzählt von einem Fuhrmann, der nachts beladen (und wohl auch etwas angetrunken) den Weg durch die Klamm in Richtung Heimat befuhr und von Hexen in die Irre geleitet wurde. Los geht es am Sportplatz des Ortsbezirks Gersbach. Der erste Teil des Wegs führt nach Süden mit Panoramablick auf Pirmasens, den Höhen des Zweibrücker Westrich sowie des benachbarten Frankreichs zur PWV-Stockwaldhütte. Die Route zweigt daraufhin nach Westen ab, vorbei an einer Bunkerruine des Westwalls und auf einem gewundenen Pfad steil abwärts durch ein schmales Waldtal zum Forellengrund. Von dort geht es durch das Winzlerbachtal zur Eichelsbacher Mühle. Im anschließenden breiten Tal der Felsalbe geht es zur Hexenklamm. Der schmale Pfad führt vorbei an bizarren Felsformationen und mehreren Wasserfällen durch die enge Schlucht. Bergauf führt der Weg weiter durch den Breitsitterwald zu den Mardellen, die wasser- und nährstoffreiche breite Mulden bilden. Das Sportheim Gersbach sowie der Sportplatz Gersbach als Ziel- und Ausgangspunkt sind nach wenigen Gehminuten erreicht. Weitere Informationen unter www.pirmasens.de.

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