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Von 7. März 2019 Mehr →

Arnhem Land – die Heimat des Didgeridoo

Im Arnhem Land im australischen Northern territory liegen auch die Wurzeln der Didgeridoo-Kultur. – Foto Shaana McNaught/Tourism NT

Ein Gebiet, größer als Portugal, aber nur von knapp 20.000 Menschen bewohnt, fast nicht für die Außenwelt zugänglich – das Arnhem Land im Northern Territory Australiens ist das Land der Aborigines und der Geburtsort des berühmten australischen Instruments Didgeridoo. Endlose Weite, ursprüngliche Natur und lebendige Aborigine-Traditionen in der Abgeschiedenheit: Reisende dürfen das 97.000 Quadratkilometer große Arnhem Land nur unter speziellen Voraussetzungen betreten, was den Ausflug zu einem einzigartigen und bereichernden Erlebnis macht.

Authentische Aborigine-Kultur im Westen und Osten erleben

Dieser Teil von Australiens nördlichem Ende besticht durch enorme landschaftliche Vielfalt. – Foto Shaana McNaught/Tourism NT

Seit über 60.000 Jahren bevölkern die traditionellen Besitzer, die Yolngu, das Arnhem Land. Ihre Verbindung mit dem Land ist sehr eng, das indigene Volk lebt seine Traditionen und Bräuche hier völlig unbehelligt von der Außenwelt. Arnhem Land wurde vor knapp 400 Jahren nach einem niederländischen Schiff benannt, ist sehr abgelegen und kann nur mit Geländewagen, Linienflügen in abgelegene indigene Gemeinden oder mithilfe von privaten Charterflügen bereist werden. Reisenden ist der Zutritt nur mit Genehmigung der Yolngu gestattet, heute gibt es dort Hütten, Lodges und Glamping-Unterkünfte in der Wildnis sowie Safaritouren.

Auf den Tiwi Islands lässt sich tief in die Kultur der Aboriginies eintauchen. – Foto Shaana McNaught/Tourism NT

Die Aborigines zeigen Gästen ihren faszinierenden Lebensstil, ihre Kunst und nicht zuletzt die beeindruckende Natur bei Kulturtouren. Zu den Besonderheiten der zeitgenössischen Yolngu-Kunst zählen Milchholzschnitzereien, Baumrindenmalereien, Siebdrucke und Flechtkörbe. Wer es traditioneller mag, besucht das Gemeindemuseum in Yirrkala oder das berühmte Injalak Art and Craft Centre, wo Künstler Gemälde und Kunstgegenstände herstellen. In der Nähe befindet sich der Injalak Hill, wo uralte Felsmalereien von Aborigines zu bestaunen sind.

4.000 Jahre alte Felsenmalereien

Steinalt und überaus beeindrucjend: Aboriginal Rock Art am Injalak Hill im berühmten Kakadu Nationalpark. – Foto Peter Eve/Tourism NT

Ein Yolngu-Guide erklärt die Zeichen sowie die Sprache seiner Vorfahren und erzählt die dazugehörigen traditionellen Traumzeit-Geschichten. Besonders faszinierend ist die „X-Ray Art“, also „Röntgenkunst“ im Arnhem Land: Felsmalereien rund um 2.000 vor Christus stellen verblüffend exakt Organe, Knochen und sogar Arterien und Muskeln von Tieren dar – ein weiterer Beweis für das umfassende Wissen der indigenen Bevölkerung. Dazu zählt auch das Suchen, Finden und Zubereitung von Nahrung in den Weiten von Arnhem Land. Heimische essbare Pflanzen und Tiere werden als „Bush Tucker“, Essen aus dem Busch, bezeichnet. Bei entsprechenden Touren vermitteln Aborigines Jagd- und Überlebenstechniken. Viele „Bush Tucker“-Elemente und Zutaten haben inzwischen den Weg in die australischen Restaurants gefunden.

In die Heimat des Didgeridoo eintauchen

An- und aussichtsreich: der Nadab Lookout am Ubirr Rock. – Foto Shaana McNaught/Tourism NT

Aus dem Arnhem Land stammt das berühmteste australische Musikinstrument Didgeridoo. Felsmalereien deuten darauf hin, dass das indigene Volk bereits vor 2.500 bis 3.500 Jahren Didgeridoo gespielt haben. Das Blasinstrument wird traditionell aus einem von Termiten ausgehöhlten Eukalyptus-Stamm gefertigt und begleitet typische Gesänge der Yolngu. Im August ertönt der Yidaki, ein Didgeridoo-Ruf, um den Beginn eines besonderen Festes anzukündigen: Das Garma ist das größte Festival der Yolngu-Kultur. Dessen Kern bildet ein allabendliches Treffen von 2.500 Menschen aus dem Arnhem Land und darüber hinaus, die gemeinsam musizieren und Geschichten erzählen. Auf diese beeindruckende Zeremonie folgt der nächtliche Bunggul, ein traditioneller Tanz. Das Garma gilt als eines der authentischsten Aborigine-Festivals Australiens.

Einzigartige Tierwelt und einsame Strände

Tierische Begegnungen sind im Northern Territory und speziell auch im Arnhem Land vorprogrammiert. – Foto Tourism NT

Arnhem Land liegt eingebettet zwischen dem berühmten Kakadu Nationalpark, der Arafurasee und dem Golf von Carpentaria. Die Natur ist abwechslungsreich mit schroffen Küsten, fischreichen Flüssen, üppigen Regenwäldern, einsamen Inseln vor der Küste, beeindruckenden Steilhängen und faszinierenden Baumsavannen. Mit einem Geländewagen lassen sich weiße, einsame Sandstrände wie aus dem Bilderbuch erkunden. Insbesondere bei Nanydjaka, dem Kap von Arnhem, lockt kristallklares Wasser Taucher und Schnorchler an. Sowohl im westlichen als auch im östlichen Teil leben zahlreiche Wildtiere und Zugvögel. Sie und Seekühe sowie Schildkröten finden im Arnhem Land ein sicheres Refugium.

Nervenkitzel auf Ansage: Springend Krokodile im Arnehm Land. – Foto Shaana McNaught/Tourism NT

Natürlich finden sich auch „Salties“, Salzwasser-Krokodile. Eine Flussfahrt wie die Guluyambi Cruise verbindet Natur und Kultur: Ein Aborigine führt Reisende durch die ursprüngliche Vegetation zu den „Jumping Crocs“, springenden Krokodilen. Arnhem Land gilt zudem als eines der besten Angelreviere der Welt. Von der Barramundi Lodge aus starten geführte Angeltrips zu den Revieren des gleichnamigen australischen Riesenbarsches. Als Geheimtipp unter Anglern gelten das Eco-Retreat Banubanu auf Bremer Island oder ein Ausflug auf die Halbinseln Cobourg und Gove. Ebenfalls vor der Küste des Arnhem Landes liegt Groote Eylandt, eine traumhafte, unberührte Insel, wo sich Speerfisch und Seglerfisch im Wasser tummeln. Weitere Informationen  unter www.northernterritory.com.

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