Unterwegs auf den Spuren der Agua-Caliente-Indianer im kalifornischen Palm Springs

Eine Traumlandschaft und eine Landschaft zum Träumen: Die Indian Canyons vor den Toren von Plam Springs.
Eine Traumlandschaft und eine Landschaft zum Träumen: Die Indian Canyons vor den Toren von Plam Springs.

Felsenkunst, Bewässerungsgräben, alte Mörser und Getreidemühlen – diese Spuren indianischer Geschichte lassen sich im Tahquitz Canyon und den Indian Canyons entdecken. Die Cahuilla-Indianer hatten vor über 2.000 Jahren als erste Sieder der südkalifornischen Wüste diese fruchtbaren Schluchten als Lebensraum entdeckt. Die Canyons, die nur wenige Kilometer von der kalifornischen Wüstenstadt Palm Springs entfernt liegen, zählen auch heute noch zum Reservat des ortsansässigen Agua-Caliente-Stammes der Cahuilla-Indianer. Die Schluchten lassen sich am besten zu Fuß oder auf dem Rücken eines Pferdes erkunden. Die Wanderwege umfassen insgesamt 60 Meilen und zeichnen sich durch unterschiedliche Schwierigkeitsstufen aus. Die Parkverwaltung bietet geführte Wanderungen an.

Jeder der Indian Canyons bezaubert mit seiner ganz eigenen Schönheit: Der üppig grüne Palm Canyon, der als die weltweit größte natürlich gewachsene Oase kalifornischer Fächerpalmen gilt, der Andreas Canyon mit seinen engen Felsschluchten und der Murray Canyon, einsam und abgeschieden. Als Drehort des Spielfilms „Lost Horizon“ gelangten sie übrigens bereits im Jahr 1935 zu weltweiter Berühmtheit. Nur wenig entfernt liegt der felsige Tahquitz Canyon – der Legende nach irrt hier bis heute der Geist des verbannten Indianer-Schamanen Tahquitz umher. Alle Canyons sind im „National Register of Historic Places“ gelistet. Weitere Informationen unter www.indian-canyons.com und www.tahquitzcanyon.com.

Die Indian Canyons überraschen mit ihrer landschaftlichen Vielfalt.
Die Indian Canyons überraschen mit ihrer landschaftlichen Vielfalt.

Übrigens, die reichen Wasservorkommen der Indian Canyons ermöglichten vor 2.000 Jahren den Vorfahren der kalifornischen Cahuilla-Indianer das Leben in der Wüste. Um die Quellen herum hatten sich die Schatten spendenden Fächerpalmoasen mit einer üppigen Vegetation gebildet. Die Wasserquellen wurden daher auch der Namenspate des Stammes. Er heißt „Agua Caliente“, heißes Wasser.

Auch heute sind die Agua-Caliente-Indianer wichtiger Bestandteil des kulturellen, gesellschaftlichen und ökonomischen Lebens der Stadt. Neben ihrer eigenen Stammessprache pflegen sie ihre vielfältigen Traditionen. Mit einem Grundbesitz von 130 Quadratkilometern in und um Palm Springs, davon etwa 27 Quadratkilometer innerhalb der Stadtgrenzen, sind sie die größten Landbesitzer der Region und gehören damit zu den reichsten Indianern Nordamerikas.

Auch faszinierende Felsformationen sind Teil der Indian Canyons in Kalifornien.
Auch faszinierende Felsformationen sind Teil der Indian Canyons in Kalifornien.

Der Stamm besitzt und betreibt derzeit zwei 18-Loch-Championship-Golfplätze, das „Spa Resort Casino and Hotel“ in Palm Springs sowie das Agua Caliente Casino Resort Spa in Rancho Mirage. Im Agua Caliente Cultural Museum in Palm Springs erfahren Besucher alles über die Geschichte der in Palm Springs ansässigen Indianer. Der Eintritt zum Museum ist frei. Weitere Informationen zu den Agua-Caliente-Indianern auf www.aguacaliente-nsn.gov.

Weitere Informationen über Palm Springs unter www.palm-springs.de abrufen.