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Von 16. Februar 2018 Mehr →

Top Mountain Motorcycle Museum in Hochgurgl zeigt kurioser Schneefahrzeuge

Die Ausstellung im Top Mountain Motorcycle Museum in Hochgurgl zeigt, wie sich Schneefahrzeuge über die Jahrzehnte weiterentwickelt haben. (Fotos Top Mountain Motorcycle Museum/Lohmann)

Für Skigebiete gehören Pistengeräte zu den unverzichtbaren Helfern, um Gästen perfekte Pisten und Loipen anzubieten. Eine exklusive Präsentation im Top Mountain Motorcycle Museum in Hochgurgl zeigt anhand seltener Exponate, wie sich die Technik über die Jahrzehnte entwickelt hat. Schneefahrzeuge für den Personentransport ergänzen die europaweit einzigartige Sonderausstellung. Darunter Kostbarkeiten wie ein „Snowmobile“ von Bombardier aus dem Jahr 1947 oder ein Motorschlitten von „Harley Davidson“.

Mit ihren modernen Nachfolgern, welche die Pisten im Skigebiet Obergurgl-Hochgurgl präparieren, haben die historischen Fahrzeuge nur mehr äußerlich etwas gemein. Bringt eine aktuelle Pistenraupe satte 15 Tonnen auf die Waage, so lag das Gewicht beim Kässbohrer-Spitzenmodell aus dem Jahr 1973 bei nur 3,5 Tonnen. „Früher zählte eine Leistung von 166 PS noch als Sensation, heute läuft unter 500 PS gar nichts mehr.

Überaus beeindruckend sind die mächtigen Schneefahrzeuge im Museum in Hochgurgl.

Die Evolution der Maschinen und Erfordernisse im Wintertourismus brachten auch neue Features wie Fräsen und Winden mit sich“, erklärt Attila Scheiber, Geschäftsführer des Top Mountain Crosspoint. Dank seiner Leidenschaft, internationaler Kontakte und Tipps von Kollegen aus der Seilbahnbranche ist es ihm gelungen, eine geschichtsträchtige Kollektion in Sachen Mobilität im Schnee zusammenzustellen. Diese gibt es im Rahmen einer Sonderausstellung bis Anfang 2019 in Europas höchsten Motorradmuseum zu sehen. Sämtliche Modelle sind noch fahrtüchtig.

Import aus Kanada

Ein Bombardier-Schneefahrzeug „B-12CS“ aus dem Jahr 1947 zählt zu den Highlights. Scheiber ließ das Fahrzeug aus Ottawa ins Ötztal bringen. „Bei den rauen Wetterbedingungen in Kanada war es früher einfacher derartige Geräte zu konstruieren als die Straßen offen zu halten. Das Modell bietet Platz für zwölf Personen“, berichtet der Ötztaler. Während heute gern das Worte „Pistenbully“ als Pseudonym für sämtliche Fahrzeuge dieser Art benutzt wird, verwendete man früher die Bezeichnung „Ratrac“, abgeleitet vom gleichnamigen Schweizer Produzenten. Die Schau am Fuße der Timmelsjoch Hochalpenstraße offenbart ebenso, welche Vielfalt an Herstellern früher den Markt geprägt hat. „Speziell in den 1960er und 1970er Jahren haben zahlreiche Traktorenerzeuger auch in der Sparte Pistenfahrzeuge agiert“, erzählt der Experte. Ein Beispiel dafür ist ein Raupenfahrzeug der Firma Viktor Meili aus Luzern. Als Kultobjekt in der Sammlung der Vintage-Pistenmaschinen gilt die „Schneemaus“ von Österreichs einst führendem Hersteller – Hämmerle aus Vorarlberg.

Kuriositäten bekannter Marken

Stolz präsentiert Attila Scheiber, Geschäftsführer des Top Mountain Crosspoint, die sehenswerte Sammlung.

Ein Schneemotorrad von Honda? Gibt’s tatsächlich, wenngleich die Japaner davon weltweit nur 400 Stück auslieferten. Ähnlich hielt es das weltbekannte Label Harley-Davidson. Die Amerikaner produzierten einmalig einen motorisierten Schlitten, der die Freiheit auf dem Schnee statt auf der Route 66 propagierte. Ebenfalls zu sehen in Hochgurgl: Alte Schneefräsen der Firma Schmidt sowie historische Ski-Doos.

Handverlesene Sammlung

Wer die Präsentation der Schneefahrzeuge im Erdgeschoß des Top Mountain Motorcycle Museum verlässt, taucht im obersten Stock in die Welt historischer Motorräder und Sportwagen ein. Mittlerweile umfasst die handverlesene Sammlung einspuriger Kraftfahrzeuge 250 Modelle. „Internationale Experten bescheinigen uns eine sehr hohe Qualität. Wir arbeiten laufend daran, uns weiter zu verbessern“, betont Attila Scheiber, der die Sammlung zusammen mit seinem Zwillingsbruder Alban aufgebaut hat. Hochwertige „Neuzugänge“ sind vier Modelle der Zweiradkultmarke Brough Superior oder ein Sportwagen von Alfa Romeo, der 1934 die legendäre „Mille Miglia“ gewann. Als Eyecatcher im satten Blau lenkt ein weiteres Highlight der Sammlung die Aufmerksamkeit auf sich. Das Motorrad mit dem klingenden Namen „Top Mountain Indian Bagger“ entstand in Zusammenarbeit mit dem US-Produzenten Indian, Markus Krasser (Styrian Motor Cycle) und Alban Scheiber. Rund 500 Arbeitsstunden flossen in das Customizing, um ein weltweit einzigartiges Bike zu erschaffen.

Ohnen Frage üben die riesigen Schneefahrzeuge eine große Faszination aus.

„Beim genauen Betrachten fallen die ganzen Feinheiten und Details auf wie etwa die Darstellung unseres Museums, das Logo oder als Referenz die Abbildung eines geschichtsträchtigen Bikes, einer ‚Flying Merkel‘“, schwärmt Scheiber. Weitere Informationen unter www.crosspoint.tirol

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