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Prächtige Barockbauten und alte Obstbäume: Unterwegs auf dem bayerischen Apfel-Radweg

Der 91 km lange Rundweg führt von Passau aus nach Vilshofen und weiter nach Aldersbach, von wo aus er auf idyllischen Wegen nach Ortenburg, Fürstenzell, Ruhstorf a.d. Rott und Neuhaus am Inn führt. (Foto TV Ostbayern)

Der 91 km lange Rundweg führt von Passau aus nach Vilshofen und weiter nach Aldersbach, von wo aus er auf idyllischen Wegen nach Ortenburg, Fürstenzell, Ruhstorf a.d. Rott und Neuhaus am Inn führt. (Foto TV Ostbayern)

Saftig schimmern die reifen Äpfel und Birnen an den Bäumen und erste Blätter beginnen sich zu färben – im Herbst zeigt sich die sanfte Hügellandschaft entlang des Apfel-Radwegs in ihren schönsten Farben. Zwischen Donau und Inn reiht sich im Bayerischen Golf- und Thermenland nicht nur Obstbaum an Obstbaum, es begegnen den Radlern auch zahlreiche beeindruckende Zeitzeugen aus der Epoche des Barocks wie beispielsweise das ehemalige Kloster Aldersbach, die Wallfahrtskirche Sammarei, die Missionsbenediktinerabtei Schweiklberg in Vilshofen an der Donau mit Schwarzafrikamuseum oder die Domstadt Passau. Als eine von insgesamt 17 abwechslungsreichen Thementouren gehört der Apfel-Radweg zum über 1.000 Kilometer weiten Wegenetz durch die Rad- und Kulturlandschaft Ostbayerns.

Unterwegs bieten sich entlang des Apfel-Radweges immer wieder Gelegenheiten, zu naschen.

Unterwegs bieten sich entlang des Apfel-Radweges immer wieder Gelegenheiten, zu naschen.

Start der insgesamt 91 Kilometer langen Rundtour auf dem Apfel-Radweg ist die Drei-Flüsse-Stadt Passau. Von dort aus fahren die Radler auf der ersten von sieben Etappen flussaufwärts entlang der Donau und erreichen nach etwa zwei Stunden Vilshofen. Parallel zum Vilstal-Radweg folgen sie dann der Vils elf Kilometer bis nach Aldersbach – dem Kleinod des bayerischen Barocks. Die Asam-Kirche des ehemaligen Klosters gilt als die schönste Marienkirche Bayerns. Nach einer kleinen Pause im urigen Bräustüberl führt der dritte Abschnitt des Apfel-Radwegs die Ausflügler über Aidenbach weiter in das zehn Kilometer entfernte Tillbach inmitten des typisch niederbayerischen Hügellands.

Im Vorbeifahren schnell einen Apfel-Snack stibitzt, gelangen Radfahrer dann über Haarbach zum bekannten Wallfahrtsort Sammarei und entdecken Deutschlands älteste Holzkirche mit ihren beeindruckenden Schnitzereien. 1631 wurde hier zum Schutz um diese mittelalterliche Holzkapelle herum die heutige Barock-Wallfahrtskirche aus Stein gebaut. Nach dem Besuch der „Kirche in der Kirche“ geht es auf idyllischer Strecke weiter nach Parschalling, Ortenburg und Fürstenzell im Klosterwinkel nahe dem Neuburger Wald, bevor die vorletzte Etappe die Kultur-Radler in den Grenzort Neuhaus am Inn führt.

Von hier aus bringt sie ein kleiner Umweg über die Inn-Brücke in die österreichische Barock-Stadt Schärding mit ihren farbenfrohen Bürgerhäusern aus der Blütezeit der Kuppeln, Giebel- und Fensterbekrönungen. Die letzten zehn Kilometer folgt der Weg dem grünen Inn zurück in Richtung Passau. Auf dem Weg zur Ortspitze, wo dieser mit der blauen Donau und der schwarzen Ilz zusammenfließt, lohnt sich ein Abstecher in das Zentrum der Altstadt. Hier auf der höchsten Stelle thront der barocke Dom St. Stephan aus dem Jahre 1668 mit der weltweit größten Domorgel. Zum Abschluss genießen die Radler beispielsweise einen frischen Apfelkuchen mit Kaffee auf dem historischen Domplatz.

Nähere Informationen zum Apfel-Radweg und Unterkünften in Passau und auf der Strecke sowie zu weiteren Radwegen wie dem Römerradweg, dem Bockerlbahn-Radweg oder dem Radweg der versunkenen Schlösser im Bayerischen Golf- und Thermenland unter www.bayerisches-thermenland.de oder www.ostbayern-tourismus.de.

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