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Von 26. November 2015 Mehr →

Mu Ko Ang Thong – Paradies im Golf von Thailand

Ein Stück Bilderbuchstrand auf Mae Koh im Mu Ko Ang Thong National Park. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Ein Stück Bilderbuchstrand auf Mae Koh im Mu Ko Ang Thong National Park. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Im Prinzip sind es nur Felsen, mächtige Kalksteinfelsen, um genau zu sein. Dazu satt grüne Bäume sowie hier und da feinster Sand. Dazwischen liegt herrlich türkisblaues Wasser. Ab und an hüpfen ein paar Delfine aus den Fluten. Fast so, als wollten sie sich an dem Anblick erfreuen. Und vom wolkenfreien Himmel lacht die Sonne. Ach was, der Lorenz knallt, lässt die Quecksilbersäule auf mehr als 30 Grad Celsius steigen und rückt den famosen Mu Ko Ang Thong National Park in ein phantastisches Licht. Eine Bilderbuchkulisse im Golf von Thailand, deren Anblick unweigerlich Glückshormone freisetzt.

Dabei ist der Nationalpark rund 35 Kilometer westlich von Koh Samui kein Park im eigentlichen Sinne, sondern ein 102 Quadratkilometer große Meeresschutzgebiet mit insgesamt 42 Inseln. Eine Traumkulisse, die unweigerlich ein Robinson-Crusoe-Feeling aufkommen lässt. Denn diese Inselwelt, die 1980 zum Nationalpark erhoben wurde, ist unbewohnt – zumindest von Menschen. Dafür tummeln sich hier Eidechsen, Leguane, Wildschweine und Affen, aber auch Tiger- und Runzelfrösche sowie im Dickicht des Inseldschungels Pythons und Kobras.

Insgesamt 42 Inseln gehören zum Mu Ko Ang Thong Nationalpark. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Insgesamt 42 Inseln gehören zum Mu Ko Ang Thong Nationalpark. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Mit jedem Meter, dem sich das Schnellboot mit seinen zwei Außenbordmotoren dem Mu Ko Ang Thong National Park nähert, erklingen neue „Ahs“ und „Ohs“ an Bord. Dabei scheinen sich die knapp 30 Passagiere einen Wettkampf zu liefern, wer in kürzester Zeit die meisten Gesteinsformationen auf den Digitalchip der Kamera oder des Smartphones bannen kann. Und die Faszination ist ansteckend. Stark ansteckend.

Irgendwie wirkt es so, als ob ein Riese hier beim Knobeln mit einem Würfelbecher die 42 Inseln in den Golf von Thailand ausgeschüttet hätte. Einige der üppig grünen Kalksteinberge und -klippen ragen inmitten des türkisblauen Meeres fast 400 Meter auf.

Einige der Kalksteininseln haben - wie diese hier in Fußform - merkwürdige Gestalt angenommen. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Einige der Kalksteininseln haben – wie diese hier in Fußform – merkwürdige Gestalt angenommen. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Optisch gemahnen sie mal an einen gigantischen Backenzahn, dann an einen Schuh des Riesens, dann wiederum an eine riesige Brust oder an das Opernhaus von Sydney. Dabei sind viele der Felsen von Höhlen und geheimnisvollen Gängen durchzogen, in denen es sich vor allem Silberhaarfledermäuse bequem gemacht haben.

Von Bangrak auf Koh Samui aus schießt das Speedboot förmlich über den Golf von Thailand. Nach knapp 40 Minuten rasanter Fahrt, während der aufgrund der laut dröhnenden Motoren das eigene Wort kaum verstanden werde konnte, drosselt Skipper Jiraphat den Motor.

Vor Koh Wao lädt ein Flachwasserkorallenriff zum Schnorcheln ein. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Vor Koh Wao lädt ein Flachwasserkorallenriff zum Schnorcheln ein. (Foto Karsten-Thilo Raab)

„Here is Wao Island“, sagt der 20-, vielleicht 22-jährige hagere Thai in schlechtem Englisch. „Wow Insel – der Name passt“, lacht eine Österreicherin mit grau meliertem Haar. Tatsächlich haben die fast senkrecht aufragenden Felsen von Koh Wao, einer Gruppe von drei kleinen Inseln im Norden des Nationalparks, einen gewissen Wow-Effekt. In einer flachen Bucht, in der das Wasser kaum tiefer als zwei, drei Meter ist, geht das Speedboot vor Anker. In Windeseile verteilen Jiraphat und seine Crew Schwimmflossen, Taucherbrillen und Schnorchel. Wer möchte, kann wegen des Auftriebs auch in eine Schwimmweste schlüpfen.

Ein kurzer Sprung über die Bordwand und ein lautes Platsch später wird klar, dass der Mu Ko Ang Thong National Park nicht nur über, sondern auch unter Wasser zu begeistern weiß. Am Fuße der Felsen von Koh Wao liegt ein faszinierendes Flachwasserkorallenriff – ein buntes Kaleidoskop mit farbenfrohen Schwamm-, Korallen- und Muschelarten.

Schnorcheln bietet sich vor Kho Wao ein buntes Unterwasser-Kaleidoskop. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Schnorcheln bietet sich vor Kho Wao ein buntes Unterwasser-Kaleidoskop. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Dazwischen tummeln sich Schwimmkrabben, Schmetterlings-, Engels- und Papagaienfische. Hier und da auch schon mal ein kleiner Riffhai. Und sie alle lassen sich von der schnorchelnden Menschenmasse wenig beeindrucken und ziehen unbeirrt ihre Bahnen.

Nach einer Dreiviertelstunde Unterwasserkino ist die Vorstellung im wohlig warmen und glasklaren Wasser beendet. Jiraphat lichtet den Anker und es geht im Zickzackkurs durch die beeindruckende Inselwelt nach Mae Koh. Der herrliche Sandstrand blinkt hier schon von weitem auf. Darüber erhebt sich auf dem felsigen Island ein dichter Regenwald, aus dem es summt, zirpt und rauscht, als wolle die Insel von ihrer eigentlichen Besonderheit ablenken: über steile, in den Fels gehauene Treppen und Leitern geht es hinauf zu einem Aussichtspunkt. Lohn für den schweißtreibenden Aufstieg ist ein atemberaubender Panoramablick auf den Mu Ko Ang Thong National Park.

Panoramablick von Mae Koh auf den Mu Ko Ang Thong National Park. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Panoramablick von Mae Koh auf den Mu Ko Ang Thong National Park. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Und noch eine Besonderheit fällt von hier ins Auge. Etwas unterhalb liegt der Emerald Lake, der als „blaue Lagune“ im Kinofilm „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio und Tilda Swinton aus dem Jahr 2000 Berühmtheit erlangte. Der knapp 250 Meter breite und 350 Meter lange See, der durch einen unterirdischen Tunnel mit dem Golf von Thailand verbunden ist, schimmert in einem ganz speziellen Grün. Die Farbe verdankt das Gewässer dem sandigen Untergrund und dem Lichteinfall.

Nach einem verspäteten Mittagsessen mit traditionellem Thai-Food auf Koh Paluay ist die tropische Bucht von Song Pee Nong der nächste und zugleich letzte Halt der Inseltour. Zwischen den hoch aufragenden Felsen erstrecken sich hier herrliche, von Palmen gesäumte Sandstrände.

Der mit Meerwasser gespseiste Emerald Lake auf Mae Koh. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Der mit Meerwasser gespseiste Emerald Lake auf Mae Koh. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Einige hüpfen sofort in die bereit liegenden Seekajaks, um das gegenüber liegende James Bond Islands zu umrunden. Dabei hat der wie ein gigantischer Zahn auf schmalen Stumpf anmutende Felsen nicht wirklich etwas mit den Abenteuern von 007 zu tun; sieht aber ein wenig so aus, wie der berühmte Felsen in der vietnamesischen Halong-Bucht, der in „Dr. No“ als Kulisse diente.

Andere genießen an der provisorischen Strandbar ein kühles Dosenbier, während die meisten sich im flachen Wasser erfrischen oder es sich zum Sonnenbad bequem machen. Dann kommt der Moment, als Jiraphat diese schrecklichen Worte ruft: „Ladies and gentlemen, time to go home!“

Einer der vielen Traumstrände auf Song Pee Nong. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Einer der vielen Traumstrände auf Song Pee Nong. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Und während es mit vollem Speed zurück nach Koh Samui gibt, schauen nicht wenige voller Sehnsucht und Ehrfurcht zurück auf die am Horizont immer kleiner werdende Inselwelt des Mu Ko Ang Thong National Park – einem Inselparadies aus Felsen, Palmen und feinem Sand…

Allgemeine Informationen: www.thailandtourismus.de

Anreise: Thai Airways bietet täglich Direktflüge ab Frankfurt nach Bangkok (Suvarnabhumi) an, von wo mehrmals täglich Weiterflüge nach Koh Samui starten. Die Flugzeit beträgt von Frankfurt nach Bangkok rund zehneinhalb Stunden, von Bangkok nach Koh Samui rund 50 Minuten. Preise für Hin- und Rückflug beginnen bei etwa 650 Euro.

007 läßt grüßen: die James Bond Island im Mu Ko Ang Thong National Park. (Foto Karsten-Thilo Raab)

007 läßt grüßen: die James Bond Island im Mu Ko Ang Thong National Park. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Einreise: Für die Einreise genügt ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass. Ein Visum wird direkt am Flughafen ausgestellt.

Geld: Landeswährung ist der Baht. Ein Baht entspricht etwa 2,46 Euro.

Reisezeit: Der Ang Thong Marinepark ist ein herrliches Ganzjahresziel, lediglich im November und Dezember kann es witterungsbedingt sein, dass er Nationalpark tageweise wegen starker Winde nicht angelaufen werden kann.

Touren zum Ang Thong Marine Park: Safari Boat bietet von Bangrak auf Koh Samui mit Schnellbooten Tagestouren an. Gebuchte Gäste werden im jeweiligen Hotel mit einem Shuttlebus abgeholt. Die Fahrzeit von Bangrak zum Nationalpark beträgt rund 45 Minuten. Die Tagestour kostet für Erwachsene 2.000 Bhat (circa 52 Euro), für Kinder und Jugendliche 1.500 Bhat (etwa 39 Euro). Informationen: Lawana, 32/39 Moo 4, Bangrak, Koh Samui, Suratthani, 84280 Thailand, Telefon 0066-77-447700, info@safariboat.info, www.safariboat.info.

Auch mit dem Seekajak lassen sich Teile des Mu Ko Ang Thong National Parks erkunden. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Auch mit dem Seekajak lassen sich Teile des Mu Ko Ang Thong National Parks erkunden. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Eintritt: Für den Besuch des Nationalparks wird ein Eintritt in Höhe von 300 Bhat (circa 7,86 Euro) für Erwachsene und 150 Baht für Kinder- und Jugendliche (circa 3,94 Euro) erhoben.

Übernachten: Mövenpick Resort Laem Yai Beach, Koh Samui, 57/6-7 Moo 5 Angthong, 84140 Koh Samui, Suratthani, Thailand, Telefon 0066-77-421722, resort.samuilaemyai@Movenpick.com, www.moevenpick-hotels.com. Direkt am Lam Yai Beach im Nordwesten der Insel gelegen, hält das 2014 eröffnete Hotel 50 stilvolle und luxuriöse Villen und Räume vor, die (inklusive Frühstück) bei 6.000 Bhat beginnen.


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