Die drei schönsten Wanderungen und Badeseen im Alpbachtal-Seenland

Blick auf den Gratlspitz, den Hausberg von Alpbach (Foto Alpbachtal Seenland)
Blick auf den Gratlspitz, den Hausberg von Alpbach. (Fotos Alpbachtal Seenland)

Wenn es im Sommer im Tal und in den Städten richtig drückend heiß ist, sind die Temperaturen auf den Bergen genau richtig. Ideal für ein paar schöne Wandertage. Am besten im Alpbachtal Seenland, denn dort gibt es nicht nur Wanderwege für jeden Anspruch, sondern auch die besten Plätze für die Erholung danach – Badeseen. Wir stellen an dieser Stelle die drei besten Wandertipps und die drei schönsten Badeseen für die Region Alpbachtal Seenland.

Wanderung über den Gratlspitz

Die Wanderung führt vom Dorfzentrum Alpbach rund zwölf Kilometer und 820 Höhenmeter auf den 1.899 Meter hohen Gratlspitz, weiter über den Kamm und den Hochstrickl wieder zurück nach Alpbach. Insgesamt knapp fünf Stunden muss man für diese mittelschwere Bergtour einplanen. Der Gratlspitz ist der Hausberg von Alpbach, sein Felskamm ist weithin sichtbar und bildet die Kulisse für die beliebte Alpbachtaler Idylle. Vom Gipfel hat man einen wunderschönen Ausblick in die Region. Auf der Tour gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten, die Holzalm und die Bischofer Alm. Wesentlich schneller und mit entsprechend weniger Höhenmeter kommt man von Brixlegg aus auf den Gratlspitz. Diese Variante startet an der Holzalm und ist insgesamt nur gut vier Kilometer und 490 Höhenmeter lang, Gehzeit etwa zweieinhalb Stunden.

Die wildromantische Tiefenbachklamm

Oberhalb der tosenden Brandenberger Ache geht es durch die Tiefenbachklamm.
Oberhalb der tosenden Brandenberger Ache geht es durch die Tiefenbachklamm.

Sie ist ein ganz besonderes Naturerlebnis – die Wanderung durch die Tiefenbachklamm zwischen Kramsach und Brandenberg. In nur einer Stunde erkundet man die engen Steige hoch über der tosenden Brandenberger Ache und wandert bis zur Jausenstation Tiefenbachklamm oder Stegerstall. Die bizarren Felsformationen lassen einen immer wieder anhalten, staunen und fotografieren. Verschiedene Tafeln informieren über die Natur in der Klamm und ihre bewegte Geschichte. Drei Mal queren kleine Brücken die Ache, die hier nur noch sehr wenig Platz hat in der schmalen Klamm.

Und trotzdem: Das Revier ist beliebt bei versierten Kajakfahrern. Bis 1966 allerdings wurden über die Tiefenbachklamm keine Kajaks, sondern Holzstämme aus dem waldreichen Brandenberg ins Inntal getriftet. Aus dieser Zeit stammt auch der Triftsteig in der Klamm – denn wenn sich ein Baumstamm verkeilt hatte, mussten die Holztrifter über diesen Steig in die Klamm und den Wasserweg wieder frei machen. Eine sehr gefährliche Arbeit. Nach etwa vier Kilometern öffnet sich die Klamm dann plötzlich und entlässt den Wanderer auf eine Wiese, an der sich die Jausenstation befindet. Zurück geht es entweder mit dem Bus oder zu Fuß einfach wieder durch die Klamm hinunter.

Panoramaweg am Wiedersbergerhorn

Herrliche An- und Aussichten eröffnen sich vom Wiedersbergerhorn.
Herrliche An- und Aussichten eröffnen sich vom Wiedersbergerhorn.

Vor allem für Familien mit Kindern ist eine Tour auf das Wiedersbergerhorn ideal. Mit der Gondel geht es ganz unkompliziert bis zur Bergstation von wo aus ein rund vier Kilometer langer Panoramaweg mit nur 250 Höhenmetern rund um den Gipfel des Wiedersbergerhorns führt. Ein Abstecher zum Gipfelkreuz auf 2.128 Metern lohnt sich aber trotzdem und ist selbst für Kinder gut zu gehen. Von ganz oben hat man einen Blick auf das Alpbachtal, das Zillertal, das Inntal, den Achensee, das Rofan Gebirge und auf viele umliegende Gipfel. Wer sich dann noch austoben möchte: Direkt an der Bergstation liegt das Lauserland – ein großer Erlebnisspielplatz.

Reither See– Entspannen am Blauen Auge Reiths

Für die Entspannung nach einer Wandertour im Alpbachtal liegt der Reither See am nächsten. Er gilt als das „Blaue Auge Reiths“, liegt mitten im Ort und ist nur rund 1,5 Hektar groß. Das Strandbad hat eine große Liegewiese mit Kinderspielbereich. Und wer doch noch einmal die Wanderschuhe schnüren möchte, kann über den etwa einen Kilometer langen Rundweg um den Reither See gehen.

Berglsteinersee – Romantik in einsamer Naturkulisse

Um den Berglsteinersee rankt sich eine romantische Sage
Um den Berglsteinersee rankt sich eine romantische Sage.

Ein bisschen verwunschen liegt der Berglsteinersee im Wald am Fuße von mächtigen Felswänden zwischen Breitenbach und Kramsach. Er gilt nicht nur auf Grund seiner Lage bei ruhesuchenden Badenden als Geheimtipp. Hier herrscht Idylle pur. Und Romantik: Einst lebte auf dem Schloss, das auf dem Fels stand, ein Ritter, dessen Tochter sich in einem braven, aber armen Jäger verliebte. Das passte dem alten Ritter nicht und er ließ den armen Jäger von seinen Hunden vom Schloss jagen. Auf der Flucht stürzte der Jäger in den Berglsteinersee und ertrank. Das junge Rittersfräulein war darüber so traurig, dass sie sich selbst in den See stürzte und starb. Die zwei kleinen Felsinseln, die seither im See liegen, gelten der Sage nach als das versteinerte Liebespaar.

Reintalersee – Badespaß am wärmsten See Tirols

Der Reintalersee zählt zu den wärmsten Badeseen Tirols.
Der Reintalersee zählt zu den wärmsten Badeseen Tirols.

Mit fast 30 Hektar Wasseroberfläche ist der Reintalersee bei Kramsach der größte der vier Kramsacher Seen, zu denen auch der Krummsee, der Buch See und der Frauen See gehören. Mit bis zu 25 Grad gehört der Reintalersee zu den wärmsten Badeseen in Tirol und ist daher ideal für Familien mit Kindern. Selbstverständlich gibt es hier auch eine große Liegewiese, Umkleiden, Restaurants, einen großen Spielplatz für die Kleinen und einen Bootsverleih. Am Reintalersee kann man also ruhig öfter als nur einmal reinspringen und ein paar Schwimmzüge machen. Ausgiebig planschen ist angesagt. Um den See führt ein etwa einstündiger Wanderweg. Weitere Informationen unter www.alpbachtal.at.