Vom Fischerdorf zum Nordseebad – Wellen, Wind und Watt in Büsum

Ein Nordseeurlaub ohne den Genuss eines frischen Krabbenbrötchens ist eigentlich undenkbar. (Foto: O. Franke)
Ein Nordseeurlaub ohne den Genuss eines frischen Krabbenbrötchens ist eigentlich undenkbar. (Foto: O. Franke)

Baden in aller Öffentlichkeit war um 1830 ein absolutes Tabu. Doch Paul Johann Boysen, Vogt des Kirchspiels Büsum an der niedersächsischen Nordseeküste, ließ sich davon nicht beeindrucken. Zunächst stellte er sogenannte Badekarren ans Meer, 1836 dann ein erstes festes Badehäuschen. 1837 konnte sich Büsum dann ganz stolz bereits Nordseebad nennen.

Maritimes Flair: Der Büsumer Leuchtturm feiert 2013 sein 100-jähriges Bestehen. (Foto: TMS Büsum GmbH)
Maritimes Flair: Der Büsumer Leuchtturm feiert 2013 sein 100-jähriges Bestehen. (Foto: TMS Büsum GmbH)

Im vergangenen Jahr feierte Büsum demzufolge bereits den 175. Geburtstag als Nordseebad. Das ehemalige Fischerdorf versetzt bis heute mit seiner maritimen Atmosphäre, dem belebenden Reizklima und den leckeren Fischspezialitäten seine Gäste in eine entspannte Urlaubsstimmung.

Im Sommer stürzt man sich bei schönem Wetter in die Fluten der Nordsee, bei Ebbe geht es barfuß über den Meeresboden, es gibt Krabben, Muscheln, Wattwürmer und vieles mehr zu entdecken. Am besten unternimmt man eine solche Wattwanderung in Begleitung eines Nationalpark-Wattführers. Der kann einem nämlich die typischen Bewohner des Weltnaturerbes Wattenmeer genau erklären. Im Büsumer Hafen machen die Krabbenkutter nach ihren Fangfahrten fest. Wer möchte, kann auf einem der hübschen Boote auch selbst in See stechen.

Bei schlechtem Wetter taucht man im Erlebnisbad „Piraten Meer“ ab oder gönnt sich im Gesundheits- und Thalassozentrum Vitamaris direkt am Museumshafen hinter dem Deich eine der zahlreichen Verwöhnbehandlungen. Alle Infos sind unter www.buesum.de zu finden (rgz).