Noo Aw-lins, New Or-lins oder New Or-lee-yuns?

Einer der meist fotografierten Plätze in New Orleans: Der Jackson Square. (Foto: Daniel Scvhwen)
Einer der meist fotografierten Plätze in New Orleans: Der Jackson Square. (Foto: Daniel Schwen)

New Orleans kulturelle Vielfalt reicht weit in die Geschichte zurück. Während das frühe 18. Jahrhundert unter der Herrschaft der Franzosen stand, folgte im Jahr 1762 die Übergabe an die Spanier. Heute sind auch karibische und afrikanische sowie deutsche Einflüsse in der Geschichte von Louisiana verwurzelt. Nicht zu vergessen sind die Akadianer – kanadischen Immigranten, die die „Cajun“ Kultur des Staates geprägt haben.

Straßenbahn-Nostalgie in New Orleans.
Straßenbahn-Nostalgie in New Orleans.

Kein Wunder also, dass diese vielen Kulturen und Traditionen nicht nur das Essen und das Leben der Einwohner geprägt haben, sondern auch deren Sprache. Noch heute wird im Süden von Louisiana ein Französisch-Englisch gesprochen, was mit unserem Schul-Französisch kaum zu vergleichen und selbst für Muttersprachler nur schwer zu verstehen ist.

Wer vor Ort nach dem Weg fragen will, sollte die gängigen Himmelsrichtungen vergessen, denn hier gibt es Uptown, Downtown, Lakeside und Riverside. Sollte dasr Ziel das French Quarter oder das „Vieux Carré“ (altes Viertel) sein, sollte man auf dem Weg dorthin nicht auf einem „Sidewalk“ – Bürgersteig –, sondern auf einem „Banquette“ laufen. Bevor man dann abends eine „Fais-Do-Do“ (Party, Veranstaltung) besucht, sollte man vorher noch die verschiedenen „parishes“ (Landkreise) erkunden und einen netten „Gris-Gris“ (Glückbringer) für die Lieben zuhause kaufen.

Wenn zwischendurch noch etwas Zeit bleibt, sollte unbedingt die hervorragende Küche des Staates probiert werden: Beignets (Schmalzgebäck mit Puderzucker), Boudain (eine Art Wurst), Étouffée (scharfer Cajun-Eintopf), Gumbo (dicker, scharfe Suppe) oder eine Jambalaya (scharfes Gericht mit Reis und Hühnchen) – keine Frage, besonders in der Küche Louisianas finden sich unzählige Wörter, die Besucher schon mal vor eine Herausforderung stellen können. Ein kleiner Tipp: „Lagniappe“ ist ein kleines Extra wie ein Kaffee oder ein Dessert.

Beliebte Flaniermeil in New Orleans: Due Bourbon Street.
Beliebte Flaniermeil in New Orleans: Due Bourbon Street.

Bei all diesen vielen, unbekannten Wörtern, können sich die Besucher allerdings in einem sicher sein: Jazz ist und bleibt Jazz. Oder wie sagte Louis Armstrong: „If you gotta ask, you´ll never know“. Na dann, „laissez les bon temps rouler“! Weitere Informationen unter  www.louisianatravel.de und unter www.neworleans.de.