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Neukaledonien – Tuchfühlung mit Ureinwohnern

Neukaledonien

In Neukaledonien lässt sich tief in die Kultur der Ureinwohner eintauchen. – Foto Sebastien Lebegue/NCTPS

Die Bevölkerung von Neukaledonien ist vor allem eins: multikulturell. Kanak, Europäer, Asiaten, Polynesier, Reunionesen und Melanesier machen aus dem Archipel ein Schmelztiegel der Kulturen. Außerhalb der Hauptstadt Nouméa – auf der Hauptinsel Grande Terre – beginnt das neukaledonische Hinterland „La Brousse“. Interessierten eröffnet sich eine Welt voller Traditionen, uralten Gebräuchen und Erfahrungen, die den Facettenreichtum der zu Frankreich gehörenden Insel zeigen. Ein Besuch bei einem Stamm der Kanak oder auf einer Cowboy-Ranch zeigen einzigartige Erlebnisse auf, die nur selten mit dem Archipel in der Südsee assoziiert werden.

Dort wo alles begann

Auch ursprüngliche Behausungen sind in dem Inselreich im Pazifik heute noch zu finden. – Foto Mimo/NCTPS

Neukaledonien zählt über 340 Stämme von Ureinwohnern, die den Namen Kanak tragen (dt. Mensch). Besucher können während eines Besuchs in das traditionelle Leben eintauchen, in Strohhütten übernachten, sich im Flechten von Schraubenbaum- und Kokosblättern üben und gemeinsam eine Bougna zubereiten. Das typische Gericht der melanesischen Bevölkerung Neukaledoniens besteht aus Fleisch oder Fisch sowie in Kokosmilch geschmorten Knollen und wird in einem Loch in der Erde, bedeckt mit heißen Steinen, gegart.

Imposantes Melanesien

Reiter inmitten der beeindruckenden Natur Neukaledoniens. – Foto Stanislas Fautre

Renzo Piano – der auch als Architekt für das Centre Pompidou verantwortlich zeichnet – hatte ebenso beim Kulturzentrum Tjibaou seine Finger im Spiel. Gemeinsam mit dem Ethnologen Alban Bensa schuf er ein Gebäude, das den Geist der Kanak verkörpert. Mit den zehn aufrechtstehenden und zum Landesinneren gebogenen schalenförmigen Gebilden aus Holzleisten stellt das Schafferduo die traditionellen Wohnhütten der Kanak nach. Die Anlage gliedert sich in drei Einheiten und erinnert an ein kanakisches Dorf. Das Kulturzentrum Tjibaou südlich der Hauptstadt Nouméa gilt als eines der ausgefallensten Werke des italienischen Architekten.

Wilder Westen im fernen Osten

Broussards heißen die Cowvoys des Pazifiks. – Foto M. Dosdane/NCTPS

Savannen und Graslandschaften prägen die Westküste der Hauptinsel Grande Terre. Sie sind die Heimat der „Broussards“, der neukaledonischen Cowboys. Nach amerikanischem Vorbild wird hier Vieh gezüchtet – natürlich mit Stetson auf dem Kopf und Cowboystiefeln an den Füßen –, Wild gejagt und den Tag beschließt ein Barbecue auf einer der zahlreichen Ranches, wie der Ferme de Néméara oder der Ferme Auberge de Pierrat. Jene heißen Besucher herzlich Willkommen und vermitteln einen authentischen Eindruck des Alltags der „Stockmen“ im Outback Neukaledoniens.

Im Herzen ein Cowboy

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf das Kulturzentrum Tjibaou. – Foto M. Dosdane/NCTPS

Auf Grande Terre zieht es „Broussards“, Greenhorns und Zuschauer zu verschiedenen Veranstaltungen in die Arenen: Bourail, die Hochburg der „Broussards“, lädt jedes Jahr im August zur „Foire de Bourail“. Die dreitägige Veranstaltung spiegelt den Alltag der Cowboys wider. Western-Reiten, Rodeo und vieles mehr sorgen bei der jährlichen „Foire de Koumac et du Nord“, die in diesem Jahr am 20. September 2019 stattfindet, für eine besondere Atmosphäre. Die Kleinstadt Paita, wenige Kilometer nördlich von Nouméa beschließt die Feierlichkeiten mit dem „Fête du Boeuf“ am 27. Oktober 2019 und zeigt einmal mehr die kulturelle Vielfalt des Archipels. Weitere Informationen unter de.newcaledonia.traveleit.

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