Mykonos – weiße Perle mit kosmopolitischem Flair

Eine Trauminsel in der Ägäis: Mykonos mit seinen engen Gassen und weiß getünchten Häusern. (Foto Lupo/Pixelio)
Eine Trauminsel in der Ägäis: Mykonos mit seinen engen Gassen und weiß getünchten Häusern. (Foto Lupo/Pixelio)

Mykonos gilt gleichermaßen als „Perle der Ägäis“ und als ein sonnenverwöhntes Paradies im Mittelmeer, aber auch als ein Synonym für Lebensfreude und als Treff der Reichen und Schönen. Das Farbenspiel des Meeres, malerische Buchten, weite Sandstrände, graugrüne Felsen umrankt von Feigenkakteen und Blumen übersäte Täler, aus denen weiß getünchte Bauernhäuschen, Kapellen und Windmühlen auftauchen, bestimmen das Landschaftsbild der kargen und überaus populären griechischen Kykladeninsel im Ägäischen Meer.

Ein Island mit kosmopolitischem Flair, geprägt von auffälliger Eleganz, das seit jeher Künstler und Intellektuelle aus aller Herren Länder anzieht und ganz oben in der Gunst des internationalen Jet-Set, den Promis, Adeligen und Gefönten steht.

Wie die meisten kubisch geformten Wohnhäuser sind auch die vielen Kirchen und Kapellen der Insel weiß getüncht. (Foto Dieter Schütz/Pixelio)
Wie die meisten kubisch geformten Wohnhäuser sind auch die vielen Kirchen und Kapellen der Insel weiß getüncht. (Foto Dieter Schütz/Pixelio)

Im malerischen Chora, dem Hauptort der Insel, wiegen sich Luxusjachten einträchtig neben bunten Fischerbooten im Wasser des alten Hafens. Die Promenade und die autofreien Gassen werden von dicht aneinander gedrängten weiß getünchten Kubushäuser mit farbenfrohen Balkonen, Fenstern und Treppen sowie üppigem Blumenschmuck dominiert.

Im Schatten rekeln sich schlafende Katzen, während Pelikane durch die verwinkelten Gassen streifen, wo sie von Heerscharen von Touristen mit der Kamera auf Zelluloid gebannt werden. Die gepflasterten Sträßchen werden von gemütlichen Tavernen, einladenden Bars und Nachtclubs, Designerläden und unzähligen kleinen Souvenir- und Kleinkunstläden gesäumt. Dazwischen findet sich ein Vielzahl kleiner Kirchen und Votivkapellen.

Im Hafen des Hauptortes auf Mykonois liegen gerne auch mal stattliche Luxusyachten vor Anker. (Foto Dieter Schütz/Pixelio)
Im Hafen des Hauptortes auf Mykonois liegen gerne auch mal stattliche Luxusyachten vor Anker. (Foto Dieter Schütz/Pixelio)

Auf der kleinen Kastro-Anhöhe liegt die unter Denkmalschutz stehende Panagia Paraportiani Kirche, die im Laufe der Jahrhunderte aus mehreren kleinen Kirchen zu einem leuchtend weißem Ganzen zusammenwuchs. Umrahmt wird das Gotteshaus von schmucken mittelalterlichen Häuschen, die zum Meer hin eine einheitliche Mauer bilden.

Und nur einen Steinwurf entfernt liegt Alefkándra, das wohl schönste Viertel der Stadt, ein „Klein-Venedig“ mit hohen bis ans Ufer gebauten Häusern aus venezianischer Zeit, die in den berühmten Windmühlenhügel übergehen. Es gibt hier wohl keinen Flecken, der noch nicht fotografiert wurde oder mit Pinsel und Stifte auf Papier oder Leinen gemalt wurde.

Das lebendige Wahrzeichen von Mykonos ist der Pelikan, der auch gerne mal durch die engen Gassen der Stadt schlappt. (Foto Lupo/Pixelio)
Das lebendige Wahrzeichen von Mykonos ist der Pelikan, der auch gerne mal durch die engen Gassen der Stadt schlappt. (Foto Lupo/Pixelio)

Obschon auf Mykonos die vorherrschende Devise lautet „Sehen und gesehen werden“, bietet das 85 Quadratkilometer große Archipel abseits des regen Treibens in Mykonos-Stadt, wie Chora auch genannt wird, zahlreiche Winkel und Fleckchen in denen Einsamkeit und Ruhe genossen werden können. Gleichwohl kommt das Gros der Besucher wegen der Mischung aus Badvergnügen und exquisitem Nachtleben in wohl einmaliger Atmosphäre.

Als Anziehungspunkt der Schickeria stand die Kykladeninsel lange im Ruf eine Hochburg der Homosexuellen zu sein, die am Super Paradise Beach einen speziellen Strandabschnitt fanden, an dem sie mit Gleichgesinnten die Abgeschiedenheit genießen konnten. Doch mittlerweile zieht die etwas abseits gelegene Badebucht ein gemischtes Publikum an, ebenso wie zahlreichen Sandstrände, die von Mykonos-Stadt mit dem Bus oder mit kleinen Booten, den Kaíki, zu erreichen sind.

In vielen Bereichen ist Mykonos ein Stück Bilderbuch-Griechenland mit zum Trocknen aufgehangenen Tintenfischen auf der Leine. (Foto Helga/Pixelio)
In vielen Bereichen ist Mykonos ein Stück Bilderbuch-Griechenland mit zum Trocknen aufgehangenen Tintenfischen auf der Leine. (Foto Helga/Pixelio)

Hoch in der Gunst der Sonnenanbeter stehen insbesondere der populäre Ornos, der weitaus schönere Agios Stéfanos, Megali Amnos, Psarou, Platis Gialos und Elia, der längste Strand der Insel, während die Windsurfer im Norden an der windigen Panormós Bay auf ihre Kosten kommen. Wer es weniger laut und voll mag wird sich an den Stränden von Kaló Livádi und Kalafáti wohl fühlen. Als Insidertipp gilt zudem der etwas abgeschieden gelegene Agios Ioánnis mit einer kleinen Kapelle auf einem Kiesstrand.

Fast schon ein Muss ist ein Tagesausflug mit dem Boot nach Delos. Die kleine, unbewohnte Nachbarinsel von Mykonos gilt als heilig. Auf ihr sollen die Götter Apollon und Artemis geboren worden sein. Delos wirkt wie eine einzige große Ausgrabungsstätte, bei der die Geschichte auf Schritt und Tritt lebendig wird. Funde belegen, dass Delos im 9. Jahrhundert v. Chr. politisches und religiöses Zentrum der Ägäis war.

Delos, die Nachbarinsel von Mykonos, lädt zu einer spannenden Reise in die Geschichte und Mythologie Griechenlands ein. (Foto Dieter Schütz/Pixelio)
Delos, die Nachbarinsel von Mykonos, lädt zu einer spannenden Reise in die Geschichte und Mythologie Griechenlands ein. (Foto Dieter Schütz/Pixelio)

Am meisten ins Auge sticht die Terrasse der Löwen mit ihren stilisierten archaischen Tierskulpturen. Im Museum von Delos werden eine der wichtigsten griechischen Sammlungen archaischer Werke sowie Exponate aus klassischer, hellenistischer und römischer Zeit gezeigt und vermitteln einen lebendigen Eindruck vom Leben der Privilegierten.

Ungeachtet der jüngsten Eurokrise und der drohenden Staatspleite ist Griechenland und speziell auch Mykonos weiterhin ein hoch attraktives Reiseziel, das momentan wohl günstiger denn je zu erleben ist. Und das angeschlagene Land braucht den Tourismus als eine der wichtigsten Einnahmequellen. Empfehlenswert ist ein Billigflug nach Griechenland mit Bravofly, das insbesondere ab Düsseldorf mit Superkonditionen Flüge nach Griechenland und speziell auch nach Mykonos vorhält.