K’gari – seit 30 Jahren Weltnaturerbe

K’gari
K’gari, lange unter dem Namen Fraser Island bekannt, ist die größte Sandinsel der Welt. – Foto: Tourism and Events Queensland

„K’gari“ – schlicht und ergreifend bedeutet der indigene Name der Insel Fraser Island nichts anderes als „Paradies“. Damit verspricht die Insel an der Südküste Queenslands auch nicht zu viel. Vor drei Jahrzehnten wurde sie als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet. Mit dem Jubiläum erhält die größte Sandinsel der Welt offiziell ihren ursprünglichen indigenen Namen zurück. Die Namensänderung soll ein Zeichen der Versöhnung mit den Ureinwohnern setzen.­
­

Naturschönheit mit Superlativen

K’gari
Einfach faszinierend: Das Pilne Valley auf K’gari. – Foto: Tourism and Events Queensland

Das wahrhafte Paradies ist ein Ort voller Besonderheiten und spart nicht an Superlativen. Der Sandstrand ist 123 Kilometer lang und die Insel beheimatet den einzigen Regenwald der Welt, der auf Sand wächst. Über 100 Süßwasserseen verleihen K’gari seinen malerischen Ausdruck. Und die Dingos, die hier leben, gelten als die reinrassigsten auf der ganzen Welt. Über 350 Vogelarten, 600 verschiedene Pflanzenarten, darunter beeindruckende Eukalyptusbäume oder über 1000 Jahre alte Satinay-Bäume – das alles macht die Insel zu dem einzigartigen Naturwunder im australischen Sunshine State.

­Wale und ihren Nachwuchs bewundern

Buckelwale tummeln sich regelmäßig vor K’gari.

Offenbar scheint auch der Tierwelt bewusst zu sein, was für ein schöner Ort K’gari ist. Die Buckelwale haben die Bucht vor der Insel auserkoren, um dort zwischen Juni und November ihre Kälber zu gebären. Der in diesem Jahr aus einem Zusammenschluss von Einheimischen und erfahrenen Schiffsbetreibern gegründete Veranstalter K’gari Salty Safaris bietet mit der Western Wonders Tour einen Ausflug an, bei dem neben vielen eindrücklichen anderen Meereserlebnissen – etwa hüpfende Delfine in unmittelbarer Nähe – an der abgeschiedenen Westküste der Insel auch die großen Meeressäuger beobachtet werden können.

­Unvergessliche Badeerlebnisse

Die Champagne Pools laden zum Baden ein. – Foto: Tourism and Events Queensland

Vieles auf der Insel dreht sich um Sand. Das ganze Jahr über beeindrucken Sandsteinformationen und sich ständig verändernde Sandverwehungen. Sanddünen erreichen zum Teil eine Höhe von 250 Meter. Auf dem sandigen Regenwaldboden wachsen besondere Pflanzen. Und selbst die “Landstraße” der Insel führt über Sand. Natürliche Felsbecken laden dabei zum Wasserspaß ein. Die „Champagne Pools“ am felsigen Nordufer sind von der Natur selbst gestaltete Schwimmbecken. Wenn die Wellen an den Felsen brechen, spritzt und blubbert das Wasser wie Champagner.

Natürliche Wasserrutsche

Der Eli Creek bildet eine natürliche Wasserrutsche. – Foto: Tourism and Events Queensland

Zu den Highlights zählt aber auch ein Ausflug oder noch besser eine Wanderung zu den kristallklaren Süßwasserseen der Insel. Der prominenteste unter ihnen ist Lake McKenzie. Auf geführten Touren erfahren Interessierte etwa, dass das türkisfarbene Wasser – übrigens reines Regenwasser – natürliches Teebaumöl enthält und so die blauen Farbtöne des schneeweißen Kieselsands reflektiert. Bei der rasanten Fahrt mit dem Geländewagen über den Strand, dem berühmtesten „Highway“ der Insel, der tatsächlich auch mit Verkehrsschildern versehen ist, ist ein Stopp am Eli Creek fast schon obligatorisch. Die Strömung des Baches, der in den Pazifik fließt, bildet eine natürliche Wasserrutsche: ein erfrischendes Abenteuer. Weitere Informationen unter ­www.queensland.com.
­

Mortimer

Seit 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.