SalzZeitReise im Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land etwa können Erholungssuchende nicht nur die frische Bergluft in den Salzalpen zwischen Watzmann und Königssee genießen, sondern auch in eine mystische Welt unter der Erde abtauchen. Im historischen Salzbergwerk gelangen die Besucher bis zu 150 Meter unter den Berg – und sind ganz weit weg vom Alltag. Mit der Besucherbahn beginnen sie die SalzZeitReise, die sie zu Salzkathedrale, Spiegelsee und Schatzkammer führt. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es dabei um mehr als eine Besichtigungstour. Multimediale Installationen aus Farbe, Licht und Salz lassen eine bezaubernde Untertagewelt entstehen.

Erster Halt auf der Reise in die Tiefe ist das Kaiser-Franz-Sinkwerk, das mit seinen 17 Meter hohen Wänden und 3.000 Quadratmetern Deckenfläche ein Raumgefühl wie in einer Kathedrale vermittelt. In diesem einzigartigen Ambiente finden zu bestimmten Terminen festliche Abendessen statt. Unter www.salzzeitreise.de gibt es Informationen, eine Reservierungsmöglichkeit für das Dinner im Bergwerk und erste Einblicke in die faszinierende Untertagewelt.

Auf einer knapp 40 Meter langen Bergmannsrutsche gelangen die Besucher eine Ebene weiter nach unten in den Berg hinein. Über Salzgrotte, Schatzkammer und Salzlabor, wo alles Wissenswerte rund um Salz und Sole vermittelt wird, führt der Themenweg zum Spiegelsee. Die Fahrt mit dem Floß über die große Wasserfläche, bei der Klang- und Lichtspiele für Sinnesreize sorgen, ist ein weiterer Höhepunkt.

Die Salzgewinnung hat eine lange Tradition im äußersten Südosten Deutschlands. In Berchtesgaden wird das „weiße Gold“ seit dem 12. Jahrhundert abgebaut. Und das Salzbergwerk ist nicht etwa museale Geschichte, sondern seit 1517 ununterbrochen in Betrieb. Über Soleleitungen gelangt das mit Wasser aus dem Stein gelöste Salz zur Weiterverarbeitung in die 18 Kilometer entfernte Saline in Bad Reichenhall. Entlang der Leitungen führen zahlreiche Wanderwege durch eine bizarre Natur (djd/pt).