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Briten feiern 2020 ihre Schriftsteller und Dichter

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Mekka der Literaturliebhaber unter den Briten: das Bronte Parsonage im englischen Haworth. (Foto Visit Britain)

Freunde britischer Literatur erwarten in diesem Jahr besondere Jubiläen: Charles Dickens hat 150. Todestag, Anne Bront feiert den 200. Geburtstag und William Wordsworth wurde vor 250 Jahren geboren. Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 als zweites von acht Kindern in der Nähe von Portsmouth geboren. Die Familie zog drei Jahre später nach London. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitete als 12-Jähriger in einer Lagerhalle, um seine Familie zu ernähren. Erst später konnte er wieder die Schule besuchen. Dickens wurde Journalist bei einer Tageszeitung, wo er auch seine ersten Romane veröffentlichte. Schließlich wurde er Herausgeber der Tageszeitung Daily News. Er starb am 9. Juni 1870 auf seinem Landsitz in Higham in Kent.

Zu seinen berühmtesten Werken gehören „Oliver Twist“, „David Copperfield“ und „Eine Weihnachtsgeschichte“. Für alle Dickens-Fans lohnt ein Besuch im Charles Dickens Museum in London. Man kann in dem Haus, wo er u.a. Oliver Twist schrieb, die Räumlichkeiten besichtigen und erfährt Interessantes aus seinem Leben. . Das Victoria & Albert Museum in London widmet ihm ebenfalls eine Ausstellung, in der seine Bücher und Manuskripte gezeigt werden. Auch sein Geburtshaus in Portsmouth ist für die Öffentlichkeit zugängig. Zur Zeit wird es umgebaut und eröffnet wieder im April 2020.

Anne Brontë feiert den 200. Geburtstag

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Anne Brontë an Tuberkulose in Scarborough, wo sie auf dem Friedhof von St. Mary beigesetzt wurde

Anne Brontë, die jüngere Schwester von Charlotte, Branwell und Emely, wurde am 17. Januar 1820 in Thornton in Yorkshire geboren. Anne war als Gouvernante tätig und in ihrer Freizeit widmete sie sich dem Schreiben und Zeichnen. Neben zahlreichen Gedichten veröffentlichte sie die Romane „Agnes Grey“ und „Die Herrin von Wildfell Hall“. Am 28. Mai 1849 starb Anne Brontë an Tuberkulose in Scarborough, wo sie auf dem Friedhof von St. Mary beigesetzt wurde. Ein Muss für alle Brontë-Fans ist der Besuch des Pfarrhauses, wo die Schwestern viele Jahre gelebt haben. In dem kleinen Ort Haworth in Yorkshire taucht man in das Leben der Brontës ein, hier kann man die Wohnräume besichtigen und findet zahlreiche Manuskripte und Erinnungsstücke.  Nur zwei Meilen entfernt befindet sich in der malerischen Landschaft der Yorkshire Moors der Brontë Wasserfall, hier haben die Schwestern viel Zeit verbracht und sich inspirieren lassen. Ein Spaziergang dorthin auf dem Brontë Trail lohnt auf jeden Fall.

William Wordsworth wurde am 7. April 1770 in Cockermouth in Cumbria geboren und starb am 23. April 1850. Er studierte an der Universität in Cambridge und reiste viel durch Europa. Wordsworth war ein führendes Mitglied der englischen Romantikbewegung und gehörte zu den „Lake Poets“ im Lake District. Er verfasste lyrische Gedichte und zu seinen bekanntesten Werken gehören „Präludium“ und das Narzissen-Gedicht „I wandered lonely as a cloud“. Im Wordsworth Museum in Grasmere in Cumbria kann man auf seinen Spuren wandeln. Zu dem Cottage, in dem der Dichter einige Jahre gelebt hat, gehört ein wunderschöner Garten.

Literaturfestivals in Großbritannien

Die Werke von Charles Dickens gelten als ewig-junge Klassiker der britischen Literatur.

Für Liebhaber britischer Literatur sind sicherlich auch die jährlichen Literaturfestivals ein Erlebnis. Der kleine Ort Hay-on-Wye in Wales ist mit 40 Antiquariaten das erste und größte Bücherdorf der Welt. Hier findet jährlich das Hay Festival mit zahlreichen Lesungen und Veranstaltungen statt – so in diesem Jahr vom 21. bis 31.Mai 2020.

Mit 700 Veranstaltungen ist das Edinburgh International Book Festival für Bücherfreunde ein jährliches Highlight. In diesem Jahr findet das Festival vom 15. bis 31. August statt.

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