Außergewöhnlicher Artenreichtum in Thailands Unterwasserwelt

Ein buntes Kaleidoskop an Fischen und Korallen findet sich vor der Küste Thailands.
Ein buntes Kaleidoskop an Fischen und Korallen findet sich vor der Küste Thailands.

Im Westen die Andamanensee, im Osten der Golf von Thailand: eingerahmt von mehr als 2.500 Kilometern Küste mit vielen hundert Inseln ist Thailand ein Traumziel für Wasserliebhaber und Unterwassersportler. Als Ganzjahresdestination bietet Thailand zu jeder Jahreszeit optimale Bedingungen zum Tauchen. Von Oktober bis April ist die Andamanensee ganz ruhig und wenn der Südwestmonsun ihr Wasser peitscht, spiegelt sich in der Oberfläche des Golfs von Thailand der blaue Himmel. Hier taucht man am besten von Mai bis September.

Ein großer Teil des natürlichen Reichtums Thailands liegt unter Wasser. Über 200 Korallenarten bilden den schillernden Lebensraum für ebenso bunte Fische und andere Meeresbewohner. Mit etwas Glück kann man sogar die seltenen Wal- und Leopardenhaie beobachten. Doch es sind nicht nur die „dicken Fische“, die das Taucherglück in Thailand perfekt machen, sondern vor allem die unermessliche Artenvielfalt der thailändischen Unterwasserwelt.

Viel Raum zum Träumen, Baden und Tauchen: Das Ang Thong Archipel
Viel Raum zum Träumen, Baden und Tauchen: Das Ang Thong Archipel

Bei konstanten 28 Grad Celsius könnten Taucher diese Wunder der Natur sogar ohne Neoprenanzug genießen. Das klare, türkisblaue Wasser bietet oft Sichtweiten von bis zu 25 Metern – ein Vorteil, von dem auch Schnorchler profitieren.

Der außergewöhnliche Artenreichtum der Unterwasserwelt des asiatischen Königreichs entsteht durch die Verbindung zweier Ökosysteme, der Andamanensee im Westen, ein Teil des östlichen Indischen Ozeans, und dem Golf von Thailand im Osten. Viele der international anerkannten Tauchresorts wie Phuket, Phi Phi Islands oder die Weltklasse Tauchbasen der Similan- und Surin Islands liegen in der Andamanensee.

Der Golf von Thailand beheimatet hingegen den größten Unterwasser-Nationalpark dieser Region, Mu Ko Ang Thong. Auch die unter Tauchern berühmten Inseln Ko Samui und Ko Tao liegen im Golf von Thailand.

Viel zu entdecken gibt es in der Andamansee
Viel zu entdecken gibt es in der Andamanensee.

Die Andamanensee gilt als Perle unter den thailändischen Tauchgebieten. Mantas, Walhaie, Thunfisch- und Barrakudaschwärme können hier zwischen bizarren Felsformationen beobachtet werden. Viele Tauchplätze der Andamanensee, besonders die im Norden, werden nur auf Tages- oder Mehrtagestörns angefahren und sind deshalb ideal für Taucher, die „Tauchen total“ von Safaribooten aus lieben. Strömungen und Sichtweiten (in der Regel bis zu 25 Metern) können in dieser Region stark schwanken, bedingt durch die solitäre Lage vieler Inseln. Auch die Großfische folgen diesen wechselnden Gegebenheiten und so sind Mantas, Walhaie, Graue Riffhaie, Tunas oder Makrelen sowohl im Norden als auch im Süden der Andamanensee zu sehen.

Phuket zählt seit Jahren zu den beliebtesten Zielen im fernöstlichen Königreich. Das grünblaue Wasser, das die Insel umspült, ist für Taucher ebenso ideal wie für Surfer und Segler. Tropische Rifflandschaften finden sich hier überall. Felsmassive, Steilwände, Leopardenhaie, Rochen, Barrakudas und dazu ein populäres Wrack gehören zu den Highlights der Tauchreviere vor Phuket. Die bekanntesten Tauchplätze um Phuket sind: Ko Racha Yai, Ko Racha Noi, Hin Mu Sang (Shark Point!), Anemone Reef, Wrack der King Cruiser (problemlos von außen und innen betauchbar), Ko Dok Mai (senkrechte Steilwände), Ko Yung (Haitauchen), Ao Maya (Steilwände, Rifflandschaft, bisweilen starke Strömungen), Hin Dot (nur für erfahrene Taucher).

Ein Paradies für Taucher, Schnorchler und Badefreunde: Chang Archipelago
Ein Paradies für Taucher, Schnorchler und Badefreunde: Chang Archipelago

Similan Islands – neun nahezu unbewohnte Inseln, 100 Kilometer nordwestlich von Phuket gelegen, die unter Naturschutz stehen und deren vom tiefblauen Meerwasser gewaschenen Strände zu den schönsten der Welt gehören. Zwei unterschiedliche Landschaftstypen treffen hier auf einander. Im Osten überwiegen Steinkorallengärten, die von der Oberfläche bis zu 40 Meter in die Tiefe reichen. Im Westen bilden zum Teil Haus hohe Granitblöcke, überzogen mit farbenprächtigen Weichkorallen, die beeindruckende Kulisse, vor der sich das Unterwasserleben abspielt. Zu den beliebtesten Tauchplätze gehören hier Ko Huyong (Höhlen, Canyons, Schrägen), Ko Payu (Korallenblöcke mit dichtem Bewuchs, massive Granitfelsen), Hin Pousar/Elephant Rock (Spitzentauchplatz zwischen großen Granitblöcken, Rochen).

Weitere Informationen unter www.thailandtourismus.de.

Karsten-Thilo Raab

berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.