Von 24. Januar 2019 Mehr →

Texas – die abgefahrensten Orte im Lone Star State

Ein faszinierendes Stück Texas: Die Cadillac Ranch in Amarillo. - Foto Amarillo Convention & Visitor Council

Ein faszinierendes Stück Texas: Die Cadillac Ranch in Amarillo. – Foto Amarillo Convention & Visitor Council

Texas bietet zahlreiche klassische Sehenswürdigkeiten. Was viele aber nicht wissen – hier gibt es auch leicht verrückte Attraktionen, die gemeinhin noch kaum bekannt sind. Wer eine gänzlich neue Seite des Lone Star States kennenlernen möchte, dem sei ein Besuch im Luxusladen im Nirgendwo, bei senkrechten Cadillacs oder innerstädtischen Fledermauskolonien wärmstens empfohlen.

Panhandle-Region: Eine Ranch aus Cadillacs

Pilgerstätte für Musikliebhaber: Das Buddy Holly Center in Lubbock. – Foto Travel Texas

Man nehme zehn alte Cadillacs, grabe sie zur Hälfte senkrecht in die Mitte eines Maisfeldes und besprühe das Ganze bunt: Fertig ist die Cadillac Ranch. 1974 als Kunstinstallation von Mitgliedern der Künstlergruppe Ant Farm gestartet, ändert sich das Kunstwerk dank Besuchern, die die Oberfläche ständig übermalen, bis heute. Die Installation liegt nahe der historischen Route 66, die heute an dieser Stelle von der Interstate 40 ersetzt wird. Ebenfalls in der Panhandle-Region befindet sich der Palo Duro Canyon, seines Zeichens zweitgrößter Canyon der USA sowie Lubbock, der Geburtsort von Buddy Holly. Ein Abstecher lohnt sich also nicht nur wegen der bunten Cadillacs.

Austin: Der Traum jedes Batman-Fans

An der Congress Avenue Bridge fliegen die Fledermäuse tief. – Foto Visit Austin

Frühmorgens und spätabends wird der Himmel über Austin für kurze Zeit schwarz: Dann zieht die weltgrößte innerstädtische Fledermauskolonie der Welt aus, um Insekten das Fürchten zu lehren und die hungrigen Mägen zu füllen. Dieses Spektakel findet täglich auf der Congress Avenue Bridge statt, die Heimat tausender Fledermäuse ist – damit hat Austin die größte städtische Fledermauskolonie der Welt. Wer nach dem Fledermausspektakel einen Drink braucht, wird in der „Live Music Capital of the World“ in einer der unzähligen Bars bestimmt fündig – tolle Konzerte inklusive.

Marfa: Kleinstadtkunst ganz groß

Auch landschaftlich hat der Lone Star State einiges zu bieten. – Foto Texas Tourism

Im absoluten „Middle of Nowhere“ im Westen von Texas liegt das Dorf Marfa. Doch wer denkt, hier herrsche absolute Langeweile, der irrt. Seit der legendäre US-Kunststar Donald Judd 1971 in das Städtchen kam und es zum Sitz seiner Judd und Chinate Foundation machte, pilgern die Hipster, Maler, Autoren, Designer, Kunstliebhaber und Promis in Scharen hierher, um sich in den Galerien und stylische Cafés auszutauschen und ihrer Passion nachzugehen. Ein weiteres Highlight nordwestlich von Marfa ist die Installation Prada Marfa. Als Konsumkritik an der westlichen Welt erbaute ein Künstlerduo diesen vermeintlichen Luxusladen – der mittlerweile weltberühmt ist.

Hill Country: Zurück nach Großbritannien

Der Big Bend National Park besticht durch atemberaubende An- und Aussichten. – Foto Texas Tourism

Stonehenge liegt in Texas – oder besser: Stonehenge II. Umgeben von hügeliger Landschaft, Weinreben und hübschen Städtchen können Besucher den eindrucksvollen Nachbau des Originals besuchen. Das Bauwerk, hergestellt aus Gips und Drahtgeflecht, ist rund halb so groß wie das Original und zeigt, wie der große Bruder in England ohne Erosion ausgesehen hätte. Daneben lockt das fruchtbare Hill Country mit Aussichten etwa vom markanten Gesteinsmassiv Enchanted Rock, lauschigen Nachmittagen bei Weinverkostungen auf einem der Güter oder Country-Music-Abenden in Luckenbach, einem Vier-Seelen-Ort, der allabendlich Treffpunkt für Musiker verschiedener Richtungen wird. Weitere Informationen unter www.traveltexas.de.

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