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Von 29. März 2012 Mehr →

Schwarzmeer-Sprudel aus Georgiens Brunnen

Wirkt überaus einladend: Batumii. (Foto Oley 24)

Okay, Georgien ist für die meisten Urlauber und Erholungssuchenden nicht unbedingt das designierte Traumreiseziel. Was wohl auch daran liegen mag, dass die meisten nur sehr wenig über das kleine Land in Vorderasien wissen, in dem mit 4,5 Millionen Einwohnern etwa so viele Menschen  leben wie in Berlin. Dass Tiflis die Hauptstadt ist, mögen viele noch aus dem Erdkundeunterricht wissen, eventuell auch, dass das Land zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus im Norden an Russland, im Süden an die Türkei und Armenien sowie im Osten an Aserbaidschan grenzt. Und schon ist wissenstechnisch Ende im Gelände. Doch das könnte sich jetzt mit einem Gruß an die Leber ändern. Wohl im Bewusstsein, ein weitgehend weißer Fleck auf der Karte des internationalen Tourismus zu sein, lässt nämlich die Hafenstadt Batumi mit ungewöhnlichen Plänen aufhorchen.

Die 120.000 Einwohner zählende Großstadt am Schwarzen Meer, zu deren Prachtmeilen der  palmengesäumte Primorski Boulevard am Strand gehört, will – so berichtet die Nachrichtenagentur AFP – ab Sommer statt Wasser Hochprozentiges aus einem öffentlichen Brunnen rinnen lassen. Motto: Mit sprudelndem Alkohol zu sprudelnden Einnahmen.

Im laufenden Ausschank des Brunnens soll dabei mit dem Tschatscha ein traditioneller georgischer Tresterbrand  sein. Für die Schnapsdrosseln aller Länder könnte Batumi somit zu einer Art Schlaraffenland werden; zu einem Pilgerziel für alle, die sich mit oder ohne Becher gerne mal einen bechern.

Allerdings hat die Sache einen klitzekleinen Haken. Denn das Gesöff soll nur einmal pro Woche und dann für maximal zehn bis 15 Minuten aus dem Brunnen sprudeln. Was allerdings selbst für geübte Schluckspechte bei einem Alkoholgehalt des Tschatscha zwischen 45 und 60 Prozent mehr als genug sein kann. Denn, wer zehn Minuten lang Becher für Becher füllt und leer trinkt, dürfte so voll sein, dass er mindestens eine Woche lang ins Delirium fällt. Und dann kann ja wieder von vorne drauf los gebechert werden.

Buchtipp: Karsten-Thilo Raab: Thekenbrust & Zackendruse, Westflügel Verlag, ISBN 978-3-939408-11-6, 12,50 €. Erhältlich ist der Titel im Buchhandel oder direkt beim Verlag

Archiviert unter Kurioses, Asien, Panorama, Genuss, Georgien
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