Von 15. Dezember 2013 Mehr →

Weiße Pracht in den Rocky Mountains: Mit Vollgas durch den Tiefschnee

Ein Traum in Weiß: Die mit Pulverschnee bedeckten Hänge der Rocky Mountains. (Foto Skiing Idaho)

Ein Traum in Weiß: Die mit Pulverschnee bedeckten Hänge der Rocky Mountains. (Foto Skiing Idaho)

In den Rocky-Mountain-Staaten in den USA beginnt die schönste Zeit des Jahres. Doch die prächtige Winterlandschaft lockt nicht nur Ski- und Snowboardfans ins nordische Winterparadies. Eisfischen, Schlittschuhfahren, Schneeschuhwandern – die Landschaft der Rockies gleicht besonders in der kalten Jahreszeit einem endlos weiten winterlichen Spielplatz. Einige Trends stechen seit neuestem besonders hervor, dazu gehören unter anderem „Snowmobiling“ und „Dogsledding“.

Abenteuerliche Fahrten mit dem Motorschlitten lassen sich am besten in den Black Hills in South Dakota erleben. 560 Kilometer an markierten und präparierten „Snow Roads“ sowie ein 526.000 Hektar großes Waldgebiet warten nur darauf, entdeckt zu werden. Auf der Fahrt im trockenen Pulverschnee eröffnen sich zahlreiche Panorama-Aussichten auf tiefe Canyons und weite Täler. Nach einem adrenalinreichen Tag im Schnee warten historische Dörfer mit gemütlichen Unterkünften und einer Vielfalt an Restaurants auf Sie. Die Black Hills eignen sich perfekt für einen Urlaub mit der ganzen Familie – die Berge sind frei zugänglich und das Gelände ist nicht allzu steil. Die Region gewinnt Jahr für Jahr immer mehr Wintersportfans.

In den Black Hills in South Dakota kommen nicht nur Skifahrer auf ihre Kosten. (Foto: Deadwood)

In den Black Hills in South Dakota kommen nicht nur Skifahrer auf ihre Kosten. (Foto: Deadwood)

In Geschäften und Resorts, die früher während der Winterzeit geschlossen waren, herrscht heute ein reger Betrieb. Besonders Schneemobilfahrer nutzen diese als Pitstop auf ihren Fahrten durch die Eislandschaft. Eindrucksvolle Erlebnisse wie ein Elch, der vorbeispaziert, oder gefrorene Wasserfälle wie die Roughlook Falls lassen sich dann am Abend mit anderen Abenteurern teilen, wenn man sich gemütlich am Kamin versammelt. Die Trailshead Lodge am Highway 84 ist ein beliebter Spot für solche Zusammentreffen, denn hier laufen vier Schlittenwege zusammen. Die sogenannten Snow Roads werden hierfür übrigens regelmäßig präpariert.

Bei den motorisierten Schlitten sitzt der Fahrer wie auf einem Motorrad, am Heck des Gefährts rotiert ein Raupenantrieb. Vorne sind zwei lenkbare Ski montiert, um den Schlitten auf Kurs zu halten. Bis zu 170 PS starke Antriebe machen die Motorschlitten zu Rennern, die auf festem Schnee Beschleunigungswerte erreichen wie große Motorräder auf Asphalt – das ist Nervenkitzel pur. Selbst Anfängern fällt das Fahren in der Regel nicht schwer, man sollte nur am Anfang auf flachem Gelände fahren, um ein Gefühl für das Fahrzeug zu bekommen. Gas gegeben wird auf den Motorschlitten per Daumen. Die Gefährte verfügen in der Regel über Automatikgetriebe, so dass nur fürs Rückwärtsrangieren geschaltet werden muss. Das Bremsen übernehmen Scheiben am Raupenantrieb. Die Sicherheitsausrüstung beim Snowmobiling ist Pflicht: Helm, Schneebrille, Brust- und Rückenprotektoren sollten getragen werden und sind an den Vermietstationen in den Black Hills erhältlich. Für Wyoming, in denen einige Snow Roads der Black Hills verlaufen, ist eine Schneemobil-Lizenz erforderlich, die für einmalig 25 US$ ebenfalls hier erhältlich ist.

Auf motorisierten Schlitten lassen sich die Rocky Mountains im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. (Foto: Donnie Sexton)

Auf motorisierten Schlitten lassen sich die Rocky Mountains im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. (Foto: Donnie Sexton)

In der Winterzeit wirkt Montana wie verwandelt. Mit Puderschnee bedeckte Berge, Hundeschlitten-Pisten und versteckte heiße Quellen verzaubern jeden Besucher. Und wussten Sie, dass es in Montana 16 wunderschöne Skigebiete gibt? Ein einzigartiges Erlebnis, von dem jeder schon einmal geträumt hat, ist die rasante Fahrt durch den Schnee mit einem Hundeschlitten. Dieses Abenteuer erfreut sich einer steigenden Beliebtheit, so dass es in Montana bereits zahlreiche Anbieter für geführte Husky-Fahrten gibt.

Eine Fahrt im Snowcoach ist ebenfalls ein ganz besonderes Erlebnis – zudem sitzt man bequem im Warmen. Das familienfreundliche Fahrzeug trotzt jedem Wetter und ist mit Raupenantrieb ausgestattet. Umweltfreundlich und leise gleitet man so durch die weiße Landschaft und genießt herrliche Ausblicke und Tiere in freier Wildbahn.

Schneeschuhwandern gehört zu den winterlichen Vergnügungen in Montana. (Foto Donnie Sexton)

Schneeschuhwandern gehört zu den winterlichen Vergnügungen in Montana. (Foto Donnie Sexton)

Idaho wird auch als “Seele des Skifahrens” bezeichnet – und das nicht nur, weil der erste Skilift der USA hier erbaut wurde. Viele Europäer wissen nicht, dass Idaho für trockenen Puderschnee und luxuriöse Resorts steht. Hier wird „Ski in Style“ ganz groß geschrieben. Das älteste und traditionsreiche Sun Valley kann gestern wie heute viele Berühmtheiten begrüßen. Die modernsten Skianlagen Nordamerikas runden das perfekte Skivergnügen ab. Das Schweitzer Mountain Resort hält atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Berge und den tiefblauen See für Besucher bereit. Tiefschneeliebhaber kommen auf dem Weg in die Outback Bowl auf ihre Kosten. 18 Ski-Resorts, 95 Sessellifte, 794 Pisten sowie 7.500 Hektar feinstes Gelände erwarten sie hier. Rund 1,6 Millionen Skibegeisterte kommen jedes Jahr hierher, um sich in Idahos Skigebieten auszutoben.

Jeden Winter verwandelt sich Jackson in einen großartigen Skiort mit drei Resorts. Das Jackson Hole Mountain Resort in Teton Village rühmt sich mit einer der längsten Abfahrten aller Skigebiete in den USA. Etwa die Hälfte des Rendezvous Peak-Skigebiets, das mit seinen Pisten und Felsen für Experten geeignet ist, stellt selbst für den extremsten Abfahrer eine Herausforderung dar. Jackson Hole ist ein Revier für Skifahrer mit allen unterschiedlichen Niveaus und bietet jede Menge Skispaß, auch unter Anleitung. Im Umkreis von Teton Village gibt es eine Reihe exzellenter Langlaufloipen. Im Westen der Tetons, im Grand Targhee Ski Resort, fallen jährlich mehr als 12,6 Meter Schnee – der größte Teil davon ist feinster Puderschnee.

Jackson Hole in Wyoming

Am Jackson Hole in Wyoming finden sich die längsten Abfahrten der USA.

Auch Snow King, der “Stadtberg” von Jackson, kündigt eine Vergrößerung und erweiterten Service für Skifahrer an, so dass die Skiläufer ihren Lauf bequem in der Stadt Jackson beenden können. Jackson ist das perfekte Winter-Hauptquartier für Besucher aus der Region. Neben den erstklassigen Abfahrten bietet die Stadt jede Menge Langlaufloipen und präparierte Pisten für Schneemobile. In den Wintermonaten ist das National Elk Refuge ein beliebtes Ausflugsziel. Hier sammeln sich zeitweise mehr als 7.500 Elche an den Futterstellen. Ebenfalls beliebt sind Touren in den Grand Teton und den Yellowstone Nationalpark. Weitere Informationen unter www.rmi-realamerica.de.

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