Kleine verborgene Schätze im Oberharz

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Das rote Sofa in Benneckenstein lädt zur Rast mit Aussicht ein und hat mittlerweile Kultstatus erreicht. – Foto: DJD/Rübeländer Tropfsteinhöhlen/Mandy Leonhardt

Abseits der bekannten Pfade bietet die Region Oberharz am Brocken außergewöhnliche Erlebnisse für Naturfreunde, Technikbegeisterte und Feinschmecker. Wer in einem der ruhigen Bergdörfer im westlichen Zipfel von Sachsen-Anhalt Quartier nimmt, entdeckt ausgeschilderte Wanderwege direkt vor der Tür, nahe Ausflugsziele für die ganze Familie und spannende Geschichten vom Mittelalter bis heute.

Mystische Natur und kuriose Namen

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Die „Schnarcherklippen“ sind ein spannendes Wanderziel und lassen bei scharfem Wind ein Pfeifen hören – daher der originelle Name der Klippen. – Foto: DJD/Rübeländer Tropfsteinhöhlen/Jan Reichel

Ein schönes Wanderziel sind beispielsweise die „Schnarcherklippen“ bei Elend: Auf die bizarren Felstürme führt eine sichere Leiter zum Aussichtspunkt über Berg und Tal. Um ihre Ecken und Kanten pfeift der Wind und verhalf ihnen so zu dem lustigen Namen. Auch die Namen der Harzorte Elend und Sorge lassen die Besucher schmunzeln oder die Stirn runzeln. Doch sie sind historisch begründet – und gar nicht trostlos gemeint: Denn sie leiten sich aus den althochdeutschen Worten für Fremdenland und Rand oder Grenze her, was im Mittelalter für ihre abgeschiedene Lage im unwegsamen Grenzgebiet stand.

Eisenbahnromantik und Ingenieurskunst

Der beschauliche Ort Elend trägt seinen Namen mit Stolz, denn er wies im Mittelalter auf seine Lage hin – und ist gar nicht trostlos gemeint. – Foto: DJD/Rübeländer Tropfsteinhöhlen/Daniel Beyer

Ein Geheimtipp für alle Technikinteressierten wartet im Örtchen Stiege: Unweit vom Schloss am See und Deutschlands einziger Holzkirche im Drachenstil ist Europas kleinste Wendeschleife zu bestaunen. Hier wenden die Triebwagen der Harzer Schmalspurbahn auf engstem Raum – ein Zeugnis der Harzer Ingenieurskunst aus der Bergbaugeschichte. Aus dieser Zeit stammt auch das mächtige Bahnviadukt in Neuwerk bei Rübeland, das sich knapp hundert Meter weit übers Tal spannt. Es ist Teil der historischen Rübelandbahn, auf der heute noch Dampflokomotiven durch den Harz schnaufen.

Traditionelle Spezialitäten

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Die kleinste Wendeschleife Europas in Stiege ist ein echter Geheimtipp für Eisenbahnfans. – Foto: DJD/Rübeländer Tropfsteinhöhlen/Mandy Leonhardt

Zeitreisen in die Bergbaugeschichte sind im Schaubergwerk Büchenberg in Elbingerode mit allen Sinnen zu erleben. Zum Finale einer Führung können sich Interessierte auch zum traditionellen Tzscherper-Essen anmelden, dessen Name vom wichtigsten Arbeitswerkzeug der Bergmänner stammt: Das Tzscherper-Messer war gleichzeitig ihr Essbesteck für Schmorwurst, Harzer Käse, Schmalzbrot und Gurken.

Im Schaubergwerk Büchenberg in Elbingerode können die Besucher auch kulinarische Zeitreisen unternehmen. – Foto: DJD/Rübeländer Tropfsteinhöhlen/Mandy Leonhardt

Dagegen schmeckt es im Ostdeutschen Fahrzeug- und Technikmuseum in Benneckenstein „ostalgisch“: Hier ist der historische Mitropa-Speisewagen ein Highlight, wo von April bis Oktober hausgemachte Soljanka serviert wird. Und danach tun ein paar Schritte gut, zum Beispiel zum „Roten Sofa“ oberhalb von Benneckenstein. Der Rastplatz mit Kultstatus bietet eine weite Aussicht und einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel. Weitere Informationen unter www.oberharzinfo.de. (djd)

Bei Rübeland spannt sich das Bahnviadukt Neuwerk fast hundert Meter übers Tal. – Foto: DJD/Rübeländer Tropfsteinhöhlen/Mandy Leonhardt

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