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Von 18. April 2019 Mehr →

Oberschwäbische Barockstraße mit Gänsehautflair

Ein wenig schauderhaft muten entlang der Oberschwäbischen Barockstraße u.a. die Überreste des Heiligen Dioskorus in der Klosterkirche Wald an. – Foto Oberschwaben Tourismus GmbH

Schauderhaftes steht in diesem Jahr an der Oberschwäbischen Barockstraße im Mittelpunkt. Denn neben prachtvollen Bauten gehören auch verzierte Gerippe oder die Hexenverfolgung zu dem aus heutiger Sicht etwas bizarren Zeitalter. In der neuen Übersichtskarte zum Themenjahr „BAROCK erschaudern“ sind Stationen markiert, die gleichermaßen furchterregend wie faszinierend sind.

Heiligen- und Reliquienkult

In vielen Klöstern und Kirchen entlang der Oberschwäbischen Barockstraße können sie noch heute bewundert werden: Die Gebeine von Heiligen, geschmückt mit Gold, Edelsteinen und kostbaren Gewändern. Die „Heiligen Leiber“ stammen aus römischen Katakomben und ruhen seit hunderten von Jahren in gläsernen Schreinen.

Hexenwahn, Pranger und Galgen

Nicht nur im Nebel prächtig: die Wallfahrtskirche Steinhausen. – Foto Achim Mende

Mit der Verbrennung zweier Ravensburgerinnen begann im Mittelalter die systematische Verfolgung von Frauen als Hexen. Eine Führung durch Ravensburg bringt die Besucher zu den originalen Schauplätzen. Auch Kerker, Pranger und Galgen gehörten zum Barock. Relikte eines düsteren Kapitels der Geschichte sind in verschiedenen Museen ausgestellt.

Harter Alltag statt höfischer Opulenz

Das Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach und das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg geben Einblicke in den harten Alltag der Landbevölkerung. Das Leprosenhaus in Bad Wurzach diente einst als Isolierstation für Aussätzige. „Der Duft einer Epoche“ kann bei der gleichnamigen Führung im Neuen Schloss Tettnang erschnuppert werden. Der Themenweg „Zwischen Himmel und Hölle“ zwischen Bergatreute und Ratzenried-Argenbühl führt zu eher unbekannteren Stätten von Volksfrömmigkeit und Aberglaube.

Schauderhaftes im Sommer

Zeugnisse der Hexenverfolgung im Heimatmuseum in Veringenstadt. – Foto Frank Maller

Auch die diesjährige BAROCKwoche vom 10. bis zum 18. August widmet sich dem Thema. So sind im Festprogramm mit Sicherheit einige Gänsehautmomente eingeplant. Dazu gibt es entlang der Oberschwäbischen Barockstraße wieder Musik aus dem 18. Jahrhundert, ausgefallene Gaumenfreuden oder Führungen, die Einblick in das Leben und die Kunst geben.

Eine Faltkarte weist den Weg

Die neue Übersichtskarte zum Themenjahr „BAROCK erschaudern“ und ein detaillierter Routenführer zur Oberschwäbischen Barockstraße sind kostenlos erhältlich bei Oberschwaben Tourismus, Telefon 07583 92638-0, info@oberschwaben-tourismus.de, www.himmelreich-des-barock.de.