
Zur traditionellen Walpurgisnacht am 30. April treffen sich grellbunte Hexen, furchterregende Teufel und zauberhafte Fabelwesen auf dem Hexentanzplatz hoch über Thale: Mit hochkarätigem Bühnenprogramm und magischer Lasershow, wildem Tanz und Höhenfeuerwerk treiben sie den Winter aus. Die Mythenstadt Thale im Nordosten des Harzes feiert alljährlich die größte Walpurgisnacht. Und bis zum 4. Mai lädt der Walpurgismarkt in der Innenstadt und im Kurpark zu vielen Veranstaltungen für die ganze Familie ein.

Zur „Nacht der Nächte“ kommen auch viele der Abertausenden Besucher in fantasievollen Kostümen und verwandeln das Bodetal in einen brodelnden Hexenkessel. Auf dem Programm der Walpurgisnacht stehen in diesem Jahr die Akrobatik- und Feuershow der Freaks on Fire, die „Apache 207 Double Show by Tamas“ und die Coldplay-Tribute-Band Viva La Vida. Headliner sind die Sängerin Loona, die mit ihrem Partyhit „Bailando“ internationale Erfolge feierte, und die Deutschrock-Band Heldmaschine.
Ein sagenhafter Spuk

Der populäre Brauch geht auf eine alte Sage zurück: Demnach fliegen die Hexen in der Walpurgisnacht auf Besen und Mistgabeln zum Brocken hinauf, um auf dem höchsten Gipfel des Harzes den Schnee wegzutanzen und dem Teufel den Pferdefuß zu küssen. Dann fliegt die ganze diabolische Gesellschaft über das Bodetal zum Hexentanzplatz. An diesem mystischen Kultort hält der Teufel mit der schönsten Hexe Hochzeit und alle feiern ein wildes Fest, um den Frühling willkommen zu heißen.

Erst im Morgengrauen ist der Spuk vorbei. Seit zwei Jahren bleibt auf dem Hexentanzplatz ein uriges Hexendorf bestehen: Windschiefe bunte Häuschen laden das ganze Jahr über spielerisch in die Harzer Sagenwelt ein, mit Shops für personalisierte Zauberstäbe, regionales Kunsthandwerk und kulinarische Spezialitäten, Rätselstationen und Kletterturm. Unter www.bodetal.de sind alle Schauplätze und das Programm der Walpurgisnacht zu finden.
Ein Reiseziel fürs ganze Jahr

Vom Harzer Ferienort Thale fährt eine Seilbahn zum Hexentanzplatz hinauf. Dort lohnt sich das ganze Jahr über neben dem Hexendorf auch ein Besuch des Erlebnismuseums „Harzeum“ und des Harzer Bergtheaters mit seiner märchenhaften Naturbühne. Im nahen Tierpark sind Bären, Wölfe und Luchse zu sehen, während sich Ziegen und Kaninchen auch streicheln lassen. Und auf der Bobbahn sausen die Gäste im Zweisitzer auf kurvenreicher Strecke durch den Sagenwald bergab. Das steile Bodetal wird auch „Deutscher Grand Canyon“ genannt, denn zwischen Tresenburg und Thale fließt die Bode in einer spektakulären Schlucht zwischen senkrechten Klippen. Zahlreiche Wanderwege führen zu schönen Aussichtspunkten und weiteren Kultplätzen im Harz. (djd)
*****
Buch- und Geschenktipp für Entdecker: Meister der Finsternis
Der Erfolg spricht für sich. Mittlerweile in zweiter überarbeiteter Auflage ist dieser spannungsgeladene wie fantasievolle Jugendroman Meister der Finsternis von Mortimer-Reisemagazin-Redakteurin Susanne Timmann erschienen und begeistert erneut mit einer Mischung aus Spannung, Fantasie und atmosphärischer Abenteuerlust. Die Geschichte führt den jungen Protagonisten Fynn tief in die eisigen Weiten der Arktis, wohin er seinen Vater, einen Forscher, während der Schulferien begleiten wollte. Was als harmloser Ausflug beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen und zugleich faszinierenden Abenteuer, das Fynn gemeinsam mit seiner neuen Freundin Maya bestreiten muss.
Zwischen Mut und Magie
Als die beiden während eines aufziehenden Unwetters in einer Eishöhle Schutz suchen, geraten sie unvermittelt in eine Reihe mysteriöser Ereignisse. Ohne zu wissen, welche Kräfte im Verborgenen wirken, finden sie sich in einer Welt wieder, in der die Blaue Hexe der Tiefe, das rätselhafte Land der Koingz und eine skrupellose Verbrecherbande in einer surrealen Unterwasserstadt ihre Wege kreuzen. Maya zeigt dabei bemerkenswerte Entschlossenheit und lässt sich weder von magischen Wesen noch von bedrohlichen Gestalten einschüchtern. Mit Mut und einem Funken Glück gelingt es den beiden sogar, die gefangenen Waldriesen aus ihrer steinernen Starre zu befreien.
Arktisches Fantasy-Abenteuer
Doch die größte Herausforderung steht noch bevor: die Aktivierung des geheimnisvollen Amuletts des Meisters der Finsternis und die Befreiung ihrer Eltern aus dem Griff des ewigen Eises. Auch für die Autorin selbst blieb lange offen, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Susanne Timmann berichtet, dass zu Beginn lediglich der Name des Protagonisten und der Schauplatz feststanden. Der Roman entstand in einer besonderen Lebensphase: Die zweifache Mutter begann das Schreiben während ihrer Babypause vor der Geburt ihrer Tochter und legte das Manuskript erst einmal beiseite, bis sie hochschwanger mit ihrem Sohn war. Rückblickend erzählt sie mit einem Lächeln, dass sie zwischenzeitlich völlig vergessen hatte, an der Geschichte weiterzuarbeiten.
Ob eine Fortsetzung geplant ist, lässt die aus Schwaben stammende Autorin offen. Mit einem Augenzwinkern merkt sie an, dass eine weitere Babypause als Schreibanlass eher unwahrscheinlich sei – die Wahrscheinlichkeit, zuvor Großmutter zu werden, sei deutlich höher.
Erhältlich ist das Meister der Finsternis (ISBN 978-3-939408-65-9) von Susanne Timmann für 17,99 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.
Mortimer
Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.
Der Erfolg spricht für sich. Mittlerweile in zweiter überarbeiteter Auflage ist dieser spannungsgeladene wie fantasievolle Jugendroman Meister der Finsternis von Mortimer-Reisemagazin-Redakteurin