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Von 19. März 2015 Mehr →

Aserbaidschan begrüßt den Frühling mit dem traditionellen Novruz-Bayram-Fest

Fester Bestandteil des Novruz-Festes ist ein Teller mit Obst und Gebäck.

Fester Bestandteil des Novruz-Festes ist ein Teller mit Obst und Gebäck.

Die wichtigste Feier im aserbaidschanischen Festkalender – Novruz Bayram – steht bevor. Am 21. März begrüßt Aserbaidschan mit dem Novruz Fest traditionell den Frühling. Als Aserbaidschan noch zur Sowjetunion gehörte, wurde Novruz Bayram nur heimlich gefeiert. Zeitweise stand die Begehung des Festes sogar unter Strafe. Seit der Unabhängigkeit blüht die alte Tradition wieder auf. Das Fest begrüßt den nahenden Sommer und die Natur, die nach einem langen Winter zu neuem Leben erwacht.

So ist es verboten, am Novruz-Fest einen Baum zu fällen. Dagegen soll es Glück bringen, einen Baum zu pflanzen. Die Menschen in Aserbaidschan schreiben vor allem der Kastanie, dem Maulbeer- und dem Feigenbaum eine positive Wirkung zu. Der wichtigste Brauch ist das Verstreuen von Weizensamen. Sie stehen für eine gute Ernte und Reichtum im bevorstehenden Jahr.

Bereits in den vier Wochen vor dem Festtag laufen in Aserbaidschan die Vorbereitungen zum Novruz Bayram auf Hochtouren. An jedem der vier Dienstage vor dem Fest wird einem der vier Elemente – Wasser, Wind, Erde, Feuer – gehuldigt. Diese Tage tragen sogar einen eigenen Namen: Su Chershenbesi (Wasser Dienstag), Odlu Chershenbesi (Feuer Dienstag), Torpaq Chershenbesi (Erd-Dienstag) und Hava Chershenbesi (Wind oder letzter Dienstag).

Zum Navruz-Fest geben sich viele Paare da Jawort. Familien, die in dieser Zeit gegründet werden, sagt man besonderes Glück nach.(Foto Karsten-Thilo Raab)

Zum Novruz-Fest geben sich viele Paare da Jawort. Familien, die in dieser Zeit gegründet werden, sagt man besonderes Glück nach.(Foto Karsten-Thilo Raab)

Nach dem Motto „Einem guten Anfang wohnt ein gutes Ende inne“ halten die Aserbaidschaner ihre Wohnung in dieser Zeit besonders sauber und sorgen jeden Abend für eine reich gefüllte Festtafel. Dabei dürfen weder der traditionelle Plow, ein Reisgericht mit vielen verschiedenen Gewürzen, noch Süßigkeiten wie Baklava und Shekerbura, halbmondförmiges Gebäck mit Mandelfüllung, fehlen.

Abends erhellen Leuchtfeuer im ganzen Land die Nacht. Es ist außerdem Brauch Verwandten, Freunden und Nachbarn Geschenk-Teller mit Festtagskuchen, Süßigkeiten, Obst, Eiern und Weizensprösslingen zu überreichen.

Während Novruz Bayram steigt die Zahl der Hochzeiten enorm an. Familien, die in dieser Zeit gegründet werden, sagt man besonderes Glück nach. Jungen, die zur Festzeit geboren werden, erhalten oft den Namen Novruz; Mädchen den Namen Bahar, „Frühling“.

In den Abendstunden leuchten überall im Land Feuer.

In den Abendstunden leuchten überall im Land Feuer.

Die Zeit vor Novruz ist die ideale Gelegenheit, tief in die aserbaidschanische Kultur einzutauchen. Denn die Wochen vor dem 21. März sind reich an alten Riten und landestypischen Speisen. Seit 2009 ist das Novruz-Fest, das auch in den Ländern Afghanistan, Albanien, Mazedonien, Indien, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und der Türkei gefeiert wird, in die UNESCO-Liste des immateriellen Erbes eingetragen. Weitere Informationen unter www.aserbaidschan-tourismus.de.

Tipp: Die schönsten Impressionen aus der Region hat Autor Karsten-Thilo Raab unter dem Titel „Faszination Aserbaidschan“ in einem Wandkalender zusammengestellt. Erhältlich ist dieser in den Formaten A2 bis A5 je nach Größe für 18,90 bis 49,90 Euro im Buchhandel sowie im Kalendershop des Mortimer Reisemagazins.


Archiviert unter Aserbaidschan, Asien