Jordaniens Wadi Rum nun UNESCO-Weltnaturerbe

Bizarre Gesteinformationen prägen das Wadi Rum. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Das haschemitische Königreich Jordanien ist um eine Welterbestätte reicher: Die UNESCO ernannte jetzt der Wüstenlandschaft Wadi Rum zum Naturdenkmal und nahm sie in die Liste der Weltnaturerbestätten auf. Die Wüste ist damit die vierte Sehenswürdigkeit des Landes, die zu den UNESCO Welterbestätten gehört. Neben Wadi Rum tragen bereits die Nabatäische Felsenstadt Petra mit ihrem berühmten Schatzhaus, das Wüstenschloss Quasr Amra und die byzantinischen Ruinen und Mosaike von Um Rasas den Titel.

Beduine am Lagerfeuer im Wadi Rum. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Das Wadi Rum zählt zu den acht Naturschutzgebieten Jordaniens, in denen teilweise ein sanfter Ecotourismus angeboten wird. Auf 720 Quadratkilometern erstreckt sich eine bizarre rötliche Wüstenlandschaft mit schroffen Felsmassiven und sandigen Tälern, die zahlreiche Tierarten, unter anderem die weltweit vom Aussterben bedrohte Arabische Oryx-Antilope, beheimaten. Auch kulturell gesehen ist die Wüste einzigartig: In Teilen noch von Beduinen bewohnt, findet man dort archäologische Schätze aus prähistorischen Zeiten, die auf das Vorhandensein verschiedenster Kulturen wie etwa der Nabatäer oder Beduinen hinweisen. Bereits in der Bibel, im Koran und in astrologischen Schriften spielt die Wüste Wadi Rum eine Rolle. Diese Mischung aus natürlicher Schönheit und kultureller Bedeutung gab den Ausschlag für die Vergabe des Welterbe-Status. Gemeinsam mit der Felsenstadt Petra und der Küstenstadt Aqaba bildet die Wüste das so genannte Goldene Dreieck Jordaniens, Anziehungspunkt zahlreicher Besucher des Königreichs. Mehr unter www.visitjordan.com.

Tipp: Die schönsten Impressionen aus der Region hat Autor Karsten-Thilo Raab unter dem Titel „Faszinierendes Jordanien“ in einem Wandkalender zusammengestellt. Erhältlich ist dieser in den Formaten A2 bis A5 je nach Größe für 18,90 bis 49,90 Euro im Buchhandel sowie unter anderem bei Amazon oder im Kalendershop des Mortimer Reisemagazins.