Der Hotelcheck: Gästeresidenz Pelikanviertel

Sherlock Holmes grüßt in der Gästeresidenz Pelikanviertel von der Wand des Restaurant- und Barbereichs. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Sherlock Holmes grüßt in der Gästeresidenz Pelikanviertel von der Wand des Restaurant- und Barbereichs. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Ja, es gibt sie noch, die Übernachtungs-Wundertüten abseits der großen Hotelketten. Eine von ihnen ist ganz sicher die Gästeresidenz Pelikanviertel in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Zugegeben, der Name klingt sperrig und nicht gerade nach einer positiven Überraschung. Doch genau das verbirgt sich hinter den roten Backsteinmauern der ehemaligen Pelikan-Fabrik. Dort, wo über Jahrzehnte Tinte und Füllfederhalter produziert wurden, finden sich heute einer der wohl angenehmsten Übernachtungsmöglichkeiten an der Leine. Noch dazu mit einem überaus attraktiven Preis-Leistungsverhältnis.

Hinter der eher schlichten Backsteinfassade des alten Fabrikgebäudes verbirgt sich eine Übernachtungs-Wundertüte. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Hinter der eher schlichten Backsteinfassade des alten Fabrikgebäudes verbirgt sich eine Übernachtungs-Wundertüte. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Luxus sucht man hier vergebens, nicht aber Komfort und Wohlfühlatmosphäre. Der kombinierte Eingangs-, Restaurant- und Barbereich steht ganz im Zeichen des (fiktiven) britischen Meisterdetektivs Sherlock Holmes. Was für den Romanhelden aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle die legendäre Londoner Baker Street 221b, will das Boardinghouse auch für Geschäftsreisende, Wochenendausflügler und viele andere mehr sein. So ist das Haus – wie der Name bereits andeutet – auch kein Hotel im klassischen Sinne. Entsprechend sind die riesigen Zimmer mit den turmhohen Decken auch darauf ausgelegt, dass man es berufs- oder urlaubsbedingt hier ein paar Tage länger aushält.

Im Haus verteilt finden sich gemütliche Lounge-Ecken. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Im Haus verteilt finden sich gemütliche Lounge-Ecken. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Die schlicht, aber wohl überlegt möblierten Zimmer verfügen nicht nur über das obligatorische Bett, einen Fernseher, einen Schreibtisch, ein offenes Regal, einen Kleiderschrank, einen Stuhl und Sessel, sondern auch über eine praktische Pantry-Küche, in denen sich der geneigte Gast seine Mahlzeiten selber zubereiten kann. Auf Wunsch werden sogar morgens kostenfrei die Frühstücksbrötchen an die Tür geliefert.

Überaus üppig fällt das Frühstück in der Gästeresidenz aus. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Überaus üppig fällt das Frühstück in der Gästeresidenz aus. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Doch, wer im eigenen Zimmer frühstückt, begeht definitiv einen großen Fehler. Denn das große Frühstücksbuffet der Gästeresidenz lässt kaum Wünsche offen. Beim Tee, beim Müsli, der Marmelade und der Brötchenauswahl hat der Gast angesichts der großen Auswahl im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl.

Nicht nur im Restaurantbereich zieren Fotos aus der alten Pelikan-Fabrik die Wände. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Nicht nur im Restaurantbereich zieren Fotos aus der alten Pelikan-Fabrik die Wände. (Foto Karsten-Thilo Raab)

So sehr das Frühstück mit Quantität und Qualität punktet, so sehr weiß das Ambiente im Eingangs-, Restaurant- und Barbereich sowie den angrenzenden Gängen zu überzeugen. Überall finden sich Anspielungen an Sherlock Holmes und seine fiktiven Abenteuer. So werden die Mitarbeiter des Hauses in Form von Steckbriefen vorgestellt. Wer möchte, kann ein Erinnerungsfoto mit Holmes-Hut und -Pfeife schießen.

Die Mitarbeiter der Gästeresidenz werden ganz unkonventionell mit Hilfe von Steckbriefen vorgestellt. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Die Mitarbeiter der Gästeresidenz werden ganz unkonventionell mit Hilfe von Steckbriefen vorgestellt. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Daneben zieren auch Bildmotive aus der guten alten Zeit der Pelikan-Werke die Wände der Gästeresidenz, die mit viel Liebe zum Detail und zahlreichen netten, kleinen Features aufwarten kann. So gibt es in den Zimmern keine Rolläden, sondern nur Vorhänge. Damit durch diese nicht früh morgens die Sonne durchscheint, liegt ein überdimensionierte Wäscheklammer mit der Aufschrift „Den ersten Sonnenstrahl verkneif ich mir“ bereit.

Die üerdimensionale Wäscheklammer soll helfen, die Morgensonne auszusperren. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Die üerdimensionale Wäscheklammer soll helfen, die Morgensonne auszusperren. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Zu den vielen netten Kleinigkeiten gehört darüber hinaus die so genannte Talking Kitchen. In der gemütlichen Wohnküche in der vierten Etage können die Hobbyköche unter den Gästen zwanglos zusammenkommen und gemeinsam kleine und große kulinarische Genüsse zaubern. Die Gästeresidenz Pelikanviertel ist eben durch und durch eine charmante Wundertüte.

Überaus praktisch: die Pantry-Küche in den Zimmern. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Überaus praktisch: die Pantry-Küche in den Zimmern. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Informationen: Gästeresidenz Pelikanviertel, Pelikanstraße 11, 30177 Hannover, Telefon 0511-39990, info@gaesteresidenz-pelikanviertel.de, www.gaesteresidenz-pelikanviertel.de.

Bewertung des Mortimer Reisemagazins

Das Votum des Mortimer Reisemagazins fand sogar Eingang ins Gästebuch. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Das Votum des Mortimer Reisemagazins fand sogar Eingang ins Gästebuch. (Foto Karsten-Thilo Raab)

In jeder Kategorie werden maximal fünf Sterne vergeben:

  • Lage ∗∗∗
  • Ausstattung ∗∗∗
  • Sauberkeit ∗∗∗∗
  • Essen & Trinken ∗∗∗∗
  • Service ∗∗∗∗

Fazit: Ungewöhnliches Ambiente an einem historischen Ort und tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.