Von 23. Februar 2012 Mehr →

Die schönsten Brücken von Budapest

“Über sieben Brücken musst du gehen…“ singt Peter Maffay. Und in Budapest hätte er sogar noch fünf weitere überqueren müssen. Denn insgesamt zwölf Brücken in Ungarns Hauptstadt führen über die Donau, um die beiden Stadtteile Buda auf der westlichen, hügeligen Seite und Pest auf der östlichen, flachen Seite miteinander zu verbinden. Architektonische Glanzstücke stehen neben ultramodernen Konstruktionen. Ein Schmuckstück ist fraglos die Margaretenbrücke, entworfen von dem französischen Architekten Emil Gouin. Sie verbindet nicht nur Pest und Buda, sondern auch die Margareteninsel mit dem Festland. Möglich macht dies ein Winkel von 150 Grad als Abzweig zur Margareteninsel. Derweil galt die Elisabethbrücke nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1903 mit 260 Metern als längste Hängebrücke der Welt, gar als technisches Meisterwerk. Benannt wurde sie nach „Sisi“ – Königin Elisabeth von Ungarn. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie unter Nutzung der alten Pfeiler als weiße Kabelbrücke wieder aufgebaut. Sie verbindet den Gellértberg mit der Pester Innenstadt.

Die Kettenbrücke von Széchenyi mit ihren Triumphbögen, den vier Löwen-Statuen, die die Auffahrt bewachen, und den schweren Ketten war 1849 die erste feste Brücke in Ungarn. Graf István Széchenyi musste eine ganze Woche warten, bis er die Donau überqueren konnte, um an der Beerdigung seines Vaters teilnehmen zu können. So entstand die Idee, eine ständige Brücke über den Fluss zu bauen. Als Vorbild diente die Marlow Bridge über die Themse, die ebenfalls von dem englischen Ingenieur William Tierney Clark entworfen wurde.

Nur zwei Jahre dauerte der Bau (1894-1896) der Freiheitsbrücke. Franz Joseph I., Kaiser von Österreich und König von Ungarn, schlug persönlich den letzten Nietnagel ein. Über den eisernen Brückentoren sitzen vier sogenannte Turul-Vögel – Fabelwesen aus der ungarischen Mythologie –  mit ausgebreiteten Flügeln auf goldenen Kugeln.

Die Petőfi Brücke mit ihrem Gitterwerk aus Stützstreben wurde nach dem ungarischen Dichter Sándor Petőfi benannt und führt über die Donau zum György Goldmann Platz, dem akademischen Zentrum der Stadt. Sie wurde zwischen 1933 und 1937 gebaut. Weitere Infos unter www.budapestinfo.hu.

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