Frauen in Fahrt: Im PUR durch „fürstliches“ Gelände im niedersächsischen Fürstenau

Wer glaubt, dass der „Fürsten Forest“ lediglich ein Riesensandkasten und Spielplatz für Männer sei, der hat vor kurzem unsere Frauenherzen nicht höher schlagen hören.  Im normalen Leben gut und gerne unterwegs, konnten Siggi und ich kürzlich ein pures Offroaderlebnis erfahren. Einen Tag lang  cruisten wir eigenständig mit einem Pur W461 durch alle Bereiche des mehr als 400 Hektar großen Geländes im niedersächsischen Fürstenau bei Osnabrück. Das einstige Übungsgelände der Bundeswehr wurde dort in einen außergewöhnlichen Offroad-Park verwandelt, in dem Landschaft und Abenteuer auf erstklassige Art zusammentreffen. Beim Durchqueren der großzügigen Wald- und Heidelandschaft zeigte sich, wie viele tolle Optionen sich hier für SUVs und andere Allradfahrzeuge bieten. Zur guten Orientierung haben die Initiatoren das große und differenziert gestaltete Gelände mit Buchstaben versehen und man(omann!) warnte uns vor bestimmten Lettern: extrem tiefe Schlammlöcher!

Doch das Fahren war von Anfang an ein reines Vergnügen: bei erster Betrachtung des dunkelgrünen PUR mit „Schnorchel“ mussten wir leicht schmunzeln, unser Eindruck wurde dann noch getoppt von dessen Geräusch: einen solch wohligen, schnorchelnden Ansaug-Sound kennen wir im Alltag natürlich nicht, aber wir brachten den Wagen dann auch zum röcheln! Erstaunt waren wir, dass diese „Edition Pur“ gar nicht ganz so urig oder einfach ausgestattet ist wie zunächst erwartet: dieser Hardcore-G hatte richtig viel Elektronik! Beim Fahren durch mittelschweres bis schweres Gelände hatten wir mehr als Gelegenheit, alle Sperren auszuprobieren. Somit war Gripp nie ein Problem und dem Spaß an der Technik stand aufgrund der Achssperren im wahrsten Sinne des Wortes nichts im Wege. Eine gute Erfahrung war für uns, dass bei Aktivierung der Differentialsperre das ABS abschaltet – dieser Blockier­verhinderer ist im ­Gelände sonst wohl störend und könnte unter Umständen bei Steilabfahrten sogar gefährlich werden.

Auch  das Untersetzungsgetriebe konnten wir ausgiebig ausprobieren und einsetzen. Im Low Range bei halber Geschwindigkeit die doppelte Kraft zu spüren ist einfach ein starkes Gefühl. Die Einfahrt in die Kiesgrube wurde so zum pur-en Vergnügen.

Bei den Wasserdurchfahrten und matschigem Untergrund wurden alle drei Sperren eingelegt, um die Fortbewegung zu sichern. Das anschließende Stöpsel ziehen tat Not, denn ein kleiner Wassereinbruch ließ sich nicht ganz vermeiden,  schreckte uns aber nicht ab. Denn heute waren wir schließlich mit Gummistiefeln unterwegs – die High Heels wohlweislich hinter der zweiflügeligen Ladetür des PUR verstaut.

Auf einer stabilen, aus Holzbohlen konstruierten Wippe konnten wir schließlich noch die Geschicklichkeit austesten – leicht abgelenkt wurden wir dabei nur durch das Dröhnen der vorbeidonnernden Panzer, Hummer und anderen erstaunlichen Offraodern.

Dieser Tag war voller spannender Erlebnisse und neuer Erkenntnisse. Die gesammelten Erfahrungen scheinen uns auch für das Fahren im Alltag dienlich. Das coole Gelände, die Verbindungen aus Natur und Technik, Abenteuer und Fahrfreude hat uns überzeugt, sodass feststeht: bald sind wir wieder in Fürsten Forest…

Allgemeines: Nördlich des Ortes Fürstenau liegt das größte eutopäische Outdoor-Freizeitgelände. Auf dem ehemaligen Militärgelände unweit der Grenze zu den Niederlanden können Interessierte mit dem eigenen Geländewagen oder mit geliehenen Fahrzeugen ihre Geschick bei Fahrten durch das gut 400 Hektar große Gelände ausprobieren.

Informationen: Fürsten Forest, Pommernstraße 12, 49584 Fürstenau, Telefon 05901-9616250, info@furstenforest.eu,  www.furstenforest.de