Der „No Trousers Tube Ride“ kehrt zurück

No trousers
Am 11. Januar heißt es in London wieder: Hosen runter! Der „No Trousers Tube Ride“ bringt frischen Wind und jede Menge Lacher in die U-Bahn.

Die britische Hauptstadt London zieht blank und lässt einmal mehr die Hosen runter – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Der „No Trousers Tube Ride“ ist zurück und verwandelt die Underground in eine Bühne für Mut, Humor und britische Exzentrik.

Wenn London die Hosen fallen lässt

London ist bekannt für seine ikonischen Sehenswürdigkeiten: Big Ben, Tower Bridge, die königliche Familie – und einmal im Jahr auch für erstaunlich viele nackte Knie. Denn wenn der „No Trousers Tube Ride“ ruft, lassen sich Hunderte Londoner nicht zweimal bitten und steigen ohne Hosen in die U-Bahn. Ein Event, das so britisch ist wie Tee mit Milch und gleichzeitig so herrlich absurd, dass man es einfach erlebt haben muss.

Transatlantischen Wurzeln

Der „No Trousers Tube Ride“ ist typisch für gelebten britischen Humor.

Die Wurzeln dieser kuriosen Tradition reichen über den Atlantik: 2002 startete die New Yorker Comedy-Gruppe „Improv Everywhere“ den ersten „No Pants Subway Ride“. London, stets offen für charmanten Unsinn, zog im Jahre 2009 nach – natürlich mit dem typisch britischen Twist und dem Namen „No Trousers Tube Ride“. Seitdem gehört das Hosenfallenlassen zum festen Jahresprogramm, nur kurz unterbrochen durch die pandemiebedingte Pause.

Tube-Abenteuer mit Humor

Auch 2026 ist die Begeisterung ungebrochen. Am Sonntag, 11. Januar, treffen sich die Mutigen, die Wagemutigen um 14:45 Uhr in Chinatown. Dort wird noch einmal tief durchgeatmet, die Hosen werden strategisch verstaut – und um 15 Uhr geht es los: In kleinen Gruppen ziehen sie los, um auf verschiedenen Routen der London Underground für überraschte Blicke und spontane Lachanfälle zu sorgen.

Hosenloser Drink

Das Beste daran: Die Teilnahme ist – abgesehen vom notwendigen U-Bahn-Ticket – kostenlos, unkompliziert und garantiert unvergesslich. Alles, was man braucht, ist Humor, ein bisschen Mut und die Bereitschaft, für ein paar Stationen die Hosen gegen Selbstironie zu tauschen. Und weil Londoner Geselligkeit keine Grenzen kennt, endet das Spektakel traditionell mit einem gemeinsamen Drink – selbstverständlich weiterhin „trouser-free“. Wer London also einmal von seiner schrägsten, charmantesten und menschlichsten Seite erleben möchte, sollte sich dieses Event nicht entgehen lassen. Es ist ein Fest der Freiheit, des Lachens und der wunderbaren Verrücktheit, die diese Stadt so einzigartig macht.

Buchtipp: Time for tea, sex and fun

TimeObwohl der Titel von Time for tea, sex and fun auf Englisch ist, wirft das amüsante wie lehrreiche Buch auf Deutsch mit viel Esprit einen liebenswerten Blick auf unsere englischen, schottischen und walisischen Freunde.

Demnach ist klar, dass es alle Arten von Briten gibt – große und kleine, hübsche und hässliche, dicke und dünne, freundliche und aggressive. Einige haben blonde Haare, einige braune, einige schwarze oder graue. Einige gar keine. Besonders in sonnigen Gefilden ist der ansonsten eher nordisch-blasse Brite daran zu erkennen, dass er nach einem Sonnenband wie ein abgebrühter Hummer aussieht, sich aber nichtsdestotrotz lustig weiter Tag für Tag in die pralle Sonne legt.

Doch der Brite ist nicht nur gegen Hitze resistent, auch jegliches Kälteempfinden scheint ihm fremd. Wer diese stereotypen Ansichten teilt oder Bestätigung für diese sucht, wird in Time for tea, sex and fun von Mortimer Reisemagazin Redakteur Karsten-Thilo Raab ebenso fündig werden, wie derjenige, der seine alten, verkrusteten Ansichten über die Briten endlich ins rechte Licht rücken möchte. Auf jeden Fall dürfte in dem Buch viel Interessantes, Kurioses, Unterhaltsames und Wissenswertes über die Briten und ihre Lebensgewohnheiten zu entdecken sein.

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Karsten-Thilo Raab

berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.