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Happy Birthday, Seehundstation Friedrichskoog!

Nicht zuletzt dank der Arbeit der Seehundstation Friedrichskoog leben heute wieder rund 12.000 Kegelrobben und Seehunde in der Nordsee. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Nicht zuletzt dank der Arbeit der Seehundstation Friedrichskoog leben heute wieder rund 12.000 Kegelrobben und Seehunde in der Nordsee. (Foto Karsten-Thilo Raab)

Was vor mehr 60 Jahren aus reiner Tierliebe privat im Garten und auf dem Kutter der Familie Rohwedder in Friedrichskoog begann und anschließend im Nordsee-Heilbad Büsum nach 1969 mit der ersten zentralen Aufzuchtstation professioneller etabliert wurde, feiert in diesem Jahr Jubiläum. Denn es war im Jahre 1985 als die Seehundstation in Friedrichskoog durch die Gemeinde Friedrichskoog und dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein zur Unterstützung der Station in Büsum gegründet wurde.

Im gleichen Jahr wurde übrigens auch das Wattenmeer zum damals dritten Nationalpark in Deutschland erklärt. Als 1991 die Station in Büsum geschlossen wurde, verblieb die Station in Friedrichskoog als einzige in Schleswig-Holstein.

Ganzjährig können heutzutage in der Station die zwei heimischen Robbenarten des deutschen Wattenmeers, Seehunde und Kegelrobben, beobachtet werden. Die täglichen Fütterungen der Dauerhaltungstiere, die meist mit einem medizinischen Training verbunden sind, werden kommentiert. Die Besucher erfahren dabei viel über die Biologie der Tiere und die Aufgaben der Station.

Außerdem bietet das Informationszentrum umfassende Möglichkeiten, sich über heimische Meeressäuger, ihre Biologie, Gefährdung und Schutzmaßnahmen im Lebensraum Wattenmeer zu informieren.

Seit dem Jahre 1985 kümmert sich die Seehundstation in Friedrichskoog liebevoll um die Heuler. (Foto Seehundstation in Friedrichskoog)

Seit dem Jahre 1985 kümmert sich die Seehundstation in Friedrichskoog liebevoll um die Heuler. (Foto Seehundstation in Friedrichskoog)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist die einzig autorisierte Aufnahmestelle für verlassene und erkrankte Robben und Seehunde in Schleswig-Holstein. Die Aufzucht der jungen Seehunde, die während der Säugezeit dauerhaft den Kontakt zur Mutter verloren haben, werden als „Heuler “ bezeichnet. Das Pflegen und Aufziehen ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Station im Sommer.

Auch dank der Hilfe der Seehundstation hat sich heutzutage die Kegelrobben- und Seehundpopulation in der Nordsee deutlich erholt. Gab es in den 1970er Jahren durch die Folgen der Bejagung und Umweltverschmutzung nur noch rund 1.500 Tiere, so befinden sich heutzutage wieder nach vorsichtigen Schätzungen rund 12.000 Tiere im Wattenmeer – so viele wie seit 100 Jahren nicht mehr. Weitere Informationen unter www.seehundstation-friedrichskoog.de.