Schotter unter zwei Rädern im Wiedtal

Wiedtal
Zwischen Wäldern und Wiesen verlaufen die Gravelbike-Runden querfeldein durchs Gelände. – Foto: DJD/Touristikverband Wiedtal

Entspannt rollen lassen im lauschigen Flusstal der Wied, weite Ausblicke genießen von den Höhen des Naturparks Rhein-Westerwald, und nicht zuletzt ordentlich Staub aufwirbeln auf rauen Schotterpisten im Gelände: Wer mit dem Gravelbike alle Möglichkeiten ausreizen will, findet im Wiedtal vier neue, abwechslungsreiche Rundtouren. „Wir haben die Routen bewusst kürzer gehalten, zwischen 30 und 50 Kilometern“, erklärt Florian Fark, Geschäftsführer des Touristik-Verbands Wiedtal in Waldbreitbach. „Sie sind aber alle so platziert, dass man sie ideal zu Bike-Packing-Touren im Naturpark Rhein-Westerwald kombinieren kann. Und ordentlich Höhenmeter gehören im Mittelgebirge natürlich immer dazu.“ Da es auf den Routen wenig Wurzelpassagen oder Trails gibt, sind sie auch mit dem E-Mountainbike gut zu befahren.

Heiliger Schotter!

Im Wiedtal warten am Rand der Gravelbike-Rundwege idyllische Rastplätze. – Foto: DJD/Touristikverband Wiedtal

Rechtsrheinisch im Norden von Rheinland-Pfalz, zwischen Koblenz und Bonn, verlaufen die Gravelbike-Rundtouren durch vielfältige Landschaften: Die „Sechs-Bäche-Tour“ führt über Wald- und Wiesenwege, durch romantische Bachtäler und gut tausend Höhenmeter hinauf zu aussichtsreichen Mittelgebirgsebenen. „Wied-Heights“ verbindet majestätische Wälder und moderate Anstiege zwischen Roßbach und Rengsdorf. Beim „Schottern durchs Rengsdorfer Land“ verläuft die Tour über breitere Wald- und Wiesenwege, durch kleine Bachtäler und auf Hochebenen. Und schließlich führt die Runde „Holy Gravel!“ an zahlreichen kleinen Kapellen, Gedenkstätten und Wegekreuzen vorbei. Zwischen knackigen Steigungen und Rastplätzen mit Weitblick warten historische Kulturschätze und außergewöhnliche Fotomotive.

Trendsetter im Westerwald

Am Ufer der Wied rollen die Räder entspannt durch die Landschaft. – Foto: DJD/Touristikverband Wiedtal

Gravelbikes sind der absolute Trend im Fahrradgeschäft. Die deutsche Übersetzung „Schotter-Räder“ spricht Bände. Dabei handelt es sich um geländegängige Rennräder mit breiter grober Bereifung, die auf nahezu allen Untergründen fahrbar sind. Meistens haben sie zwölf Gänge, keine Federung, keinen Motor, weder Schutzbleche noch Licht oder Gepäckträger. Letzteres lässt sich aber nachrüsten, damit die Gravelbikes im Straßenverkehr zugelassen sind und auch für Radreisen taugen. Im Wiedtal haben sich die ersten Übernachtungspartner auf Gravelbiker eingestellt: Sie bieten abschließbare Fahrradgaragen, Reinigungsmöglichkeiten, Werkzeug und Zubehör. Unter www.wiedtal.de sind GPX-Tracks zu den Gravelbike-Strecken und Unterkünfte zu finden. (djd)

In den Abendstunden zeigt sich der Naturpark von seiner stimmungsvollsten Seite. – Foto: DJD/Touristikverband Wiedtal

Mortimer

Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.