Winterwandern im Ahrtal und Hunsrück

Auf dem Rotweinwanderweg im Ahrtal ist natürlich auch der Genuss von Weißwein erlaubt. – Foto: DJD/Rheinland-Pfalz Tourismus/Anton Röser

Steile Weinberge erklimmen, neben schroffen Felsen wandern oder unter 120 Jahre alten Rotbuchen schlendern – wer gerne in der Natur unterwegs ist, findet in Rheinland-Pfalz viele Wanderwege, die sich im Winter wundervoll erkunden lassen. Mit etwas Glück kann man sogar den Schnee unter den Füßen knirschen hören.

Winterliche Burgenromantik

Das Altenahrer Eck wirkt in der Wintersonne fast mystisch. – Foto: DJD/Rheinland-Pfalz Tourismus/Dominik Ketz

Ganz im Norden von Rheinland-Pfalz liegt das Ahrtal – jenes Tal, das durch die Flut 2021 in ganz Deutschland bekannt geworden ist. Inzwischen haben die Menschen ihre Heimat in großen Teilen wieder aufgebaut. Nun, in der kalten Jahreszeit freuen sich viele Winzer und Wirte, Wanderern in ihren urigen Lokalen einen warmen Platz sowie Speisen und Spitzen-Rotweine anzubieten. Rheinische Gastfreundschaft, sie wird hier ganz großgeschrieben. Für Wanderfans ist im Winter der Rotweinwanderweg ein Muss. Er führt über die Südhänge an der Ahr, sodass man beim Blick über Weinberge und Fluss regelmäßig in den Genuss wärmender Sonnenstrahlen kommt.

Der Rotweinwanderweg führt von Altenahr nach Bad Bodendorf, mitten durch die Weinreben. – Foto: DJD/Rheinland-Pfalz Tourismus/Ahrtal-Tourismus/Dominik Ketz

35 Kilometer ist der Wanderweg lang, mitten durch die Weinreben führt er von Altenahr nach Bad Bodendorf. Ein besonders schönes Stück ist der Abschnitt von Altenahr Richtung Mayschoß. Die Wanderung ist ein fröhliches Auf und Ab mit rund 430 Höhenmetern und vielen Aussichtspunkten. Vom Plateau der Burg Are hat man einen majestätischen Blick auf das Tal, seine Hügel und Dörfer. Zurück fährt regelmäßig ein Bus, die Fahrt dauert etwa zehn Minuten.

Unterwegs im Nationalpark

Hunsrück
Wer Glück hat, kann die Plattform Windklang im Nationalpark Hunsrück-Hochwald im Winter mit Schnee erwandern. – Foto: DJD/Rheinland-Pfalz Tourismus/Dominik Ketz

Eine weitere winterliche Wandertour liegt im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, dem jüngsten Nationalpark Deutschlands und einzigen in Rheinland-Pfalz. Die sieben Kilometer lange Traumschleife „Gipfelrauschen“ startet am Nationalparktor Erbeskopf und führt nach dem ersten Anstieg auf eine besondere Aussichtsplattform zu: Wie eine riesige Harfe sieht die Plattform Windklang aus, die mitten in die Landschaft hineinplatziert wurde. Das Gipfelkunstwerk des Bildhauers Christoph Mancke steht auf der Spitze des Erbeskopfes, des mit 816 Metern höchsten Berges in Rheinland-Pfalz.

Wärmender Tee darf bei einer Wanderung in der kalten Jahreszeit nicht fehlen. – Foto: DJD/Rheinland-Pfalz Tourismus/Anton Röser

Bei klarem Himmel lässt sich hier von den Höhenlagen des Hunsrücks bis in die Eifel blicken. Anschließend geht es auf dem Rundwanderweg weiter über schmale Waldpfade, vorbei an alten Rotbuchen, bis man auf dem letzten Drittel das Hangmoor Ehlesbruch erreicht. Wer mehr über das Ziel des Nationalparks und seine seltene Natur erfahren möchte, kann seine Wanderung mit dem Besuch der interaktiven Ausstellung „Willkommen im Urwald von morgen“ am Nationalparktor Erbeskopf abschließen. Weitere Informationen unter www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de und unter www.rlp-tourismus.de. (djd)

An den Südhängen an der Ahr lässt sich die Wintersonne genießen. – Foto: DJD/Rheinland-Pfalz Tourismus/Ahrtal-Tourismus/Dominik Ketz

Buch- und Geschenktipp für Outdoor- und Abenteuerfans

How to shit in the woods Copyright Karsten-Thilo RaabShit happens – im echten Leben und auch in freier Wildbahn daher die Frage How to shit in the woods? Und früher oder später wird jeder Outdoorer erkennen, dass es weit komplizierter sein kann als vermutet, sein kleines oder großes Geschäft an der frischen Luft zu erledigen. Dieser Ratgeber nähert sich dem Thema mit viel Humor und ohne Berührungsängste. Kurze Ausflüge zur Toilettenkultur in verschiedenen Ländern leiten unterhaltsam zum eigentlichen Thema des Buches über: praxistauglichen Tipps zur Verrichtung des Geschäfts in freier Wildbahn. Erhöht wird der Nutzwert des handlichen und trotz allen Humors ernst gemeinten Ratgebers durch zahlreiche Produkttipps für praktische Hilfsmittel – vom Klappspaten bis zur faltbaren Papptoilette. Auch der perfekte Geschenktipp …

„Das handliche Buch hält neben allerlei Historischem und Kuriosem vor allem Unmengen an Tipps rund ums Defäkieren und Urinieren außerhalb des geschützten Rahmens der heimischen Toilette bereit – eine echte Leseempfehlung für alle, die tiefer ins Thema einsteigen wollen“, urteilte dann auch die Saarbrücker Zeitung.

„Der ultimative Klo-Ratgeber für Natur-Liebhaber“, befand die Hamburger Morgenpost. „How to shit in the woods (…) erklärt auf 96 Seiten viel Einleuchtendes zur Theorie des Sich-Erleichterns“, schrieb Die ZEIT; „eine gleichermaßen nützliche wie vergnügliche Lektüre“ lautete das Fazit der Wanderlust und „allerhand Tipps für das dringende Bedürfnis in der Wildnis“, wertete die Bild-Zeitung.

Erhältlich ist How to shit in the woods (ISBN: 978-3-86686-824-3) von Karsten-Thilo Raab und Ulrike Peters für 9,90 Euro im Buchhandel oder online bei allen gängigen Versandbuchhändlern wie www.conrad-stein-verlag.de

Mortimer

Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.