Mit dem Tatort-Kommissar auf Spurensuche im Schleusenpark

In seiner neuen Rolle verkörpert Schauspieler Jörg Hartmann den  Kommissar Peter Faber im Dortmund-Tatort. Bald können junge Besucher des LWL-Industriemuseums Schiffhebewerk Henrichenburg und des Schleusenparks Waltrop mit dem Fernseh-Ermittler auf Spurensuche gehen: Der Schauspieler spricht den Part von „Käpt’n Henri“ im neuen digitalen Museumsführer, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes derzeit für den Schleusenpark Waltrop entwickeln.

„Wir wollten für unser Projekt gerne einen prominenten Schauspieler engagieren, der eine starke Stimme hat und dem man seine Herkunft aus dem Ruhrgebiet durchaus anhört“, erklärt LWL-Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker. Da passte Jörg Hartmann perfekt: Der 43-Jährige ist geboren in Hagen, aufgewachsen in Herdecke, gefeierter Bühnenschauspieler, wurde zuletzt ausgezeichnet für seine Rolle in der Fernsehserie „Weissensee“ und erhält als Tatort-Kommissar jetzt den Ritterschlag.

Das neue System soll Besuchern ab Frühjahr einen informativen und unterhaltsamen Rundgang durch das LWL-Industriemuseum und den Schleusenpark ermöglichen. Entwickelt wird die Führung nicht in Form eines herkömmlichen Audioguides, sondern als sogenannte „App“ (Application). Besucher können sich das kleine Computerprogramm im Museum oder bereits zu Hause auf ihr Smartphone herunterladen und auf diese Weise mit dem eigenen Gerät zum Rundgang starten.

Über einen interaktiven Lageplan können die Gäste insgesamt 35 Stationen im Schiffshebewerk und dem umliegenden Schleusenpark ansteuern. Dort erhalten sie – ja nach Wahl auf deutsch oder englisch – Informationen und Fotos rund um die Bauwerke, ihre Funktion, die Arbeit und das Leben am Kanal.

Für Kinder von acht bis zwölf Jahren wird es eine eigene Führung mit spielerischen Elementen geben. Neben Jörg Hartmann alias „Käpt’n Henri“ tritt hier als zweite Figur ein Junge auf, der zusammen mit dem erfahrenen Kapitän ein Abenteuer am Schiffshebewerk erlebt. Weitere Informationen hier.

Spannender Buch- und Geschenktipp: Lost & Dark Places Ruhrgebiet

Bei Lost & Dark Places Ruhrgebiet denkt man sofort an das reiche Erbe der Industriekultur: Zeche Zollverein oder den Landschaftspark Duisburg-Nord. Doch nicht nur die einstigen Bergwerke und Hochöfen wissen Geschichte und Geschichten zu erzählen. Spannend sind auch die tatsächlich vergessenen oder verschwiegenen Zeugen früherer Epochen: die Überreste einer alten Nazi-Autobahn, ein einstiger Fliegerhorst, eine vergessene Flussbadeanstalt, …

„Das Buch öffnet sicher einen ganz anderen Blick auf das Ruhrgebiet und zeigt ein Gesicht der Region, das bislang nur sehr wenigen bekannt ist. Zudem zeigt das Buch, dass sich hinter mancher Ruine, hinter mancher Schrottimmobilie überaus spannende Geschichten verbergen. Ob es einen Folgeband geben wird, vermag ich nicht abzuschätzen. Das Potential für ein zweites Buch ist fraglos vorhanden. Einige Orte, die ich besucht habe, sind aus Platzgründen nicht ins Buch aufgenommen. Teil des Ansatzes war es, Lost Places in möglichst vielen Teilen des Ruhrgebietes mit aufzunehmen.“ erklärt Autor Karsten-Thilo Raab augenzwinkernd.

Karsten-Thilo Raab berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen gemacht als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführer sowie Bildbänden.

Pressestimmen: “Mit “Lost & Dark Places” lässt sich eine ganz besondere Seite des Ruhrgebiets entdecken.” ― Ruhr Nachrichten

Erhältlich ist Lost & Dark Places Ruhrgebiet (ISBN: 9783734320477) von Karsten-Thilo Raab für 22,99 Euro im Buchhandel, zum Beispiel bei Amazon oder direkt beim Bruckmann Verlag.

Mortimer

Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.