Von 17. Januar 2020 Mehr →

Chicago im Blick – draußen, oben, mittendrin

Chicago

Com Wasser aus entfaltet Chicago vor allem in den frühen Abendstunden einen besonderen Glanz. – Foto Illinois Office of Tourism

Eine Stadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden, heißt es oft. Auf Chicago trifft das nur teilweise zu. Denn die pulsierende Metropole am Lake Michigan sollte aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden: aus der Vogelperspektive, vom Wasser aus, über dem Boden schwebend und unterirdisch. Durch solche Perspektivwechsel lässt sich das Wesen der „Windy City“ in seiner ganzen Vielfalt erfassen.

Chicago aus der Vogelperspektive

Atemberaubende Aussicht vom Willis Tower. – Foto Adam Alexander

Eine atemberaubende Panorama-Sicht über ganz Chicago bietet der Willis Tower, das höchste Gebäude der Stadt und ehemals höchste Gebäude der Welt. Skydeck, die Besucherplattform in der 103. Etage, wartet mit einer besonderen Attraktion auf. „The Ledge“ sind an der Außenfront des Gebäudes angebrachte Balkone, die komplett aus Glas bestehen. Von hier aus lässt sich senkrecht auf das 412 Meter tiefer liegende Straßengewirr blicken. Noch spektakulärer wird es in der 94. Etage des John Hancock Centers. Auf dem 360 CHICAGO Observation Deck ist Nervenkitzel garantiert für alle, die sich auf den TILT wagen. Diese bewegliche, verglaste Plattform neigt sich fast horizontal über die Michigan Avenue, indem die bodentiefen Fenster langsam in einem Winkel von 30 Grad nach vorne kippen.

Blick auf die Windy City vom Wasser aus

Beim Paddeln auf dem Chicago River lassen sich ganz beosndere Perspektiven genießen. – Foto Illinois Office of Tourism

Etwas entspannter gestaltet sich der Blick vom Wasser aus. Hier werden zwei unterschiedliche Arten von Bootstouren angeboten. Die eine führt auf dem Chicago River durch das Herz der Stadt und die andere ermöglicht den Blick vom Lake Michigan auf die Skyline. Besonders entspannt lässt sich die drittgrößte Stadt der USA bei einer Lunch oder Dinner Cruise erkunden, wobei der komplett verglaste Gäste- und Essbereich eine Rundumsicht garantiert. Wer sich für die Architektur der Metropole, die als Geburtsstadt des modernen Wolkenkratzers gilt, interessiert, der ist bei einer „Architecture River Cruise“ richtig. Die 75-minütige Bootstour wird von Architektur-Experten begleitet, die auf bekannte und weniger bekannte bauliche Highlights hinweisen. Sportliche können auf dem Lake Michigan das Paddel selbst in die Hand nehmen. Die Tour von Kayak Chicago bietet sensationelle Aussichten auf die spektakuläre Skyline der Stadt.

Unter- und überirdisch durch die Millionen-Metropole

Ein Spaziergang entlang des Chicago Riverwalks ist voller Faszination. -Foto Illinois Office of Tourism

Erst hoch hinaus und dann nach ganz unten – die Windy City hat nicht nur in punkto Wolkenkratzer viel zu bieten. Der Chicago Pedway ist ein Netzwerk von Tunneln und Gängen, die Hochhäuser, Geschäfte, Hotels und Bahnhöfe im zentralen Geschäftsviertel, bekannt als the Loop, unter der Erde verbinden. Wissenswertes zur unterirdischen Stadt erfahren Besucher auf einer geführten Tour zu Fuß.

Einen weiteren Perspektivwechsel erleben Besucher bei einer Fahrt mit der „EL“, wie die Hochbahn der Stadt, von den Bewohnern genannt wird. Chicago Elevated, so der offizielle Name, ist die berühmteste Hochbahn der Welt. Die ältesten Abschnitte des Netzes, dem zweitmeistfrequentierten Verkehrssystem der USA, sind seit 1892 in Betrieb. Eine Besonderheit ist der „Loop“, der in etwa acht Metern Höhe als Ringlinie den Kern der Innenstadt umschließt. Auch von hier aus lässt sich die einzigartige Architektur der Windy City mit ihren Stadtvierteln aus einer neuen Perspektive erleben. Mehr Infos zur „EL“ und den architektonischen Besonderheiten der Stadt bieten geführte Stadtrundfahrten mit der Hochbahn.Weitere Informationen unter www.enjoyillinois.de.

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