Saaremaa – Estlands größte Insel mit Suchtfaktor

Saaremaa
Saaremaa ist die größte der rund 2.00 Inseln in Estland. – Foto Visit Estonia

Das nordische Estland punktet neben seiner atemberaubenden Natur mit jeder Menge kuriosen und besonderen Geschichten. So besteht das Land beispielsweise zu 50 Prozent aus Wald und dabei gehören dennoch über 2.000 Inseln zum Land, viele davon unbewohnt. Auf diesen Inseln, allen voran die größte Insel Saaremaa, herrscht ein ganz besonderes Lebensgefühl. Die Bewohner nehmen das Leben wie es kommt, mit viel Gelassenheit und Humor, und die Uhren ticken stets etwas langsamer als auf dem Festland. Dennoch, oder gerade deshalb, sind die Bewohner auf Saaremaa recht geschäftstüchtig. So ist man dort in wahrer Trendsetter-Manier auf den aktuellen Gin-Trend aufgesprungen, die örtliche Destillerie Lahhentagge mischt inzwischen ganz vorne bei der Herstellung des trendigen Wacholderschnapses mit.

Gin mit Tannenbaum-Note

Zu den vielen Kleinoden auf Saaremaa gehört auch diese historische Windmühle.

Nicht zuletzt die Liebe und Mühe, die bei der Produktion investiert werden, verleihen dem köstlichen Craft-Gin aus Estland einen ganz besonderen Geschmack. Lahhentagge wird aus reichem estnischem Roggen destilliert und mit handverlesenen Kräutern von der Küste der Insel Ösel vermischt. Dadurch überzeugt der Gin mit einem leicht duftenden und geschmeidigen Aroma und bietet gleichzeitig einen kräftigen Geschmack. Eine weitere Besonderheit der Destillerie ist die Herstellung von Tonic Water. Hierfür wurde der Weihnachtsbaum der Stadt Kuressaae recycelt, um aus den Tannennadeln des Baumes ein spezielles Tonic herzustellen. Mit dieser besonderen Geschmacksnote lässt sich der Tannenbaum wortwörtlich schmecken – und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Gin-Festival in Kurassaare

Estlands größte Insel weiß mit Natur und Kultur zu begeistern. – Foto Vist Estonia

Im August steht die charismatische, kleine Stadt Kurassaare beim alljährlichen Gin-Festival im Rampenlicht des Landes. Eine Reihe an außergewöhnlichen Gin Sorten aus der Region können verkostet werden, beispielsweise im Rahmen eines Gin Dinners oder einer Gin Cruise. Besucher des Festivals lernen von den Top-Bartendern des Landes, wie man mehr als nur einen Gin auf Eis serviert, und beeindruckende Cocktails zaubert. In diesem Jahr findet das Gin-Festival am 3. August statt. Und hat man einmal den Weg nach Saaremaa gefunden lohnt es sich, die Insel ausgiebig zu entdecken.

Wilde Orchideen im Nationalpark Vilsandi

Aussichtsreiche Strandabschnitte gehören zum Inselflair.

Hohe Wälder werfen lange Schatten über blühende Wiesen und majestätische Wacholderbäume wachsen mit windgepeitschten Wildgräsern auf Feldern. Endlos steinige Strände treffen auf ein wirbelndes Meer und die Winde bringen wilde Vögel aus fernen Ländern mit. Dank des milden Klimas ist Saaremaa reich an Flora und Fauna. So wartet der Nationalpark Vilsandi mit tausenden Wandervögeln und wilden Orchideen. Auf einer Inseltour nicht fehlen dürfen auch der Besuch des ersten wissenschaftlich bewiesenen Meteoritenkraters in Europa oder ein Spaziergang an der spektakulären Steilküste von Panga. Die Sanddünen des Strands von Järve eignen sich ideal für ein Sonnenbad.

Großes Wellnessangebot

Auch prachtvollen Holzhäuser prägen das Insel-Bild auf Saaremaa.

Auf Kulturliebhaber warten die mittelalterliche Steinkirche von Saaremaa, die Ruine der Ordensfestung von Maasi, der Leuchtturm von Sörve oder die Altstadt von Kuressaare. Der traditionsreiche Kurort Kurassaare verfügt über die größte Dichte an Wellnessangeboten weltweit. Auf jeden zehnten Einwohner kommt ein Platz im Spa – kein Wunder, dass die Insulaner so herrlich entspannt sind. Weitere Informationen zu Saaremaa unter www.visitestonia.com.

Buch- und Geschenktipp für naseweise Reisende und Zuhausebleiber

Reisen erweitert den Horizont und schärft den Blick für andere Länder, Kulturen und Lebensweisen. Wer reist, entdeckt immer wieder Spannendes, Faszinierendes, Kurioses, Verrücktes und Amüsantes. Vor allem Superlative und Rekordverdächtiges werden allerorts gerne mit Stolz präsentiert. Das eine oder andere bleibt im Gedächtnis, anderes ist schnell wieder vergessen. So oder so ist Reisen immer ein Stück weit vergleichen. Mal stechen Gemeinsamkeiten ins Auge, dann sind es gravierende Unterschiede zu dem, was man im heimischen Sprengel vorfindet.

Vieles von dem, was sich unterwegs entdecken lässt, sorgt später für Gesprächsstoff. Dabei gibt es Zeitgenossen, die als wandelndes Lexikon durchgehen könnten, weil sie in der Lage sind, sich noch so kleine Details und Fakten zu merken. Gerade diese Dinge sind es, die für jede Menge Gesprächsstoff und Spaß, für Staunen, Kopfschütteln und Gelächter sorgen. Und so überrascht „Prahlhanswissen für Gelegenheitsreisende“ von Karsten-Thilo Raab als ein Kompendium, das nicht unbedingt im Alltag benötigtes Wissen vermittelt, gleichzeitig jedoch jede Menge Spaß garantiert.

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Mortimer

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