Als Hobbykapitän auf der Havel schippern

Havel
Ein Hausfloß hat maximal 15 PS und darf auf den Gewässern im Havelland ohne Bootsführerschein gesteuert werden. – Foto: DJD/www.stadt-brandenburg.de/Andre Stiebitz

Westlich von Berlin erstreckt sich ein Paradies für Wasserliebhaber: die Havelländische Seen- und Flusslandschaft. Gemeinsam mit der Mecklenburgischen Seenplatte und den Berliner Gewässern bildet sie das größte zusammenhängende Binnenwassersportrevier Europas. Der perfekte Ort also, um Kilometer um Kilometer auf dem Wasser zurückzulegen. Als Startpunkt eignet sich die Stadt Brandenburg an der Havel.

Stadtgenuss auf dem Wasser

Die Luckenberger Brücke ist eine von 58 Brücken in Brandenburg an der Havel. – Foto: DJD/www.stadt-brandenburg.de/Ulf Böttcher

Brandenburg an der Havel ist durchdrungen und umringt von Wasser. Insgesamt sieben Seen, die Brandenburger Havelseen, gehören genauso zur Stadt wie die namensgebende Havel. Der Fluss, Nebenarme, Gräben und Kanäle verbinden die drei Inseln der Stadt, fließen unter 58 Brücken hindurch und schlängeln sich an über 400 historischen Baudenkmälern vorbei. Neben Kirchen in Backsteingotik wie dem Dom St. Peter und Paul gehören dazu Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und vier erhaltene Tortürme.

Mit einem Kanu kann man entspannt an vielen Denkmälern der Stadt vorbei paddeln. – Foto: DJD/Michael Handelmann

Ein sieben Kilometer langer Wasser-Rundweg führt an vielen dieser Denkmäler vorbei, an der Dominsel und weiteren Orten gibt es zudem Anlegemöglichkeiten für einen Landgang. Für die Entdeckungstour eignen sich am besten Kanus, die man bei verschiedenen Anbietern in der Stadt leihen kann.

(Kindheits-)Träume wahr werden lassen

Ob auf der Havel oder einem ihrer Nebenarme: Idyllische Flecken finden sich überall. – Foto: DJD/PMSG/André Stiebitz

Wer einen Schritt weitergehen möchte, kann sich in Brandenburg an der Havel auch einen (Kindheits-)Traum erfüllen: einmal Kapitänin oder Kapitän sein. Das geht mit einem der vielen kleinen, wendigen Hausfloße, die mit ihren maximal 15 PS ohne Bootsführerschein zu steuern sind. Damit steht einem Familienausflug zu Wasser in die reizvolle Natur der Havellandschaft nichts mehr im Wege – Badestopps inklusive. Eine Auswahl von Vermietern findet sich etwa unter www.erlebnis-brandenburg.de. Dort gibt es auch Angebote für alle, die lieber nicht selbst steuern möchten.

Wer den Dom St. Peter und Paul nicht nur vom Wasser aus sehen möchte, hat hier die Möglichkeit, anzulegen. – Foto: DJD/www.stadt-brandenburg.de/Ulf Böttcher

Größere Personenschiffe fahren von Brandenburg die Havel entlang, vorbei an schmucken Orten wie Werder, Schwielowsee und Groß Kreutz. Und wer zwischendurch mal wieder Land unter den Füßen braucht, findet in der Region zahlreiche Wander- und Radwege, die durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete führen. Ideal für einen Tagesausflug mit dem Rad ist beispielsweise die 7-Seen-Tour. Der 35 Kilometer lange Rundkurs startet in Brandenburg an der Havel und führt um die südwestlich gelegene Havelseenplatte. Ob vom Wasser aus oder von Land: die Havelländische Seen- und Flusslandschaft ist aus jedem Blickwinkel ein Genuss. (djd)

Wer mal wieder Land unter den Füßen – oder Rädern – braucht, sucht sich einfach einen der vielen Rad- oder Wanderwege aus. – Foto: DJD/www.stadt-brandenburg.de/Franzsika Guenther

Mortimer

Seit dem Jahr 2011 berichtet das Mortimer Reisemagazin tagtäglich in Wort, Bild und teilweise mit Videos aus der Welt des Reisens. Mehr als 8.000 Beiträge über Destinationen aus allen Teilen der Erde stehen für Interessierte mittlerweile kostenfei bereit.