Hotelcheck: Seville NoMad in New York

Das Hotel Seville NoMad ist ein guter Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour durch New York.  – Foto: Hotel Seville NoMad, Unbound Collection by Hyatt

Es ist ein Haus mit Geschichte. Dafür muss man nicht architektonisch beschlagen sein, um das zu erkennen. Seit 1903 steht das Hotel Seville NoMad an der Ecke Madison Avenue und 29th Street im New Yorker Stadtteil NoMad. Die Fassade ist im Stile des Beaux Arts erbaut und stammt damit noch aus einer Zeit, in der man sehr detailverliebt an der Optik gearbeitet hat. In der Horizontalen gibt die Aufteilung in die Abschnitte Sockel, Mittelteil und Kapitell eine optische Lässigkeit. Und auch in der Vertikalen ist die Fassade mit viel Hingabe gestaltet worden. In den meisten Stockwerken unterbrechen kleine Erker die Front und der Einsatz von Kalkstein und Terrakotta geben dem Haus sein charakteristisches Äußeres. Bei so viel Geschichte ist es nicht verwunderlich, dass das Hotel ein eingetragenes Wahrzeichen der Stadt New York ist und ins National Register of Historic Places aufgenommen wurde.

Fast schon ein Flachbau …

Die vielen Sofas machen die Lobby zu einem angenehmen Ort, um sich zu treffen. – Foto: Alexandra von Braunschweig / Mortimer Reisemagazin

Im Laufe seines langen Daseins ist das Haus mehrfach umgebaut und erweitert worden. Der ursprüngliche Gebäudeteil ist U-förmig mit einem Innenhof. Durch die verschachtelte Bauweise gibt es auch Zimmer, die eine eher unattraktive Aussicht auf andere Räume haben, die nur eine Sichtweite entfernt sind. Aber alles hat seine Vorteile: Diese Zimmer sind auch bei geöffnetem Fenster mucksmäuschen leise. Mit seinen zwölf Stockwerken ist das Gebäude für New-Yorker-Verhältnisse geradezu ein Flachbau. Deshalb darf es sich auch zurecht Boutiquehotel nennen. Seit April 2025 gehört das Vier-Sterne-Haus zur Unbound Collection by Hyatt.

Genussmomente

Seville NoMad
An der Bar kann man nicht nur abends noch ein Getränk zu sich nehmen, sondern auch morgens einen Kaffee oder Tee holen. – Foto: Alexandra von Braunschweig / Mortimer Reisemagazin

Herzstück des Hauses ist die Lobby und die Bar mit dem originellen Namen Il Bar. Es ist unglaublich, was hier morgens los. Und alle scheinen sich irgendwie zu kennen. Manche kommen vom joggen und holen sich an der imposanten Bar noch schnell eine Tasse Tee oder Kaffee und schnabbulieren einen kleinen Snack, bevor es zum Duschen geht. Besonders schön sind die Plätze in den Fensternischen. Hier kann man nicht nur nett sitzen, sondern auch wunderbar die Passanten beobachten. Zu dem Hotel gehört ebenso das Restaurant Scarpetta. Das italienische Restaurant ist so für seine Küche bekannt, dass es für den James Beard Award, den Oscar der Gastronomie, nominiert ist.

So schön kann die Minibar auch untergebracht sein. – Foto: Alexandra von Braunschweig / Mortimer Reisemagazin

Das Fitnessstudio bleibt bis Mitte Februar wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Auch wenn in dieser Zeit nicht an der Fitness gearbeitet werden kann, können sich die Gäste danach auf ein modernes Studio freuen.

Lage, Lage, Lage …

Die Zimmer sind modern eingerichtet. – Foto: Alexandra von Braunschweig / Mortimer Reisemagazin

Die Zimmer in dem Boutiquehotel verbinden in ihrem Stil den Charme der Vergangenheit und den Komfort der Moderne. Das Sideboard, in dem die Minibar untergebracht ist, erinnert ein bisschen an eine Musikbox. Stillvoll und außergewöhnlich. Das Bad mit dem Marmorwaschbecken ist nicht besonders groß, aber es hat alles Platz, sogar eine ziemlich geräumige Dusche. In den Suiten können die Gäste den Abend auf einem Sofa gemütlich ausklingen zu lassen. Oder sich zum Spieleabend an dem Tisch mit Eckbank zusammensetzen.

Das Marmorwaschbecken gibt dem Badezimmer etwas Mondänes. – Foto: Alexandra von Braunschweig / Mortimer Reisemagazin

Die Lage des Seville NoMad ist zentral. Es liegt nur wenige Schritte vom Madison Square Garden entfernt. Nur ein Straßenblock weiter ist ein großer Laden, um sich mit Snacks und Getränken und sogar warmem Essen einzudecken – was in New York nicht zu verachten ist. Und auch die Anbindung lässt nichts zu wünschen übrig. Direkt vor der Haustür fahren verschiedene Buslinien los und auch bis zur nächsten U-Bahn-Station ist es nur ein Katzensprung.

Informationen und Buchungen: www.hyatt.com

Bewertung des Mortimer Reisemagazins

Das Vier-Sterne-Haus gehört seit vergangenem Jaht zur Unbound Collection by Hyatt. – Foto: Alexandra von Braunschweig / Mortimer Reisemagazin

In jeder Kategorie werden maximal fünf Sterne vergeben:

Lage ****
Ausstattung ****
Sauberkeit ****
Essen und Trinken ****
Service ***

Das Hotel ist absolut zentral gelegen. – Foto: Alexandra von Braunschweig / Mortimer Reisemagazin

Fazit: Das Hotel Seville NoMad ist ein guter Ausgangspunkt für eine New-York-Reise. Es hat genau die richtige Mischung aus angenehmer Atmosphäre ohne zu überkandidelt zu sein.

Alexandra von Braunschweig

lebt im Ruhrgebiet und liebt die Sonne und den Schnee. Deshalb ist die Journalisten gerne im Süden und in den Bergen unterwegs. Am liebsten trifft sie dabei Menschen, die das, was sie tun, mit Leidenschaft tun. Denn das macht aus einer Geschichte eine gute Geschichte.