
Im Tiergarten Schönbrunn in Wien steht Frühjahr 2017 ein Umzug an. Die drei Giraffen Kimbar, Rita und Carla besiedeln den neuen Giraffenpark. Dessen Kernstück ist ein lichtdurchfluteter Wintergarten, der den wärmeliebenden Savannenbewohnern in der kalten Jahreszeit mehr Bewegungsraum bietet. Die Innenanlage ist mit 434 Quadratmeter rund dreimal so groß wie bisher, auch der Außenbereich wurde vergrößert. Besucher können die Tiere nun von einer Galerie aus bestaunen. Zum Giraffenpark gehört auch das neue Ostafrikahaus, in dem Zwergmangusten, Schildechsen, Tokos und Hornraben Tür an Tür mit den Giraffen leben.
Neuer Giraffenpark mit neuester Technik

Der neue Giraffenpark im Tiergarten Schönbrunn setzt auf umweltfreundliche Technologien. Im Glasdach des Wintergartens ist eine große Photovoltaikanlage integriert, die den gesamten Strombedarf der Anlage – von der Beleuchtung der Tierbereiche bis zu den Lüftungsanlagen – abdeckt. Unter dem Wintergarten befinden sich 120 Tonnen Schotter, die die Hitze des Tages speichern und in der Nacht in Wärme umwandeln. Der Giraffenpark wurde schon vor seiner Fertigstellung mit dem Wiener Umweltpreis 2016 ausgezeichnet.
Panda-Zwilling als neue Stars

Echte Publikumsmagneten im Schönbrunner Zoo sind die im August 2016 geborenen Pandazwillinge, das Weibchen Fu Feng (Glückliche Phönix) und das Männchen Fu Ban (Glückliche Hälfte, Glücklicher Gefährte). Ihre Mutter Yang Yang kümmerte sich von Anfang an fürsorglich um ihren Nachwuchs. Ende 2016 verließen die Panda-Zwillinge erstmals ihre Baumhöhle und zeigten sich den entzückten BesucherInnen. Der Große Panda zählt zu den bedrohten Tierarten, nur noch 1.864 Tiere leben im Südwesten Chinas. In den meisten Pandahaltungen setzt man auf künstliche Besamung. Dem Tiergarten Schönbrunn ist es mit der Geburt von Fu Long 2007, Fu Hu 2010 und Fu Bao 2013 bereits dreimal gelungen, Große Pandas auf natürlichem Wege fortzupflanzen. Alle drei Wiener Pandas leben mittlerweile in China.
Zwei Millionen Besucher pro Jahr

Der Tiergarten Schönbrunn ist der älteste bestehende und zugleich einer der modernsten und besten Zoos der Welt. Mehr als 500 Tierarten – vom Sibirischen Tiger über Flusspferde bis zu Panzernashörnern – leben in dem Wiener Zoo. Pandababys, Elefantennachwuchs und viele andere seltene Tiere locken jährlich mehr als zwei Millionen Besucher an. Die Gehege sind besonders großzügig und naturnah gestaltet. Jährlich kommen neue weitläufige Anlagen und Tierhäuser dazu, der historische Charme des Zoos bleibt dennoch erhalten. Weitere Informationen unter www.zoovienna.at.
Buch- und Geschenktipp: Leseabenteuer zwischen Deutschland und Österreich
Kriminelle Energie mit Pfiff, Spannung und Humor kennzeichnet den ebenso kurzweiligen wie spannenden Roman Keine halben Sachen mehr von Frank-Raymund Richter: Die Lehrerin Salome Salomon liebt ihren Beruf, ihr Motorrad und ihre Kater (beide ordentlich kastriert), sonst liebt sie niemanden, sich schon gar nicht. Außer ihrer Mutter steht ihr nur eine Person nahe: Sonja, Halbghanaerin und Mitarbeiterin einer Karateschule. Ihr großes Problem: Sie verliebt sich immer in die falschen Männer.
Salome, die klugen Kater und das kommunikative Motorrad bringen in ihrem Kampf gegen eine moralisch brüchige, oft brutale und kriminelle Männerwelt einige Männer zur Strecke, die es– so sehen es die Vier – nicht anders verdient haben. Unterstützt werden sie in ihrem Kampf durch ein selbstbewusstes Navi und einen depressiven Telekom Schaltkasten.
Die fantasievolle und witzige Erzählung überrascht mit einem unerwarteten Finale.
Erhältlich ist der 238 Seiten starke Roman Keine halben Sachen mehr (ISBN 978-3-939408-53-6) von Frank-Raymund Richter für 18 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag
G. Schröder
ist seit Kindestagen mit dem Reisevirus infiziert und bringt sich seit Jahr und Tag mit großem Engagement als gute Seele hinter den Kulissen in das Mortimer Reisemagazin ein.
