
Reisen im Jahr 2025 glich einmal mehr einem Improvisationstheater mit überbuchten Flügen, streikenden Gepäckbändern und WLAN, das immer dann ausfiel, wenn die Bordkarte dringend gebraucht wurde. Sicherheitskontrollen wirkten wie Escape Rooms: Schuhe aus, Laptop raus, Flüssigkeiten in den Beutel – und dann alles wieder zurück. Zwischen überfüllten Stränden, Selfie-Sticks im Dauerbetrieb und „Geheimtipps“, die längst auf Social Media Kanälen viral gegangen waren, blieb dennoch Platz für kleine Abenteuer. Bahnstreiks führten zu spontanen Café-Entdeckungen, Flugverspätungen zu unerwarteten Begegnungen. Das Reisejahr 2025 zeigte, dass Humor das beste Handgepäck ist – und dass die schönsten Geschichten oft dort entstehen, wo eigentlich nur Chaos herrscht. Und auch sonst gab es in 2025 wieder jede Menge Erstaunliches, Kurioses, aber auch Erschreckendes aus der Welt des Reisens, wie der zweite Teil unseres Jahresrückblicks zeigt:
Juli 2025
In Frankreich gilt ab Juli 2025 ein Rauchverbot an öffentlichen Orten wie Parks, Stränden, in der Nähe von Schulen und Bushaltestellen. Ziel ist es, vor allem Kinder vor dem Passivrauchen zu schützten. Verstöße können mit bis zu 135 Euro geahndet werden. Rauchen bleibt aber in der Außengastronomie erlaubt.
Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg, erhält ab 3. Juli ein zweites Gipfelkreuz. Dieses wird auf 2.950 Metern Höhe im Inneren der Gipfelstation der Zugspitzbahn aufgestellt, und damit zwölf Meter niedriger als das Original. Der Grund: Unter den jährlich mehr als 600.000 Besuchern bringen sich immer wieder schlecht ausgerüstete Touristen mit dem Wunsch nach einem Erinnerungsfoto in Lebensgefahr.
Vor der indonesischen Insel Bali sinkt am 2. Juli eine Fähre mit 65 Menschen an Bord. Vier Passagiere können nur tot geborgen, 29 Menschen können gerettet werden, die übrigen Passagiere bleiben verschollen.
Gleich drei Unglücke mit Flusskreuzfahrtschiffen ereignen sich an einem Tag: Die Elegant Lady von Plantours rammt am 2. Juli ein Schleusentor an der Mosel, die Rembrandt van Rijn der Reederei Feenstra Rhine Line kollidiert mit einer Brücke. Beide Schiffe haben jeweils rund 110 Passagiere an Bord, fünf Menschen werden verletzt. Eine Mosel-Schleuse bleibt vorerst gesperrt. Auch die Excellence Queen vom Schweizer Reisebüro Mittelthurgau blieb am Main-Donau-Kanal an einer Brücke hängen, die 80 Passagiere und 40 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.
Ein Reisebus des Unternehmens Flixbus auf dem Weg von Kopenhagen nach Wien ist am 4. Juli auf der A19 in Mecklenburg-Vorpommern von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. An Bord waren 55 Menschen, 20 wurden verletzt, eine Person schwer. Die Ursache des Unfalls bleibt unklar.
Im ersten Halbjahr 2025 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland mit 223,3 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekordwert, der 0,1 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums lag.
Gemäß einer Erhebung von Eurostat konnte sich im Jahr 2024 mehr als jeder vierte EU-Bürger ab 16 Jahren keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Der Anteil liegt bei 27 Prozent. Besonders betroffen sind demnach Menschen in Rumänien, Griechenland und Bulgarien.
Bei einem Bootsunglück am 19. Juli in der vietnamesischen Halong-Bucht sind mindestens 38 Touristen ums Leben gekommen. Das Ausflugsboot war während eines Sturms gekentert.
Weil sie vom Besucheransturm genervt sind, haben Einwohner des niederländischen Badeortes Zandvoort bei Google Maps zahlreiche Straßensperrungen, die es gar nicht gibt, gemeldet. Dabei nutzten sie eine Schwäche von Google Maps aus. Denn wenn genügend Nutzer eine Straße als nicht passierbar markieren, übernimmt der Kartendienst diese Angaben.
Ein Passagierflugzeug der russischen Fluggesellschaft Angara Airlines stürzt am 24. Juli mit 49 Passagieren an Bord im Osten Russlands in der Amur-Region abt. Die Antonov An-24 war auf dem Flug von Blagoweschtschensk nach Tynda, als sie kurz vorm Ziel vom Radar verschwand.
Bei einem schweren Zugunglück kommen am 27. Juli in Baden-Württemberg drei Menschen ums Leben, mindestens 50 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Regionalexpress war auf der Strecke von Sigmaringen nach Ulm unterwegs, als zwei Waggons entgleisten. Unglücksursache war ein Erdrutsch.
Nach der Landung auf dem Flughafen Wien hat ein verstimmter Passagier am 30. Juli in einem Flugzeug von Austrian Airlines die vordere Tür des Flugzeugs geöffnet. Dadurch wurde die Notrutsche aktiviert, über die der Mann floh. Wenig später wurde er festgenommen und wegen psychischer Probleme in eine Klinik gebracht.
August 2025
Um die Touristenmassen einzudämmen, hat Barcelona veranlasst, dass die Buslinie zum Park Güell aus Google Maps entfernt wird, damit Touristen diese nicht mehr nutzen und die Einwohner der katalanischen Millionenmetropole (wieder) Platz finden.
In Italien drohen nun hohe Strafen, wenn Müll aus dem Auto auf die Straße geworfen wird. Bei Taschentüchern oder Zigarettenstummeln sind gut 1.200 Euro möglich. Wer eine Getränkedose, eine Glasflasche oder einen Müllsack aus dem Autofenster wirft, dem droht neben einer Anzeige eine Geldstrafe von bis zu 18.000 Euro zu rechnen.
Ein Railjet der Österreichische Bundebahn muss in Niederösterreich eine Notbremsung eingelegen, weil ein Passagier außen am Zug mitgefahren ist. Der 24-Jährige war in St. Pölten kurz ausgestiegen, um eine Zigarette zu rauchen. Er verpasste die Abfahrt und sprang auf den Zug. Ein Schaffner entdeckte den Mann zwischen zwei Waggons und legte rund zwei Kilometer nach St. Pölten eine Notbremsung ein. Der Mann wurde verhaftet.
Das Haus der Geschichte in Stuttgart ist im Rahmen der Ausstellung „Frei Schwimmen“ an zwei Abenden nur für nackte Besucher geöffnet. Die Ausstellung zeigt, wie öffentliche Bäder gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln. Dazu gehören auch Nacktheit und FKK.
Erschreckende Bilanz: Im Juli erreichten nach Angaben der Deutschen Bahn gerade einmal 56,1 Prozent der Fernzüge ihr Ziel pünktlich.
Die Daten der Ausweispapiere von rund 70.000 Gästen sind in Hotels in Italien von Hackern gestohlen worden. Die Gruppe namens Mydocs biete die Dokumente im Internet zum Kauf an, teilte die Polizei mit. Betroffen sind Hotels der oberen Preisklasse in Städten wie Venedig und Triest sowie auf der Insel Capri.
Internationale Zugreisen sind gemäß einer Analyse der Umweltschutzorganisation Greenpeace innerhalb von Europa oft teurer als Flüge, obwohl sie klimaschonender wären. Von 109 grenzüberschreitenden Routen war bei mehr als der Hälfte die Zugstrecke teurer als der Flug.
Der 102-jährige Japaner Kokichi Akuzawa hat als ältester Mensch den 3.776 Meter hohen Fuji bestiegen. Der ehemalige Landwirt hatte den Berg zuletzt im Alter von 96 Jahren bestiegen.
Bei Qantas zeichnet sich ein sonderbarer Konflikt um Bärte ab. Während die Langstreckenpiloten der australischen Fluggesellschaft schon länger zu glatten Gesichtern verpflichtet sind, durften die Crews der Regionaltochter Qantas Link bisher Bärte tragen. Diese Regel soll nun wegfallen. Ein Gutachten der Beratungsfirma Qinetiq hatte festgestellt, dass Bärte die Wirksamkeit von Sauerstoffmasken beeinträchtigen könnten.
Gemäß einer Umfrage des Osaka Convention and Tourism Bureau in Japan klagen mehr als 80 Prozent der Hotels über herrenlose Koffer. Offenbar kaufen viele Gäste während des Aufenthalts im Land der aufgehenden Sonne größere Gepäckstücke, um etwa Souvenirs unterzubringen. Die alten Koffer bleiben dann einfach stehen. Die Hotels lagern die ausrangierten Stücke ein, aber meistens werden sie nicht abgeholt.
In genau 139 Tagen haben die schottischen Brüder Jamie, Ewan und Lachlan Maclean den Pazifik zwischen Peru und Australien in einem Ruderboot überquert.
Ein 85-jähriger Wanderer, dessen Hund Mutterkühe mit Kälbern aufschreckte, wird am Dachstein von einer Milchviehherde niedergetrampelt und tödlich verletzt. Seine 82-jährige Frau überlebt die Attacke mit schweren Verletzungen.
September 2025
In Lissabon entgleist am 3. September die berühmte Standseilbahn „Elevador da Glória“, die die Stadtteile Baixa mit Bairro Alto miteinander verbindet. 16 Menschen kommen ums Leben, dazu gibt es gut zwei Dutzend Verletzte.
Australien schafft zwischen Coffs Harbour und Kempsey mit dem 476.000 Hektar großen „Great Koala Nationalpark“ in New South Wales ein neues Schutzgebiet für rund 12.000 Koalas. Neben dem Schutz der bedrohten Tiere soll so auch die Abholzung gestoppt werden.
Weltweit haben Fluggesellschaften im Jahr 2024 so viel Umsatz mit Zusatzleistungen erzielt wie nie zuvor. Laut Yearbook of Ancillary Revenue stiegen die Zusatzeinnahmen aus Gepäckgebühren, Sitzplatzreservierungen und Kreditkartenprogrammen auf mehr als 148 Milliarden US-Dollar.
Laut Analyseunternehmen Cirium, das die Emissionen in der weltweiten Passagier-Luftfahrt pro Sitzplatzkilometer ermittelt, wurde am 18. Juli 2025 mit 2.523 Tonnen Kohlendioxid ein neuer (Negativ-) Rekord beim CO2-Ausstoß aufgestellt. Zwar sei der Ausstoß pro Flug gesunken, doch die Zahl der Flüge liegt rund vier Prozent über dem bisherigen Höchstwert von 2019.
In Phnom Penh in Kambodscha ist der Techo International Airport an den Start gegangen. Der für gut eine Milliarde Euro errichtete Flughafen soll gut sieben Millionen Gäste pro Jahr begrüßen. Die Kapazität soll aber auch 20 Millionen gesteigert werden können.
Kroatiens staatliche Inspektion (DIRH) hat von Mai bis August 7.300 Kontrollen in Hotels, Campingplätzen und der Gastronomiedurchgeführt und dabei mehr als 8.500 Verstöße festgestellt. Beanstandet wurden falsche Sterne-Bewertungen, Hygienemängel und illegale Beschäftigung.
In Island hat am Gletscher Sólheimajökull südöstlich der Hauptstadt Reykjavik mit dem Azure Ice Cave eine weitere Eisgrotte eröffnet, die von September bis April begehbar ist.
Am Münchener Flughafen wird der mit 275 Ladepunkten größte europäische Ladepark für Elektroautos in Betrieb genommen. Rund 5,2 Millionen Euro flossen in die Realisierung des Vorhabens.
Das Nickerchen eines Fluglotsen im Tower von Ajaccio auf Korsika hatte zur Folge, dass ein Airbus von Air Corsica nicht landen konnte. Als es kurz vor Mitternacht die korsische Hauptstadt erreichte, reagierte die Flugsicherung nicht auf den Funk der Cockpitbesatzung. Auch die Beleuchtung der Piste blieb dunkel. Der Kapitän nahm daraufhin Kontakt mit der Flughafenfeuerwehr auf, die wiederum die Gendarmerie einschaltete. Diese stellte fest, dass der Fluglotse schlicht ein Nickerchen eingelegt hatte.
Mit über 18,7 Millionen Übernachtungen im Juli und August verzeichnen deutsche Campingplätze einen neuen Rekordsommer. Besonders stark stiegen die Zahlen in Nordrhein-Westfalen und im Saarland.
Oktober 2025
Die Deutsche Bahn plant eine Beantragung bei der Bundesnetzagentur zur Einführung einer Pufferzone über mehrere Streckenabschnitte ab dem Jahr 2027. In belasteten Segmenten sollen zusätzliche Zeitreserven in die Fahrpläne integriert werden, wodurch sich die Fahrzeiten der Züge zugunsten einer gesteigerten Zuverlässigkeit künstlich erhöhen würden.
Das italienische Skigebiet Madonna di Campiglio führt für die Saison 2025/2026 als erstes Skigebiet Europas ein tägliches Maximal-Kontingent an Skipässen ein. So sollen nur noch bis zu 14.000 Skipässe täglich ausgegeben werden dürfen, um den Betrieb auf den 155 Pistenkilometern besser kontrollieren zu können.
Ein Hotelbrand im Norden der Kanareninsel Teneriffa führt zur Evakuierung von 490 Gästen, ein 23-jähriger Tourist stürzt von einem Balkon im dritten Stock und stirbt. Die Ursache für das Feuer im Vier-Sterne-Hotel Melia Costa Atlantis in Puerto de la Cruz ist unklar. Gemutmaßt wird über eine in Brand geratene Matratze im Zimmer des Verstorbenen.
Nach einer Reihe von Zwischenfällen mit alkoholisierten Flugzeugführern hat Japan Airlines die Reißleine gezogen. Ab sofort gilt: Wer als Pilotin oder Pilot mit bedenklichen Leberwerten auffällt, bleibt am Boden. Die Maßnahme folgt auf mehrere Vorfälle, bei denen das Glas zu viel offenbar zum Stolperstein wurde. Besonders brisant: Ein Kapitän verpasste seinen Flug wegen zu viel Alkohol im Blut.
Bei dem Zusammenstoß zweier Schnellzüge nahe Jablonov nad Turnou in der Slowakei werden am 13. Oktober 29 Menschen verletzt worden, neun davon schwer. Behörden gehen von menschlichem Versagen als Ursache aus.
Die Deutsche Bahn kündigt an, zum Fahrplanwechsel im Dezember erstmals seit sechs Jahren auf Preiserhöhungen im Fernverkehr zu verzichten. Ein Konzernsprecher erklärt dies mit „verkehrsökonomischen Gründen“, weil Kunden wegen höherer Preise auf andere Verkehrsmittel ausweichen könnten.
Das Emirat Ras Al Khaimah kündigt an, bis in die 2030er Jahre mit Marjan Beach eine neue Stadt mit 22.000 Wohneinheiten, 12.000 Hotelzimmer und einem drei Kilometer langen Strand direkt am Arabischen Golf auf einer Fläche von acht Quadratkilometern aus dem Boden stapfen zu wollen.
Das Museum Louvre in Paris, wird vor den Augen vieler Besucher Tage überfallen. Erbeutet werden Schmuckstücke aus den Sammlungen von Napoleon und der Kaiserin.
Ein Passagierflug von United Airlines von Denver nach Los Angeles musste unerwartet in Salt Lake City zwischenlanden, nachdem in rund 11.000 Metern Höhe die Frontscheibe im Cockpit einer Boeing 737 MAX 8 zerborsten war. Der Flugkapitän erlitt Schnittverletzungen durch umherfliegende Glassplitter, während die 140 Passagiere unverletzt blieben. Die Ursache für den Zwischenfall ist nicht bekannt. Fachleute schließen nicht aus, dass möglicherweise Weltraumschrott verantwortlich sein könnte.
Ein Pauschalreisender aus München wollte nach seiner siebentägigen Urlaub in Dubai satte 400 Euro zurückhaben, weil der Reiseleiter nicht ständig vor Ort, sondern nur via WhatsApp zu erreichen war. Doch das Amtsgericht München sah das ganz anders – und winkte ab. Kein Reisemangel, kein Geld zurück. Laut Urteil sei es bei Pauschalreisen normal, dass die Reiseleitung nicht permanent wie ein Schatten neben einem herlaufe. Solange der Ansprechpartner erreichbar und ansprechbar bleibt – und sei es digital – sei alles im grünen Bereich.
November 2025
Ab dem 1. November gilt in Italien eine neue Vorschrift für Wintersportler: Alle Personen, die auf Skipisten unterwegs sind, müssen künftig einen Helm tragen. Die Regel betrifft sämtliche Wintersportarten – also nicht nur Skifahren und Snowboarden, sondern auch das Rodeln . Wer sich nicht an die Bestimmung hält, muss mit einer Geldbuße von bis zu 150 Euro rechnen und riskiert, dass der Skipass entzogen wird.
Fünf deutsche Bergsteiger werden am 1. November im Ortler-Gebirge in Südtirol von einer Lawine erfasst und in den Tod gerissen.
Auf den Malediven ist das weltweit erste dauerhafte Rauchverbot für die jüngere Generationen in Kraft getreten. Wer am oder nach dem 1. Januar 2007 geboren wurde, darf im Inselstaat im Indischen Ozean keine Tabakprodukte kaufen oder konsumieren.
Der Europäische Gerichtshof hat den Airlines ordentlich den Wind aus den Turbinen genommen: Wenn ein Flug verspätet ist, zählt immer die ursprünglich geplante Ankunftszeit – ganz egal, ob die Fluggesellschaft den Abflug noch auf einen anderen Zeitpunkt schiebt. Im konkreten Fall hatte eine Airline ihren Flug von München in die Türkei um eine Stunde vorverlegt – vermutlich in der Hoffnung, dass die fast vierstündige Verspätung dann weniger schlimm aussieht. Die Passagiere sollten auf ihre 400 Euro Entschädigung verzichten – aber der EuGH winkte ab und stellte klar, solche Terminzaubereien sind kein Freifahrtschein aus der Entschädigungspflicht.
Riesige Wellen haben am 9. November auf der Kanaren-Insel Teneriffa mehrere Badegäste ins Meer gespült. Drei Menschen kommen ums Leben.
Vor der Küste der Dominikanischen Republik sinkt ein Ausflugskatamaran mit 55 Kreuzfahrtpassagieren der Mein Schiff 1 von TUI Cruises an Bord in der Bucht von Samaná. Einige Passagiere erleiden leichte Verletzungen.
In der tschechischen Hauptstadt Prag ist mit sofortiger Wirkung der Betrieb von Pferdekutschen in der Altstadt untersagt.
Am Flughafen Köln/Bonn verschaffen sich zwei Männer, die ihren Flug nach Bukarest verpasst haben, gewaltsam Zugang zum Rollfeld und rennen quer über das Vorfeld auf ihren startbereiten Airbus zugerannt – wohl in der Hoffnung, der Pilot würde die Tür für sie öffnen. Flughafenmitarbeiter stoppt das Duo, das wegen Hausfriedensbruchs und einen Verstoß gegen das Luftsicherheitsgesetz angezeigt wird.
Auf der malaysischen Insel Langkawi stirbt ein zweijähriger Junge nach dem Stich einer Würfelqualle. Das Kind wurde beim Baden am Chenang Beach verletzt und verlor laut örtlichen Medien innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein.
Dezember 2025
Das italienische Florenz verfügt ab 2026 ein Verbot für Außengastronomie in 50 Straßen der Altstadt, darunter nahe dem Ponte Vecchio und dem Museumsplatz der Uffizien. In 73 weiteren Straßen werden bisher geltende Regeln für das Essen im Freien verschärft. Grund sind Beschwerden von Anwohnern über Platzmangel in den engen Gassen durch die außenstehenden Tische und Stühle. Betroffene Gastronomen fürchten erhebliche Umsatzeinbußen durch das Verbot.
Das Hamburger Landgericht verurteilt zehn Klimaaktivisten zu zusammen 400.000 Euro Schadensersatz, weil sie im Juli 2023 den Betrieb des Hamburger Flughafens blockiert und lahmgelegt hatten.
Bei einem Brand in einem Nachtclub in Arpora im indischen Goa kommen vier Menschen ums Leben. Das Feuer im Club Birchist vermutlich durch fden Gebrauch eines Indoor-Feuerwerks verursacht worden.
Am 12. Dezember nimmt in Paris eine Seilbahn den Betrieb auf. Die Câble C1 verbindet über fünf Stationen die Stadt Créteil mit den Gemeinden Limeil-Brévannes, Valenton und Villeneuve-Saint-Georges. Mit 4,5 Kilometern Streckenlänge gilt sie als längste urbane Seilbahn in Europa.
Südkoreas Präsident Lee Jae‑myung sorgt sich darum, dass am Flughafen Incheon angeblich hohe Geldbeträge in Form von zwischen Buchseiten versteckten 100‑Dollar‑Scheinen außer Landes gebracht werden. Daher ordnete der Präsident an, dass künftig jedes Buch manuell überprüft werden soll.
Mit 29 Prozent verspäteten Flüge wiesen im angelaufenen Jahr Ryanair, Air France und easyJet die schlechteste Pünktlichkeitsbilanz auf. Dicht dahinter folgten Frontier Airlines mit 28 Prozent verspäteten Flügen sowie Lufthansa und Qantas mit jeweils 26 Prozent.
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Der Buchtipp: Unnützes Reisewissen
Klar lässt sich Unnützes Reisewissen von Mortimer Reisemagazin Redakteur Karsten-Thilo Raab wie jedes andere einfach Buch von vorne nach hinten lesen. Muss man aber nicht. Das 172 Seite starke Kompendium kann auch immer wieder wahllos an einer x-beliebigen Stelle aufgeschlagen werden. Und egal, welche Vorgehensweise man bevorzugt, Fakt ist, es lässt sich auf jeder einzelnen Seite Spannendes, Faszinierendes, Kurioses, Verrücktes und/oder Amüsantes aus der Welt des Reisens in kleinen, kurzen und peppigen Texten erfahren.
Ein Sammelsurium, das für die Macher von Quizshows ein perfekte Vorbereitung garantiert; eine Sammlung, die gleichermaßen zum Staunen, zum Kopfschütteln und mitunter zum Lachen einlädt und die für jede Menge Gesprächsstoff sorgt. Und sei es, weil man Mitreisende, Freunde und Bekannte mit vermeintlich unnützem Reisewissen konfrontiert. Dies kann hier und da nerven, sorgt aber immer für launige Unterhaltung. Denn für alle, die gerne mal mit weniger bekanntem Wissen über Reiseziele auftrumpfen möchten, findet sich in dem Buch aus dem Westflügel Verlag entsprechender Input mit mehr als 800 (!)erstaunlichen Fakten, die weit über die Beschreibung eines Urlaubsortes hinausgehen. Ein Buch, das einem im positiven Sinne nicht loslässt und ganz nebenbei ein Wissen vermittelt, das man nicht unbedingt benötigt, das aber jede Menge Spaß garantiert.
Erhältlich ist Unnützes Reisewissen (ISBN 978-3-939408-42-0) für 11,90 Euro im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Westflügel Verlag.
Karsten-Thilo Raab
berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.
