
Oman mit der Hauptstadt Maskat ist ein Naturparadies mit vielen Facetten: goldene Sanddünen, saftig grüne Oasen, unterirdische Höhlen, Gipfel von bis zu 3.000 Metern sowie kilometerlange Strände und Küsten mit schroffen Klippen – ein Paradies für Aktivreisende. Als Spiegelbild von Vergangenheit und Gegenwart ragt Maskat durch seine traditionelle Architektur, Strände und seine Lage zwischen Meer und Bergen heraus.
Die Hauptstadt ist außerdem Ausgangspunkt für Ausflüge in Täler und zu Festungen der Umgebung, etwa in Richtung Nizwa, entlang der Nordküste bis nach Sohar oder an der Südküste nach Sur und zu den Dünen A’Sharqiyah Sands. Im Folgenden stellen wir fünf Tagesausflüge von Maskat aus vor, die weniger als drei Stunden mit dem Auto entfernt sind.
Nizwa: Die alte Hauptstadt im Hinterland

Inmitten einer großen Oase, wo sich die Karawanenwege von Norden nach Süden kreuzen, liegt Nizwa, ein authentisches Kleinod am südlichen Rand des Hajar-Gebirges. Nizwa war bis ins 12. Jahrhundert die Landeshauptstadt Omans. Die Stadt ist 1,5 Stunden Autofahrt von Maskat, der heutigen Hauptstadt, entfernt und über eine gut ausgebaute Straße erreichbar.
Die ehemalige Hauptstadt ist ein turbulenter Handelsplatz mit langer Geschichte und Tradition, an dem heute noch die Scheichs die ländlichen Geschicke bestimmen. Die zum Museum umgewandelte große Festung, der Souk und der freitägliche Viehmarkt machen den Besuch der wichtigsten Stadt in dieser Bergregion zu einem absoluten Muss. Naturliebhaber kommen bei Spaziergängen durch die Palmenhaine der Oase und den üppigen Park Falaj Daris ins Schwärmen. Eine Fahrt über wunderschöne Hochlandrouten in die Berge Jabal Akhdar und Jabal Shams bietet einen atemberaubenden Panoramablick über die Region.
Jabal Akhdar: Der grüne Berg im Hajar-Gebirge

Vor den Toren Maskats, etwa zwei Stunden mit dem Auto nach Süden, liegen die ockerfarbenen Gebirgszüge der Hajar-Berge. Jabal Akhdar, der „Grüne Berg“, besticht mit hängenden Terrassen sowie Rosen- und Obstplantagen auf der Saiq-Hochebene. Im April werden dort Rosen gepflückt und Blütenblätter in Öfen gebrannt, um Essenzen für Parfüms und Süßwaren zu gewinnen.
Nahebei erhebt sich der Jabal Shams, der „Berg der Sonne“, mit über 3.000 Metern und atemberaubenden Panoramablicken. Die Dörfer rund um das Gebirge erzählen vom Leben der Menschen in den Bergen. Wer möchte, kann hier wandern und die Natur genießen. Oman bietet zudem über 160 Kletterrouten: Am Jabal Misht erwarten erfahrene Kletterer 1.000 Meter hohe Klippen, während am Jabal Akhdar eher leichtere Routen und Klettersteige auf Fortgeschrittene warten.
A’Sharqiyah Sands: Wüstenspaß inmitten Dünen

Je weiter man sich von der Küste von Sur ins Landesinnere bewegt, desto mehr ändert sich die Farbe der Wüste von Weiß zu Ockerrot. Drei Autostunden von Maskat entfernt, empfängt die Wüste von A‘Sharqiyah Besucher mit ihren atemberaubenden goldenen Dünen. Viele Wüstencamps holen ihre Gäste aus den nahegelegenen Ortschaften wie Bidiyah ab, denn die Fahrt auf Sand kann herausfordernd sein.
Alternativ können Reisende mit ihren Camp-Gastgebern auch einen Treffpunkt vereinbaren, von wo aus sie dem Campfahrzeug in die ewige Wüste folgen. Die 180 Kilometer langen Sandpisten zwischen der Wüste und dem Arabischen Meer bieten adrenalingeladene Touren mit Geländewagen und Quads. Dünenfahrten, das sogenannte „Dune Bashing“, sind in der Wüste äußerst gefragt und versprechen jede Menge Spaß für erfahrene Offroad-Fahrer. Wer es sportlicher angehen möchte, erlebt beim Sandboarding, Dünenklettern und Kamelreiten einen aktiven Urlaubstag.
Wadi Bani Khalid: Der Klassiker

Das versteckte Paradies mit türkisfarbenen Süßwasserpools liegt inmitten bizarrer Felsformationen und Palmenhainen, etwa 150 km südöstlich von Maskat. Das Wadi Bani Khalid wird während einer Oman-Rundreise oft mit einem Abstecher in die knapp eine Autostunde entfernte Wüste Sharqiyah Sands kombiniert. Bereits die Anfahrt über die steile Passstraße ist spektakulär.
Der Fußweg vom Parkplatz führt entlang eines kanalisierten Wasserlaufs, dem 2.000 Jahre alten Falaj-Bewässerungssystem in Oman, in eine Oase wie aus 1001 Nacht. In der Wüstenoase ist das Schwimmen in den Felsenpools erlaubt, und ein Sprung in das kühle Nass ist auch bei Einheimischen sehr beliebt. Insbesondere am omanischen Wochenende (Freitag und Samstag) ist das Wadi gut besucht. Entsprechend ist auch die touristische Infrastruktur gut ausgebaut – es gibt Toiletten, Umkleiden und ein Restaurant. Wer eher trocken bleiben möchte, dem bieten die leicht zugänglichen Schluchten beim Wasserwandern ein unvergessliches Erlebnis.
Al Fahal und die Daymaniyat-Inseln

Abseits großer Touristenströme bietet Oman ein vielleicht weniger bekanntes, aber nicht weniger spektakuläres Tauchziel mit reicher und vielfältiger Unterwasserwelt. Nur wenige Kilometer nördlich von der Hauptstadt Maskat entfernt, liegen vor den unbewohnten Inseln des Daymaniyat-Naturreservats einige der schönsten Tauchplätze des Landes. Ein durchschwimmbares Schiffswrack in einer Tiefe von 30 Metern sowie steil abfallende Riffe mit Barrakudaschulen warten nahe Al Fahal auf Taucherinnen und Taucher.
Der Fischreichtum und ein gut erhaltener Meeresboden bieten perfekte Bedingungen für eine lebhafte Unterwasserwelt und garantieren ein ungestörtes und authentisches Taucherlebnis. In Tiefen von 25 bis 30 Metern warten eine eindrucksvolle Vielfalt an Hartkorallen, darunter Hirschkoralle, Salatkoralle und Acropora-Korallenbänke. Das planktonreiche Wasser lockt riesige Mengen an Fischen sowie zahlreiche Schwärme. Im Sommer sind Begegnungen mit Adler- und Mantarochen, Zitronen- und Schwarzspitzenhaien, Delphinen und Walen keine Seltenheit. Das Meeresschutzgebiet ist auch ein idealer Ort zum Schnorcheln oder – mit respektvollem Abstand – zum Schwimmen mit Meeresschildkröten. Die Wassertemperatur schwankt zwischen 30 Grad Celsius im Sommer und 20 bis 25 Grad Celsius im Winter. Weitere Informationen unter www.experienceoman.om
Mortimer
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